Die Frau als Sex-Objekt

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Kritisiert, bedroht, gelobt – diese Feministin polarisiert

Keine Frau erschüttert und spaltet die Videospieler-Gemeinde so stark wie die Feministin und Kritikerin ­Anita Sarkeesian. Sie nimmt sich in ihrer Videoserie (zu sehen auf www.feministfrequency.com) popkulturelle Medien vor und hebt Klischees, Ungerechtigkeiten und Vorurteile hervor, die in diesen Medien propagiert werden.

Die 1984 in Toronto geborene Kommunikationswissenschaftlerin wurde 2014 als erste Frau mit dem Game Developers Choice Ambassador Award ausgezeichnet. Im Mai 2012 startete sie eine Kickstarter-Kampagne mit dem Ziel, eine fünfteilige Videoserie namens ”Tropes vs. Women“ zu produzieren. Statt der erhofften 6.000 spendeten Unterstützer 150.000 US-Dollar für ihr Projekt, dessen Planung daraufhin auf zwölf Videos erweitert wurde. Eine Welle von Beleidigungen und Beschimpfungen folgte und ist bis heute nicht abgebrochen, weil einige Spieler ihr Hobby in Gefahr sehen und jegliche Kritik daran im Keim ersticken wollen. Nach einer Morddrohung im August (wir berichteten in der letzten Ausgabe) musste Sarkeesian aus Sicherheitsgründen sogar ihren Wohnsitz verlassen. Ein besorgniserregender Vorfall, der Sarkeesian nur noch mehr bestärken dürfte, in ihrer Videoserie Missstände im Umgang mit Frauenbildern in Videospielen aufzuzeigen. Bisher sind fünf Clips der Reihe ”Tropes vs. Women in Videogames“ erschienen..

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Hitokiri
19. November 2014 2:32

[quote=Tasmanischer Teufel]…ist es nicht eher so das unser Hobby ohne Sexismus genauso spannend ist wie die Sendung “”Germanys Next Topmodel”” mit Frauen aus dem grossen Becken der Bevölkerung? Wenn da nicht Frauen in eine Opferrolle gedrängt werden, wo dann?[/quote]Bitte?? Ich hab NIE verstanden warum GNTM so eine Ausbeutung für junge Mädchen sein soll. Man jetsetet um die ganze Welt, lebt wochenlang in LA in einer riesigen luxuriösen Villa, erlebet haufenweise coole Dinge die man so nie machen würde, und bewegt sich ohnehin in einem Umfeld in dem man als angehendes Model eh sein will. Also so will ich auch ausgebeutet werden![quote=Tasmanischer Teufel

(zum Autor – 40 Jahre alt, Vater einer Tochter, verheiratet und kann virtuelles von realem unterscheiden)

[/quote]Hö?? Was willst du uns damit sagen? Solche persönlichen “”Eckdaten”” haben auch die meisten Vergewaltiger, Mörder und Kinderschänder? Aber auch viele 08/15 Menschen. Das macht dich also weder zu einem besseren noch zu einem schlechteren Menschen. Warum also nennen?

Tasmanischer Teufel
18. November 2014 14:09

Sexismus in der Welt der Spieler.Aja,…ein Thema das die Welt braucht. Schön das wir mal darüber reden! :-)Aber…….ist es nicht eher so das unser Hobby ohne Sexismus genauso spannend ist wie die Sendung “”Germanys Next Topmodel”” mit Frauen aus dem grossen Becken der Bevölkerung? Wenn da nicht Frauen in eine Opferrolle gedrängt werden, wo dann? Aber nein wir unterhalten uns über virtuelle Realitäten viel lieber.Ist es nicht auch so das bereits zur Geburt Sexismus betrieben wird indem man Mädchen in die Rolle einer “”Prinzessin”” drängt und sie dichtballert mit “”Lillifee”” und ähnlichen klischees. Natürlich alle in Rosa (kotz).Was ich hier nicht verstehe ist das bei all der Lächerlichkeit und offenen Sexismus in unserer westlichen REALEN Welt sich diese scheinbar selbstdarstellende Dame nur über Sexismus bei “”Spielern”” beschwert. Die anderen, bei weitem noch wenige, Beispiele interessieren erstmal nicht.Ich will Sexismus in Spielen weil es in der Realität auch so ist!!!(zum Autor – 40 Jahre alt, Vater einer Tochter, verheiratet und kann virtuelles von realem unterscheiden)

