iPad: Apple stellt buchgroße Wundertüte vor

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Nach monatelangen Internetgerüchten, Behauptungen und Hoffnungen hat gestern Apple den iPad vorgestellt (siehe Bild rechts: Apple-Guru Steve Jobs) – ein buchgroßer Computer, der wie ein übergroßer iPod aussieht und einige zusätzliche Features besitzt. Das Gerät erscheint in verschiedenen Ausführungen, die abhängige Variable ist hier der Speicher.

Gegenwärtig veranschlagt Apple für 499 US-Dollar das Modell mit 16 GByte Speicher, für 599 US-Dollar gibt es die 32 GByte-Ausführung und das Modell mit 64 GByte wandert für 699 US-Dollar über die Ladentheke. Umgerechnet auf den Euro-Kurs kostet der kleinste iPad damit rund 400 Euro – deutlich weniger als von Analysten erwartet. Doch was ist das wundersame Gerät eigentlich und warum feiert die gebeutelte Verlagsbranche den iPad als Heilsbringer?!

Das iPad ist:

• ein Buch-, Zeitungs- und Magazinlesegerät – Apple will den digitalen Büchermarkt aufmischen und hat bereits große amerikanische Verlage wie MacMillan, Hachette, Simon & Schuster, Penguin und HarperCollins an Bord. Anders als der Kindle von Amazon werden Bücher dargestellt, wie sie auch ein offenes Buch präsentiert. Das Format des iPad ist hierzu ideal. Zudem ist die Farb- und Kontrastdarstellung stark und das Gerät lässt sich intuitiv via Touchscreendarstellung bedienen. Mit dem iBook präsentiert Apple ein neues System, das den digitalen Bücherkauf vereinfachen soll.

• eine neue Handheld-Dimension – ähnlich wie das iPhone ist auch das iPad als mobile Spielkonsole ausgelegt. Electronic Arts zeigte beispielsweise Need for Speed, das gesteuert wird, indem Ihr das gesamte Gerät kippt und neigt. Zudem vibriert es unentwegt. EA-Chef Peter Moore ist ganz aus dem Häuschen: “Es hat einen großen Bildschirm, einige Buttons, es verbindet sich sofort mit dem Internet und hat die Fähigkeiten einer Spielkonsole.“

• Multimedia-Player – die bequeme Anbindung an den iTunes-Store macht aus dem iPad eine Verkaufsmaschine für Musik, Filme und Fernsehserien. Allerdings erreicht der iPad lediglich eine Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln – zu wenig für HD-Genuss.

• eine Surfstation – schnell und unkompliziert ins Internet. Der iPad ist als Sofa-Gerät ausgelegt (Surfen, Bücher lesen, Zeitschriften und Zeitungen blättern) und weniger als Office-Maschine.

• Mini-Arbeitsplatz – kleine Überraschung: Apples Bürosoftware iWork läuft auf dem Gerät und enthält mit Keynote ein Präsentationsprogramm, mit Pages eine Textverarbeitung und Numbers ist eine Tabellenkalkulation. Für das langfristige Arbeiten fehlt derzeitig aber eine physische Tastatur, die Apple nachreichen will.

 

Die Technischen Details in Kürze:

• IPS-Panel mit LED-Hintergrundbeleuchtung, Bild-Diagonale von 9,7 Zoll mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln.
• Integriert ist ein von Apple entwickelter Prozessor namens A4 mit einer Taktfrequenz von 1 GHz.
• Lautsprecher, ein Kopfhöreranschluss und ein Mikrofon sowie ein Kompass und die Lagesensoren aus dem iPhone
• Keine physische Tastatur
• Rückmeldung via Vibrieren des Alu-Rückens: Sobald Ihr ein Programm startet, rüttelt der iPad.

Apple will den iPad bereits im März in den USA ausliefern, im April folgen die teureren UMTS-Modelle (etwa 130 US-Dollar mehr). Für Deutschland rechnet man ab Juni mit dem Gerät. Genug Zeit also, deutsche Verlage für den iPad zu begeistern, denn noch ist das Angebot ein rein amerikanisches bzw. englisch-sprachiges.

