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captain carot vor vor 3 Tage, 8 hours aktualisiert.
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21. Mai 2026 um 19:42 #1819288
captain carotTeilnehmerTim Cain hat tatsächlich bei Fallout 2 zwischenzeitlich abgegeben. Ich hab mir von dem einige Youtube Videos zu Game Design etc. angesehen. Da ist schon einiges interessantes dabei. Cooler Typ.
Die Mischung aus rabenschwarzem Humor und moralisch-ethischen Fragen, die Fallout 1 und 2 locker aus dem Ärmel schütteln hat Bethesda nie so ganz hinbekommen. Obsidian war nahe dran.
Bei Fallout hab ich seinerzeit im ersten Durchlauf die komplette Nekropole ausgeräuchert (böse Ghule halt) um dann erst im zweiten Durchlauf zu realisieren, dass die Ghule mit einem reden und friedlich sind. Zugegeben hatte mein erster Char auch einfach zu wenig Intelligenz. 😅 keine gute Idee.
21. Mai 2026 um 20:30 #1819289
Kikko-ManTeilnehmerVoll witzig. Die mussten sterben, weil der vermeintliche Held nicht allzu schlau war? Passt ja auch ins echte Leben.
Die Bethesda-Fallouts interessieren mich nicht wirklich. Das Van Buren-Projekt wurerde ich mir eher geben, als Fallout 3 oder 4. Denke, der alte Geist ist auch eher in Wasteland 2 und 3 vorhanden. Schon seltsam irgendwie: Fallout 1 konnte nicht Wasteland 2 sein, weil die Lizenz abgegeben werden musste und Wasteland 2 konnte nicht Fallout sein, weil man ebenfalls die Lizenz nicht mehr hatte.
21. Mai 2026 um 20:51 #1819290
captain carotTeilnehmerJa, das hat ne gewisse Ironie.
Fallout 3 und 4 sind keineswegs schlecht. Bethesda hat sich an die Fallout Bibel gehalten, Entscheidungen haben mehr Konsequenzen als bei Elder Scrolls, aber man hat es nie so richtig getroffen.
Bei New Vegas merkt man, trotz eigener Macken, dass da Ehemalige von Black Isle dran waren und unterm Strich hat Outer Worlds auch viele Parallelen zu Fallout, trotz First Person und Echtzeit Kämpfen.
17. August 2026 um 19:29 #1823172
Kikko-ManTeilnehmerSicherlich nicht super interessant fuer viele hier, aber fuer mich ne kleine Sensation:
Michael Cranford, der in den 80ern die Bard’s Tale-Serie ins Leben gerufen hatte, entwickelt nach 35 Jahren Pause wieder ein Spiel. Shadow Snare, der Nachfolger seines ersten RPGs Maze Master, welches er mit 20 Jahren, vor der Bard’s Tale-Serie veroeffentlich hatte. Das neue Spiel wird nativ fuer den C64 entwickelt und sieht gleucklicherweise sehr nach Bard’s Tale aus. Freu mich drauf.17. August 2026 um 20:08 #1823180
captain carotTeilnehmerIch finde neue Entwicklungen für alte Hardware generell erstmal interessant. Auch wenn mich die Art RPG heute nicht mehr abholen würde.
17. August 2026 um 23:13 #1823185
Kikko-ManTeilnehmerKlar, so ein Spiel wird kaum jemand interessieren. Halt Leute die in den 80ern Wizardry, Bard’s Tale oder Might and Magic gezockt haben. Haette ich damals nicht einen aelteren Burder, der durch Zufall nen Freund hatte, der einen noch aelteren Bruder hatte, waere ich als Grundschueler sicherlich nicht mit so einer Art Spiel in Kontakt gekommen.
18. August 2026 um 11:16 #1823206
belbornTeilnehmerIst schon spannend aber ja bin Kind der 90er.Bleib am Ende doch lieber bei neueren Sachen hängen die mehr Konfort bieten.Stichwort Grafik,Sound und Karte.
18. August 2026 um 13:07 #1823208
captain carotTeilnehmerDas ist gerade bei RPGs halt echt so eine Sache. Einerseits ist das Genre halt unglaublich früh digital nachgebildet worden. Andererseits kämpft kaum ein Genre mehr mit den Limitierungen der digitalen Frühzeit.
Ausgerechnet bei Rollenspielen komm ich viel mehr von der Pen & Paper Seite. Was mit guter Truppe ein ganz anderes Level an Storytelling und Interaktivität war, als CRPG seinerzeit bieten konnten.
Meine Erstkontakte (praktisch alle Amiga) waren da einerseits ziemlich sperrig, andererseits aber gerade bei Interaktivität und Storytelling nicht unbedingt auf P&P Niveau.