Ronyn
18. November 2014 10:55

ameisenmann hat hier den besten Kommentar den ich nicht gelesen habe.(Deswegen auch nicht wörtlich zitiert)

Hitokiri
17. November 2014 19:29

[quote]Es liegt an den Entwicklern und Herstellern, eine Wende herbeizuführen und für variantenreichere Charaktere und Geschichten zu sorgen. Schon allein, um ihre Kunden nicht zu verprellen, wenn sie älter werden und sich kritisch mit ihrem Hobby auseinandersetzen.[/quote] So ein Unsinn!? Warum soll die Videospielindustrie plötzlich gesellschaftliche Wendungen herbeiführen bzw. einfach sich politisch einmischen? Es stört mich ohnehin wenn dies bewusst oder unbewusst bereits jetzt schon statt findet. Warum müssen im Weltkriegsshooter die Bösen die Deutschen und Japaner sein? Im Wüstensand alle Araber usw. Die Antwort, weil Amis diese Spiele produzieren. Das ist genauso eine Gehirnwäsche wie sie mit diesem dümmlichen Gender-Mainstream Gedanken durchgeführt wird. Jaja, wir sind alles gleich. Alle Videospieler und Videospielerinnen sind genauso berechtigt auf Gegner und Gegnerinnen zu schießen im neuesten Ballerspiel. Genauso MUSS es Helden und Heldinnen gäben die den Schurken und Schurkinnen einheizen. … Ich denke es ist klar worauf in hinaus will. Andererseits kann ich auch solche Spinner nicht verstehen, die dieser Feministen Morddrohungen aussprechen? Was für ein jämmerlich kleines Ego muss man haben um sich von Meinungsäußerungen einer Frau so bedroht zu fühlen?!Und ganz ehrlich, wer will den bitte eine “”Nicht””-sexy Famme-Fatal in einem Spiel spielen? Es sei den, der Charakter erlebt während seines Abenteuers eine starke Wandlung. Umgekehrt sind mir jetzt auch nicht sooo viele häßliche, fettleibige männliche Hauptcharaktäre in einem Spiel bekannt, dass keine Parodie sein soll. Also macht euch mal locker Mädels 😉 (Damit sind alle Geschlechter gemeint!)

ameisenmann
15. November 2014 19:50

Ohne alle übrigen Kommentare zu lesen (interessieren mich auch nicht) kann ich nur sagen, dass Quiet die geilste virtuelle Frau ist, die ich je in einem Game gesehen habe!Und hier das beste Cosplaycomment imageMan beachte wie originalgetreu die Strumpfhose zerrissen ist! 🙂

Ronyn
12. November 2014 8:41

[quote=bitt0r]in keinem rambo-film hat rambo sex. in keinem![/quote]Hier wird noch aufgeklärt!Alle anderen führen Mittagspausendisskusionen.Mama und Papa als mein Ideal zu hinterfragen, hat noch keiner gewagt.

ChrisKong
11. November 2014 19:56

Ja und gerade auch bei Beyond Good and Evil glaube ich auch nicht, dass ein männlicher Charakter besser funktioniert hätte, zwecks Abverkäufen. Perfect Dark, der geistige Nachfolger wurde auch ausgiebig gespielt, dass es eine Frau war hatte glaube ich niemanden davon abgehalten, sowie ich auch nicht glaube, dass es deswegen mehr Leute gespielt haben.Wichtiger finde ich eine Geschlechterwahl bei Spielen, wos eben mit reinspielt. Sehr gut wäre gewesen, hätte man Telltales TWD mit einer weiblichen Person spielen können, Entscheidungen wären anders gewesen oder auch nicht, das hätte seinen ganz eigenen Reiz gehabt in dem Spiel. (jaja, bei Teil 2 steuert man die Kleine, geht mir mehr um eben einen direkten Vergleich ziehen zu können, denn gerade ein Spiel wie TWD lebt ja stark von der Charakterisierung der Personen.

captain carot
11. November 2014 19:51

Mirrors Edge war kein Riesenerfolg, aber bei weitem auch kein Flop. Wenn man bedenkt, dass es auch relativ speziell war ist irgendwo auch fraglich, ob es sich mit männlichem Helden besser verkauft hätte.Bei Enslaved spielt man selber Monk, durchaus ein Muskelpaket. Das war wohl eher ganz allgemein zu speziell und eigenwillig.Bliebe von den genannten Titeln noch Beyond Good & Evil.