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xisusx
31. Januar 2010 1:00

Ich mach mir nicht viel aus Trends deswegen ist mir der ganze Hype über den “”Hype”” auch egal! Der Beweiß: Mein Nokia-Handy! Hab es schon 6 Jahre! Ne kleine Ewigkeit – Gerade für ein Handy! Beweiß genug??- also nur Hype und Style kann´s nicht sein was mich hier in den Bann zieht!Und warum ein Sofa-Kracher?Ganz einfach – Weil der Mensch im Grunde stinkfaul ist – Deswegen! Und dieses Bedürfnis noch Faulheit kann dieses “”PAD”” locker befriedigen!Nicht der Mensch, passt sich dem Gerät an, nein! eben gerade umgekehrt, das Gerät (das ipad) passt sich ergonomisch am Menschen an! – Das ist die REVOLUTION! Auf der faulen Haut liegen und trotzdem “”produktiv”” sein!So wird eben die ZUKUNFT! – und nicht nur die mein!?

Bravopunk
30. Januar 2010 16:00

Natürlich spielt es eine Rolle. Es hat schließlich auch auswirkungen auf die Verkaufszahlen. Meiner Meinung nach macht gerade das den Erfolg der Apple Produkte aus.Nicht der Preis oder die Preisleistung. Hauptsächlich nicht einmal die Software. Sondern der Hype, weils viele mögen und es eben voll im trend ist.Warum wird es als Sofa-Gerät ein Kracher?Wollen die Leute neben ihrem Rechner, Heim-/Multimediasystem wirklich noch ein gerät, mit dem sie genau das selbe machen können?Für unterwegs im Alltag ist wiederum das IPhone viel praktischer.Für Reisen ist es gleichwertig zu nem Eee-Pc oder dergleichen. Vllt. ein bisschen handlicher.Für mich ist’s nichts.Und so stell ich mir auch nicht die Zukunft vor^^. Das ist ne neue Produktvariation, keine Revolution.

xisusx
30. Januar 2010 15:28

Ob man Apple mag oder nicht oder ob es gehyt oder auch nicht, spielt ja letztendlich überhaupt gar keine Rolle!(MICROSOFT mag auch kein Schwein, trotzdem JEDER benützts)Aber stell dir doch nur mal die Zukunft vor!!!!!!!!!!Wie wird die wohl ausschauen?Dann entspricht das genau *dem* was sich eigentlich “”jeder”” drunter (unter Zukunft) vorstellt!””Ist als Sofa-Gerät ausgelegt”” hab ich gelesen – das ist nähmlich genau der Punkt warum´s ein KRACHER wird!

Bravopunk
30. Januar 2010 14:49

Uh, Apple…von denen hab ich schon so…nichts;PHab nichts dagegen aber ist mir dann tatsächlich schon viel zu gehypt das ganze Zeug, dass ichs wohl selbst nicht kaufen würde, wenn ich das Geld für deren Zeug hätte^^

xisusx
30. Januar 2010 15:01

Je länger ich über dieses Wunder-Ding nachsinne desto “”geiler”” werd ich auf dieses Teil! Ich seh in dem echt die Zukunft! Der Rahmen von dem Ding könnte zwar ruhig noch schmaler sein. Trotzdem, glaub ich, kann ich dem nicht mehr WIEDERSTEHEN!

Saldek
29. Januar 2010 19:05

Spricht mich im Moment gar nicht an. In 4-5 Jahren brauch ich vielleicht unbedingt eins, aber ich sehe jetzt denn Sinn darin nicht. Für eine Konsole zu schwachbrüstig, für einen Handheld zu groß, für ein ebook zu geringe Akkulaufzeit und Verträglichkeit für die Augen. Für Office-Anwendungen durch SW-Keyboard… zumindest sehr gewöhnungsbedürftig.Bleibt ein mobiler Mini-PC zum Surfen, Filme schauen und Musik hören.Trotzdem schön zu sehen das sich Computer immer mehr wegentwickeln von riesigen, grauen Büromaschinen zu trendigen Lifestyle-Produkten.

xisusx
29. Januar 2010 13:08

Dieses Ding ist ja wie geschaffen um Tageszeitungen online zu lesen!””*Milliarden*”” Tonnen Altpapier können so gespart werden!Nicht umsonst heißt Apple -Apple?