So richtig zu CRPGs bin ich erst über den Umweg Action Adventure, JRPG und dann West-RPG gekommen. Titel wie Fallout waren dann auch die ersten, die für mich erstmals so richtig die Pen & Paper Essenz erfassten.
Da spielt vielleicht auch mit rein, dass Das Schwarze Auge und Shadowrun die Titel meiner Jugend waren. Beide kommen deutlich erdiger bzw. dreckiger daher, als zum Beispiel Old School Dungeons & Dragons. Und beide sind im Kern weniger kampffokussiert.
18. August 2026 um 22:59 #1823224
Kikko-ManTeilnehmerJa, jeder hat einen anderen Spielehintergrund, welcher dann auch fuer den eigenen Geschmack mitverantwortlich ist. Pen&Paper lernte ich erst nach CRPGs kennen, Begeisterung dafuer war da, wurde aber nicht vom Freundeskreis geteilt, weshalb es dann wieder zurueck an den Rechner ging, um RPGs zu zocken. Auch ist mir Story und Entscheidungsfreiheit echt nicht so wichtig. Bezeichnend, dass 3D-Dungeon Crawler, egal mit rundenbasierten Kaempfen wie Wizardry oder in Echtzeit wie Eye of the Beholger meine liebstes RPG-Subgenre darstellen. Mag aber auch alle anderen Arten von RPG.
Ja, das CRPG-Genre war mega-sperrig. Von Nerds fuer Nerds. Wuerde sagen, dass es vermutlich erst Diablo 1 war, das es fuer eine sehr breite Masse zugaenglich gemacht hat. Meinn erstes RPG oder eher erste RPGs waren Bard’s Tae 1 und 2, die ich irgendwie gleichzeitig kennengelernt hatte. Kam ueberhaupt nicht damit zurecht. Alles in englisch und ich selber noch in der Grundschule ohne je ein Wort Englisch gesprochen zu haben. Dazu dann die 3D-Perspektive, die extrem herausfordernd war und reine Tastatursteuerung. Kam nicht in die Spiele rein, obwohl wir Karten aus dem Happy Computer-Magazin hatten.
War damals die fuenfte Ausgabe der Power Play, in der gross Bard’s Tale 3 und Ultima 5 hintereinander getestet wurden.
https://archive.org/details/powerplay_1988-05/page/72/mode/2up
Wir hatten ueberlegt welches wir kaufen wollen. Zum Glueck war es Bard’s Tale 3. Das viele Englisch in Ultima 5 haette mich total erschlagen.Nach dem Test kam jeden Monat ein Teil des Guides zum Loesen des Spiels in der Power Play raus. Damit konnte ich es dann auch ohne Englischkenntnisse durchspielen. Die Orientierung in 3D gelang mir dann auch. Zeigt, wieviel Unterschied ein einzelnes Jahr fuer ein Kind ausmachen kann. Hatte aber sicher auch geholfen, dass Bard’s Tale 3 dann auch Automapping eingefuehrt hatte. Shadow Snare wird das sicher auch bieten.
19. August 2026 um 0:20 #1823228
captain carotTeilnehmerWenn ich da so drüber nachdenke, Computer haben meinen Bruder zum Beispiel lange nicht interessiert. Erst viel später als mich. Die ersten Spiele waren deswegen auch VCS 2600 auf S/W TV bei einem Freund und dann das ziemlich neue 7800 von einem anderen Freund. Allerdings fast ausnahmslos mit 2600er Spielen.
Computer kamen dann erst etwas später. Ein Onkel von mir, der beim Finanzamt in der EDV arbeitete hatte zum Beispiel zuhause sehr, sehr lange gar keinen Rechner. Allerdings dann ganz Anfang der Neunziger mal einen frühen Laptop mit nach Hause gebracht. Das Display war die Hölle.😅
Auf die eine oder andere Art und Weise gutes Storytelling ist mir definitiv wichtig, was sicher auch mit am Background liegt. Rollenspielfreiheiten auch. Das Kampfsystem erstmal nachrangig. Auch wenn ich Rundenkampf mit Hexfeldern wirklich mag. Und die MMO-like Kampfsysteme echt langweilig finde.
Titel wie Skyrim sehe ich deswegen zum Beispiel auch überhaupt nicht als Actionrollenspiele. Das kann man auch weitestgehend ohne Kämpfe spielen.
Und letztendlich stammen die Rundensysteme aus analogen Systemen, die versuchten, echte Kämpfe zu simulieren. Vorteil von Rundensystemen ist für mich, dass die gerade bei Titeln wie Shadowrun Returns, Baldurs Gate 3 oder eben auch Fallout 1 und 2 eine große taktische Tiefe bieten.
Stichwort Sprachbarriere: das ist gerade bei den textlastigen Geschichten natürlich schnell ein Hemmschuh. Damals eher noch deutlich mehr als heute.
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