WadeHade
11. November 2014 17:57

[quote=Walldorf]

ChrisKong schrieb:

Die kommerziellen Misserfolge würde ich aber nicht an den weiblichen Charakteren festmachen. Das sehe ich jetzt nicht so ganz.

Die Frauen in diesen Spielen waren aber schon anders als Lara Croft, der man(n) gerne auf den Hintern schaut.

[/quote]Tja, da siehst du was die falsch gemacht haben. 😉

Walldorf
11. November 2014 17:46

[quote=ChrisKong]

Die kommerziellen Misserfolge würde ich aber nicht an den weiblichen Charakteren festmachen. Das sehe ich jetzt nicht so ganz.

[/quote]Die Frauen in diesen Spielen waren aber schon anders als Lara Croft, der man(n) gerne auf den Hintern schaut.

ChrisKong
11. November 2014 17:12

[quote=WadeHade] Will Sagen: Videospiele sind auch nicht sexistischer als die Welt um sie herum.[/quote]Dem kann man absolut zustimmen.

WadeHade
11. November 2014 17:13

[quote=Walldorf]

WadeHade schrieb:

Was ich im Grunde damit sagen möchte ist das ein Medium allein, wie Videospiele, keine allzu große Vorreiterrolle einehmen kann um Gesellschaftliche Veränderungen einzuleiten. Versucht man es dennoch, produziert man am Markt vorbei.

Ich glaube schon, dass der Markt mittlerweile Spiele mit einem anderen Frauenbild akzeptiert. Aber genau wie Hollywood geht die Spielebranche gerne den risikolosesten Weg und das bedeutet alles beim Alten zu lassen. Und kommerzielle Flops wie Beyond Good&Evil, Enslaved und Mirror’s Edge haben bestimmt auch einige fortschrittliche Producer verschreckt.

[/quote]Und Tomb Raider? Nein, Spiele mit Frauen als Heldinnen wird es immer wieder geben, aber es ist absurd 50/50 zu verlangen, wenn es letzlich größtenteils Männer sind die diese Spiele spielen (und Männer sind die diese Spiele erschaffen). Was die Darstellung von Frauen allgemein in Videospielen angeht, bewegt man sich denke ich immer noch innerhalb des gesellschaftlichen Rahmens. Will sagen: Videospiele sind auch nicht sexistischer als die Welt um sie herum.

ChrisKong
11. November 2014 16:34

Die kommerziellen Misserfolge würde ich aber nicht an den weiblichen Charakteren festmachen. Das sehe ich jetzt nicht so ganz.

Walldorf
11. November 2014 15:54

[quote=WadeHade]

Was ich im Grunde damit sagen möchte ist das ein Medium allein, wie Videospiele, keine allzu große Vorreiterrolle einehmen kann um Gesellschaftliche Veränderungen einzuleiten. Versucht man es dennoch, produziert man am Markt vorbei.

[/quote]Ich glaube schon, dass der Markt mittlerweile Spiele mit einem anderen Frauenbild akzeptiert. Aber genau wie Hollywood geht die Spielebranche gerne den risikolosesten Weg und das bedeutet alles beim Alten zu lassen. Und kommerzielle Flops wie Beyond Good&Evil, Enslaved und Mirror’s Edge haben bestimmt auch einige fortschrittliche Producer verschreckt.

ChrisKong
11. November 2014 13:35

[quote=WadeHade]

captain carot schrieb:

:
Wie vielist denn am Markt vorbei? Gerade bei der jüngeren Generation?

Siehe meine Beispiele. Ein aktuellerer Bond-Film hätte in den frühen 60ern, wo das Frauenbild ein anderes war, wo aber auch der Kalte Krieg wütete, wenig Aussicht auf Erfolg. Und Halle Berry als weibliche und SCHWARZE Heldin hätte wohl in den USA zu jener Zeit für reichlich Rabbatz gesorgt, Tote nicht ausgeschlossen. Ist ein Extrembeispiel, dient nur zur Verdeutlichung. Aber Unternehmen sind (meist) vorsichtig und müssen es auch sein wenn ihnen ihr Überlegen/Profit lieb(er) ist. D.h. sie werden auf Nummer Sicher gehen und der Gesellschaftlichen Entwicklung hinterher laufen.