captain carot
29. Januar 2010 10:52

Wie´s professionell derzeit mit den Preisen steht weiß ich tatsächlich nicht. In bestimmten Bereichen, etwa beim DTP hat Apple eben auch vernünftige Profisoftware.Für Normalanwender läuft´s aber meist auf verhältnismäßig teure Hardware mit anderem OS hinaus. Und da lohnt sich Apple eben rein aus Prestigegründen oder weil man WinDAU gar nicht mag, aber nicht wegen Software oder supertoller Hardware.Das iPhone ist dank dummer Patentregelungen in den USA das einzige Multitouchhandy, es gibt aber leistungsfähigere Hardware zu günstigeren Preisen und mittlerweile auch Geräte mit genau so guter Bedienung, nur eben ohne iTunes. Das Alleinstellungsmerkmal ist wieder die Software, die aber verschiedene Dinge wie Multitasking nicht unterstützt.Die iPods sind zwar gut, aber ohne Bedarf für iTunes gibt´s günstigere und technisch gleichwertige, dabei aber multifunktionalere Konkurrenzprodukte.Beim iPad kommt aber was ganz anderes dazu. Es kann vieles nicht, ist nicht mobiler als Netbooks oder SNB´s die mehr können und viel größer als manches Smartphone, das mindestens das gleiche kann.Das sehe ich eben eher als Lückenfüller, für den künstlicher Bedarf geschaffen wird.In allen anderen Segmenten punktet Apple schlicht nicht durch die Hardware, sondern durch die Software, die viele aber gar nicht brauchen oder benutzen, zumindest im Konsumentenbereich.

LaLaLand
29. Januar 2010 10:10

@ Carot: aber eben nur semi. Und lustigerweise ist im professionellen Schnittbetrieb das Applesystem mittlerweile das günstige.

captain carot
29. Januar 2010 7:23

: Mir egal, bei mir bringt jedes Buch seine eigene “”Hardware”” mit.

wolfe
29. Januar 2010 0:22

: Ich würde mir halt nie ein Gerät kaufen wollen, nur um Bücher zu lesen. Da hat man dann irgendwann einen ganzen Rattenschwanz von Geräten daheim, das muss nicht sein. Außerdem mag eInk noch so scharf sein – bevor es da keine brauchbaren Geräte m

captain carot
28. Januar 2010 21:03

: Konnte ich mit Ulead Video Studio und anderen semiprofessionellen Dingern auf dem PC auch schon vor 7-8 Jahren.: eReader haben ewig lange Akkulaufzeit und zum Lesen ist die elektronische Tinte tatsächlich besser als jeder Monitor, dabei s

Beeberman
28. Januar 2010 18:26

hey ich mag auch kein Apple und hab kein Iphone, keinen Mac und keinen IPod ;). Hey ja und ich mag keine digitalen Bücher aber ich find das Ding eigentlich ganz kuhl. Wie schon einer geschrieben hat kann man beim Kacken gut sich irgendeine “”scheisse”” rein fahren 😀 (was ein Wortwitz 😀 ).Also ich denke es ist vor allem für Surfen und Multimediaanwendungen zu gebrauchen.Kaufen werde ich es mir nur, wenn ich im Lotto gewinne.

LaLaLand
28. Januar 2010 18:23

Also alles nur über Style und Image ist nicht ganz richtig. Ich werd nie vergessen als ich zum ersten Mal vor Jahren Final Cut an nem Apple gesehen hab… boah Effekte Vorschau ohne Rendern, geil. Und so zieht sich das bis heute. Apple OS kann vieles bei was sich Windows recht gern anstellt. Es können vor allem Anwendungen auf recht kleinen Konfigurationen laufen für die man bei Windows Rechnern gleich wieder Hardware Beschleuniger braucht.Die Preispolitik ist teilweise schon heftig. Aber der neue IMac hat zB ein echt gutes Preis Leistungs Verhältnis.

28. Januar 2010 17:49

Naja da kann Apple mal wieder den großen Reibach machen.Apple versteht es ja schon seit Jahren Produkte nicht über Technik zu verkaufen sondern über Hype und Style.Da stehn se wieder die Apple Jünger für ein völlig überteuertes Gerät und warten nur darauf ihr Geld loszuwerden.Genauso geht mir die Politik von Apple gegen den Strich was Itunes und denStore angeht. Diese Zwangssachen regen mich einfach nur auf.Mit kommt nix vom dem Apfel ins Haus, da nehm ich doch lieber die preiswerteren Konkurrenzprodukte, die meist noch mehr fürs Geld bieten und dem Kunden keine Fesseln umlegen.Oder ist noch keinem Aufgefallen das ein IPhone für 899Euro (32Gig) nicht nur frech sondern mehr als dreist ist??

