Das renommierte Wissenschaftsmagazin nature neuroscience veröffentlichte gestern eine Studie mit dem Thema “Enhancing the contrast sensitivity function through action video game training”, zu deutsch etwa “Verbesserung der Kontrastwahrnehmung durch das Training mit Action-Spielen”.
Kontrastwahrnehmung ist die Fähigkeit, kleinste Veränderungen von Graustufen zu erkennen – elementar im täglichen Leben, zum Beispiel beim Lesen oder der nächtlichen Autofahrt. Im Alter lässt die Fähigkeit bei vielen Menschen nach.
Im Gespräch mit der Webseite news.com.au erzählt Professor Daphne Bavelier, Leiterin der Studie an der University of Rochester, dass die Kontrastwahrnehmung “eigentlich keine Fähigkeit sei, die die Leute durch Training verbessern könnten. Bislang haben wir das direkt am Auge korrigiert – mit Brillen oder Laserbehandlung. Wir haben nun entdeckt, dass man dem Gehirn ohne solch eine Korrektur auf die Sprünge helfen kann, mit Sehinformationen besser umzugehen.”
Im ersten Teil der Studie prüften die Forscher die Kontrastwahrnehmung von Vielspielern mit Vorliebe für Action-Games im Vergleich zu Spielern, die keine Action-Games zocken (NVGP). Die Action-Liebhaber (VGP) schnitten hier deutlich besser ab (siehe Grafik), was die Wissenschaftler aufgrund der Ergebnisse auch auf eine größere Anpassungsfähigkeit des Gehirns zurückführen (Plastizität des Gehirns).

Um einen etwaigen Effekt von Action-Games nachzuweisen, ließen die Forscher zwei Gruppen gegeneinander antreten (50 Stunden Spielzeit verteilt auf neun Wochen). Die erste zockte die beiden Action-Games Call of Duty 2 und Unreal Tournament 2004. Die zweite Gruppe vergnügte sich mit Die Sims 2, das mit seinem gemächlichen Tempo keine besonderen Anforderungen an das visuelle Zentrum stellte. Ergebnis: Die Action-Gruppe schnitt beim Messen der Kontrastwahrnehmung signifikant besser ab (siehe Grafik). “Die Action-Gruppe verbesserte ihre Leistung um 43%, die zweite Gruppe blieb auf ihrem vorherigen Level. Der positive Effekt hält über Monate, ja sogar über Jahre nach dem Training an”, so Bavelier.

Laut den Wissenschaftlern könnte das Training mit Videospielen eine ernstzunehmende Alternative zu den gängigen Maßnahmen zur Verbesserung der Sehleistung werden. Videospielen kann bis zu einem gewissen Grad Fehlsichtigkeiten durch das Trainieren des Gehirns kompensieren – fehlerhaft ankommende Sehinformationen werden neu interpretiert und ausgeglichen.









da kann ich mir ja endlich etwas von der sehschärfe zurückholen die ich durch stundenlanges gameboy spielen verloren habe! 🙂
höhöhö und da soll jemand sagen, dass viedeospiele ungesund seien 😀