Quote:

Ich hab mich die letzte Zeit noch mal intensiver mit Marvel Comics beschäftigt. Ein gewisses Maß an Gleichberechtigung und eine Reihe starker Frauenrollen ist da ja wirklich schon ein alter Hut, auch abseits der eigentlichen Heldenfiguren.
Damit aber nicht genug, das Marvel Universum, gerade das ‘Hauptuniversum’ hat schon seit längerem schwule, lesbische oder auch bisexuelle Helden und Schurken, gar nicht mal so wenige.
Der Treppenwitz dabei ist eigentlich, dass ein Char da auch nicht mit ‘ich bin schwul und das ist gut so’ Attitüde rumrennt sondern halt einfach schwul, lesbisch… ist.
Besonders lustig, weil man Comics allzu gern Klischeehaftigkeit unterstellt.

Ja gut, aber seit wann ist das so? Bevor es zumindest in den liberalen Teilen der Gesellschaft akzeptiert war wohl kaum.

[/quote]Da scheint einer von Bondfilmen nicht viel Ahnung zu haben, was?Sicher waren genügend davon Betthäschen, aber schon das erste Bond Girl in Dr. No war durchaus wehrhaft und kein Püppchen. In Feuerball stellte eine Dame sogar eine ernste Bedrohung dar, sie erlag auch nicht dem Charme Bonds.Honor Blackman tat das am Ende dann zwar, aber auch sie war durchaus nicht als Bond Accessoire zu betrachten. Gab noch genug weitere Damen, die nicht nur im Bett sehr aktiv waren oder es gar nicht waren. Also ist es keineswegs so, dass Halle Berry da spezieller wäre als andere. Tiple X, Mayday (letztere durfte gar den Heldentod sterben), etc. waren gar nicht so eindimensional, wie immer getan wird.Das Kino tat sich mit starken Frauen eigentlich nicht wirklich schwer zu der Zeit. Allerdings wars deutlich schwerer, einen Film, der den Fokus nur auf Frauen legt, durchzubringen. Das Problem ist heute noch der Fall, in div. Genres sind sie untervertreten. Auch wenns jüngst doch einen ordentlichen Output an Actionfilmen gab mit weiblichem Hauptcast, so z.B. Lucy, Salt, Haywire, Colombiana, Wer ist Hannah, Kill Bill.

Ziep
11. November 2014 12:29

Schätze mal, es werden sich dann mehr Frauen in der Branche durchsetzen müssen und ihre eigenen Projekte verwirklichen, was arg schwer wird. Ist alles schliesslich ein Produkt dessen, was bisher zu dieser Situation geführt hat. Und so wie es im Moment ist, zieht ne Frau als Sexobjekt halt. Wenn dieses Konzept mal nicht mehr zieht, mache ich mir allerdings Sorgen darüber, ob wir Menschen noch so ticken wie wir es gewohnt sind.

ghostdog83
11. November 2014 11:21

Mal was am Rande (ein Netzfundstück am frühen Morgen gewesen) – der Künstler Scott Park hat eine Illustration erstellt, welche bekannte seiner Meinung nach starke Frauenfiguren, Heldinnen, aus Film & Fernsehen zeigen soll. http://scottparkillustration.tumblr.com/image/101772131990

Kiskeru
10. November 2014 17:01

Ich muss ja sagen, dass ich es irgendwo lustig finde, dass hier primär Männer darüber diskutieren obs für Frauen ein Problem ist bzw. Dass hier Männer erklären warum es für Frauen kein Problem sein sollte.Ich kann nur sagen, dass meine Frau regelmäßig genervt ist wenn ein Spiel ihr die geschlechterwahl verweigert. Sie will keine Frauen daten. Das selbe macht ihr z.b auch persona 4 kaputt.Es geht ja auch nicht darum, dass jede Spiel jetzt immer ne Wahl haben sollte aber oft ist’s irgendwo stark einseitig.Es fängt schon damit an, dass ihr dadurch Spiele wie harvest moon snes/ps1 nicht gefällt, da man dort nur frauen

MontyRunner
10. November 2014 16:54

Yup, “”Art immitates life.”” Und: “”Art stimulates life””.