Suicide King
28. Januar 2010 16:55

Für mich mal wieder ein Gerät von apple das für Leute ist die mehr Geld als Verstand haben. Wenn ich z.B. mir mal die Preisliste anschaue wird mir ganz schwindelig. Gleiche Ausstattung, nur anstelle von 16 GB mit 32 GB Spiecher wollen die Apfelköpfe gleich mal locker 100 $ mehr haben. Ich wusste garnicht das Speicher wieder so teuer ist!?!

xisusx
28. Januar 2010 16:29

Will auch gar kein MacBook ersetzen!Und kann auch wesentlich mehr als ein eReader!Der EA-Chef ist ja jetzt schon mal aus dem Häuschen! HANDLICH UND BEQUEM, könnte man schön mit ins Bett nehmen oder aufs Klo;-) Dazu noch mit einer virtuellen Tastatur ausgestattet – wie Geil!So sieht also die Zukunft aus? Denk mal, das wird einschlagen wie ne Megabombe!Wenns dann in drei vier Jahren für nen Hundi bei BlödMARKT zu haben ist dann werd auch ich mal ordentlich zulangen, bis dahin haben sich diese eingebildeten Schlipsträger Dumm und Dämlich verdient!@EDIT: Wolfe ZITAT: “”Muß mal wieder sparen”” Scheint wohl doch ein großer Wurf zu sein?

wolfe
28. Januar 2010 16:04

Naja, es soll ja kein MacBook ersetzen, also muß es auch nicht so Leistungsfähig wie eines sein (IMHO). Ist halt was für Leute, die zwar unterwegs zwar gerne unterhalten werden, aber gleichzeitig nicht immer den Laptop mit rumschleppen wollen. Im Grunde also eine (zugegebenermassen) teure Handheld-Console/Netbook/ebookreader/Videoplayer-Kombination, die ihr Potentiel meiner Meinung nach aus der großen Entwicklerszene rund um iPhone und iPodTouch ziehen wird. Sicherlich nicht die der große Wurf, als der das Gerät letzten Endes dargestellt wird, aber es würde mich persönlich echt reizen, auf dem Teil Echtzeitstrategiespiele und Grafikadventures zu spielen. Muss wohl mal wieder sparen…

LaLaLand
28. Januar 2010 15:01

Habs noch nicht so ganz kapiert, was jetzt da das große Ding sein soll…Ist ein großes iPhone, das man nicht mehr in die Jackentasche stecken kann und dessen Batterie nur noch 10 Stunden hält…Um ein MacBook zu ersetzen, isses nicht leistungsfähig genug…hab ich irgendwo was verpasst?

wolfe
28. Januar 2010 14:43

Kann nur Interessant werden. Schon der Spielemarkt auf dem iPhone/Touch ist für viele (positive) Überraschungen gut. Hoffe nur, das es endlich einen physikalischen Gamepad als Zusatzhardware geben wird.Bin gespannt, inwieweit Nintendo und Sony bei der nächsten Generationihrer Handheldgeräte auf die Konkurrenz aus Cupertino eingehen werden.

captain carot
28. Januar 2010 13:47

Naja, die Handhabung ist gut, aber außerhalb der USA ist die Konkurrenz oft vergleichbar mit besserer Hardware. Die echten Vorteile liegen bisher bei iTunes und dem OS, wobei ich Android auch gut finde. Gott sei Dank brauch ich aber eh kein Smartphone.Beim iPad frage ich mich aber wie bei anderen Tablets, ob da noch eine Lücke zum Besetzen ist.Reine eReader sindzum Lesen alleine schon wegen der stromsparenden, gut lesbaren elektronischen Tinte besser geeignet, wobei ich selbst die nicht mag, und als Mini-PC für unterwegs ist ein vernünftig ausgestattetes Netbook oder Subnotebook besser geeignet und bei vergleichbarem Preis leistungsstärker.Mal sehen, ob die Marketingmaschinerie beim iPad und anderen Tablets wieder so anläuft.

Jussi118
28. Januar 2010 13:39

@ KlinnikKeine sorge, das wird Apple schon schaffen. Das Ding wird wieder dermaßen gehypt, dass es sich keiner leisten kann, auf dem Teil nichts zu entwickeln. Ausserdem, keiner kann mir sagen, dass das Ding nicht stylisch ist. Wie das iPhone auch, ist De

28. Januar 2010 12:11

Ich glaube nicht, dass sich das Ding als alternative mobile Spielkonsole durchsetzt. Das hat ja nicht mal die PSP geschafft und die wollte NUR das werden.

28. Januar 2010 11:46

Apple wird sich wie immer dumm und dämlich verdienen und irgendwann werden Geräte solcher Art zum Standardequipment in jedem Haushalt. Wenn aber die Verlage auf den iPad als Heilsbringer setzten, dann kommt jede Hilfe zu Spät. Printmedien online zu vertreiben ist zig-fach profitabler und das wissen diese hochgebildeten Schlipsträger seit JAHREN. “”Geil, jetzt kommt das iPad und unsere Verkäufe steigen um 3941%!!””