WadeHade
10. November 2014 16:39

[quote=MontyRunner]Stimmt, aber man kann auch in Videospielen zumindest kleine Akzente setzen und die Kultur so mitformen. Das passiert z. B. in Mass Effect 3, in dem Homosexualität was ganz Normales ist; da beweint ein durchtrainierter Soldat seinen verstorbenen Ehemann; großartig![/quote]Naja ich möchte das nicht kleinreden, aber in Zeiten wo Homosexualität immerhin normal genug ist das sich auch Politiker outen ist sowas wie in Mass Effect nichts wegbereitendes, sondern wieder nur hinterhergedackel, Gesamtgesellschaftlich gesehen (was ich nicht verurteile, sondern nur feststelle).Wie heißt es so schön: Art immitates life.

MontyRunner
10. November 2014 16:31

[quote=WadeHade]Was ich im Grunde damit sagen möchte ist das ein Medium allein, wie Videospiele, keine allzu große Vorreiterrolle einehmen kann um Gesellschaftliche Veränderungen einzuleiten. Versucht man es dennoch, produziert man am Markt vorbei.[/quote]Stimmt, aber man kann auch in Videospielen zumindest kleine Akzente setzen und die Kultur so mitformen. Das passiert z. B. in Mass Effect 3, in dem Homosexualität was ganz Normales ist; da beweint ein durchtrainierter Soldat seinen verstorbenen Ehemann; großartig!

WadeHade
10. November 2014 16:31

[quote=captain carot]

:
Wie vielist denn am Markt vorbei? Gerade bei der jüngeren Generation?

[/quote]Siehe meine Beispiele. Ein aktuellerer Bond-Film hätte in den frühen 60ern, wo das Frauenbild ein anderes war, wo aber auch der Kalte Krieg wütete, wenig Aussicht auf Erfolg. Und Halle Berry als weibliche und SCHWARZE Heldin hätte wohl in den USA zu jener Zeit für reichlich Rabbatz gesorgt, Tote nicht ausgeschlossen. Ist ein Extrembeispiel, dient nur zur Verdeutlichung. Aber Unternehmen sind (meist) vorsichtig und müssen es auch sein wenn ihnen ihr Überlegen/Profit lieb(er) ist. D.h. sie werden auf Nummer Sicher gehen und der Gesellschaftlichen Entwicklung hinterher laufen.[quote]

Ich hab mich die letzte Zeit noch mal intensiver mit Marvel Comics beschäftigt. Ein gewisses Maß an Gleichberechtigung und eine Reihe starker Frauenrollen ist da ja wirklich schon ein alter Hut, auch abseits der eigentlichen Heldenfiguren.
Damit aber nicht genug, das Marvel Universum, gerade das ‘Hauptuniversum’ hat schon seit längerem schwule, lesbische oder auch bisexuelle Helden und Schurken, gar nicht mal so wenige.
Der Treppenwitz dabei ist eigentlich, dass ein Char da auch nicht mit ‘ich bin schwul und das ist gut so’ Attitüde rumrennt sondern halt einfach schwul, lesbisch… ist.
Besonders lustig, weil man Comics allzu gern Klischeehaftigkeit unterstellt.

[/quote]Ja gut, aber seit wann ist das so? Bevor es zumindest in den liberalen Teilen der Gesellschaft akzeptiert war wohl kaum.

ghostdog83
10. November 2014 17:15

[quote=Wholock] Kinder solten von Anfang an darüber aufgeklärt werden wie Falsch Frauen/Männer in allen Medien meist dargestellt sind. [/quote]Auf jeden Fall und nicht so verantwortungslos wie hier dargestellt: [imgcomment image[/img]

Ravingrabbid
10. November 2014 16:11

@SeskaEben. Alles übermäßig sexualisierte, ideale Rollenbilder.

captain carot
10. November 2014 16:09

:Wie vielist denn am Markt vorbei? Gerade bei der jüngeren Generation?Ich hab mich die letzte Zeit noch mal intensiver mit Marvel Comics beschäftigt. Ein gewisses Maß an Gleichberechtigung und eine Reihe starker Frauenrollen ist da ja wirklich sc

Seska1973
10. November 2014 16:04

[quote=Ravingrabbid]

Ach, übrigens. Während hier über Sexismus, Gleichberichtigung etc. diskutieren, kam ein Spezi bei Ferrero vor einiger Zeit auf die Idee ein Ü-Ei für Mädels zu entwickeln. Oder was ist mit Barbie? He-Man….oder mit….

[/quote]Barbie = KenHe-Man = She-ra

Ravingrabbid
10. November 2014 15:56

Ich bin der Meinung, dass die Auslegung reiligiöser Ansätze, frei nach dem Willen der Kirche, einen nicht unerheblichen Teil an der Degradierung der Frau innerhalb einer Gesellschaft hat.Da hat alles mit der Adam-Eva Geschichte schon seinen Anfang genommen. Sündenfall? Vertreibung aus dem Paradies? Alles Evas Schuld. Eine Frau, klar…wer sonst?Auch paradox. In vielen kulturellen Kreisen, ist die Frau weniger wert als der Mann. Die Figur der Mutter aber heilig. Total wiedersinnig, aber leider gängige Praxis.Dabei hat die Frau zu früheren Zeiten, auch im Islam, mal einen sehr hohen Stellenwert gehabt. Betrachtet man das Verhalten aber heute, welches ja angeblich auf religiösen Werten beruht (Pffttt…),sieht die Sache aber ganz anders aus.Dass diese Ansichten aus heutiger Sicht antiquiert sein dürften, steht dabei außer Frage, aber wir würden ja nicht darüber diskutieren, wenn es das Problem nicht gäbe.Von der Rolle aber einmal abgesehen, seh ich es aber ähnlich wie andere hier. Die Baustelle hat zwei Seiten. Und beide müssen bearbeitet werden, um auch mal was zu erreichen.Ach, übrigens. Während hier über Sexismus, Gleichberichtigung etc. diskutieren, kam ein Spezi bei Ferrero vor einiger Zeit auf die Idee ein Ü-Ei für Mädels zu entwickeln. Oder was ist mit Barbie? He-Man….oder mit….

WadeHade
10. November 2014 15:51

[quote=captain carot]

Definitiv ist Sexualisierung und Klischeeisierung allgemein ein Problem. Die wird nach wie vor in so ziemlich allen Medien vorgelebt. Germanys next Crap Model richtet sich ja auch klar daran, setzt Frauen auch möglichst in Szene.
Von Werbung mal ganz zu schweigen.

Also alles nix, wo Spiele als einziges dran zu arbeiten hätten. Sie stellen aber einen Teil der modernen Medienlandschaft dar.

[/quote]Richtig, aber Videospiele sind nicht losgelöst von anderen Medien und Medien allgemein sind nicht losgelöst von der Gesellschaft. Soll heißen: Videospiele und andere Medien werden sich nur zusammen mit der Gesellschaft verändern, wenn auch immer zeitlich versetzt. Beispiel: Wenn Russland in 30 Jahren der EU beitritt und politisch ein genauso enger “”Verbündeter”” wird wie die USA Heute (bzw. vor der NSA-Affäre), dann werden Filme und Spiele die Russland als Feindbild haben in Europa nicht gerade hochkonjunktur haben. Anderes Beispiel: James Bond. Früher waren Bond-Girls wenig mehr als Betthässchen, aber spätestens seit Halle Berry hat sich das doch merklich geändert (zumindest relativ gesehen). Allerdings geschah das auch erst Jahre nach dem der Feminismus angefangen hat die Gesellschaft umzukrempeln.Was ich im Grunde damit sagen möchte ist das ein Medium allein, wie Videospiele, keine allzu große Vorreiterrolle einehmen kann um Gesellschaftliche Veränderungen einzuleiten. Versucht man es dennoch, produziert man am Markt vorbei.

10. November 2014 15:34

eure Beiträge zu lesen ist nen Fest! so gut unterhalten wurde ich lang nichtmehr!

captain carot
10. November 2014 15:24

[quote=Zetsubouda]

Vorweg: Ich werde es diesmal bei einem Post belassen, unabhängig von Rückfragen.
Zu idiotischen Radikalen, die sich in ihrer Freiheit bedroht sehen, sowie Feminazis (ich mag dieses Wort irgendwie…auf sarkastische Weise) wurde in den News zu AC: Unity alles gesagt.
Darum nur kurze Fragen, die sich vor allem Feministen und vermeintliche Streiter für Gleichberechtigung stellen sollten.

Wie groß ist der Anteil der männlichen Autoren/Drehbuchschreiber für Filme, Spiele, etc
im Vergleich zu deren weiblichen Pendant?
Wie wahrscheinlich ist es, dass Männer sich in die Rolle einer HeldIN hineinversetzen können und der Sachverhalt passend rüberkommt, ohne dabei irgendwo lächerlich zu wirken?
Wie viele weibliche Fachkräfte in leitenden Positionen (sprich: Producer, Director, den ganzen Käse) gibt es im Gegensatz zu Männern und welchen Grad von Interesse haben Frauen überhaupt, sich in diesem Industriezweig an die Spitze zu arbeiten?
Natürlich bleiben viele Bereiche eine Aufarbeitung der geschlechtlichen Trennung bzw. Reduzierung von Klischees schuldig, aber wie steht es um das Interesse der Kunden?
Verfügt beispielsweise der Frauenfußball über die gleiche Anziehungskraft wie die Bundesliga, wenn man mal zusätzliche Programmierarbeiten (mehr Bälle) außer Acht lässt?
Könnte sich Software, die sich gezielt an die weibliche Spielerschaft richtet, besser als oder zumindest gleich gut verkaufen wie ihr Gegenstück?

[/quote]Das ist so mit das dämlichste, was ich in diesem Zusammenhang gelesen hab. Mir würden auf Anhieb u.a. massig Romane einfallen, in denen Frau einen glaubwürdigen, männlichen Protagonisten und Mann einen glaubwürdigen, weiblichen Protagonisten schreibt.Ebenso gab es in den vergangenen Jahren einige prominente Spieleentwicklerinnen, Spielekomponistinnen, Leadwriterinnen…[quote=SxyxS]Bedenkt man zudem dass der ganze Gender Unsinn längst wiederlegt wurde u nur durch massivst Ignoranz geschlechtsspezifische Entwicklungen bei den allermeisten Spezies klare weibchen/männchenRollen ausgearbeitet haben(auch wenn es einigen Fantikern nicht passt)steht die Videospielebranche gar nicht so schlecht dar.[/quote]Bei den allermeisten Spezies sind Geschlechterrollen im allerbesten Fall auf die Fortpflanzung beschränkt. ^^Bei Säugetieren und Vögeln, also gerade den Arten mit ausgeprägter Brutpflege, gibt es alleine aus Gründen der Brutpflege tatsächlich oft eine Rollenverteilung. Wobei die Natur da nicht zwingend in Klischees zu denken scheint, siehe etwa Königs- und Kaiserpinguine.Was Menschen angeht, es gibt gewisse Tendenzen, allerdings alleine innerhalb der beiden GEschlechter schon enorme Streuung. Ebenso gibt es nachweislich eine sehr starke Prägung auf Rollenbilder, wenn man die mal etwas zurückfährt zeigt sich das ebenso nachweislich in der Entwicklung.Das ‘in Saudi Arabien/Klein Timbuktistan wird aber blah’ Totschlagargument liebe ich übrigens.In China is mit Demokratie und Menschenrechten ja auch nich so. Lasst uns doch erstmal Missstände dort beseitigen, sonst brauchen wir über die Lage von Asylanten hier gar nicht erst reden.Falsch. Es gibt IMMER irgendwo schlimmere Probleme. Das heißt aber eben nicht, dass man nicht an Kleinigkeiten arbeiten sollte.Definitiv ist Sexualisierung und Klischeeisierung allgemein ein Problem. Die wird nach wie vor in so ziemlich allen Medien vorgelebt. Germanys next Crap Model richtet sich ja auch klar daran, setzt Frauen auch möglichst in Szene.Von Werbung mal ganz zu schweigen.Also alles nix, wo Spiele als einziges dran zu arbeiten hätten. Sie stellen aber einen Teil der modernen Medienlandschaft dar.