Destiny – Bungies spricht über die Bewertungsprobleme bei Online-Spielen

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Pete Parsons, COO bei Bungie, hat mit GamesIndustry über die Probleme bei der Bewertung von Spielen wie Destiny gesprochen. Hierbei bezog er sich hauptsächlich auf MMOs und Titel, die von einer massiven Online-Komponente Gebrauch machen.

Zunächst stellt Parsons fest, dass viele Spieler, die Destiny seinerzeit kritisch gegenüberstanden, den Titel heute noch spielen. Trotzdem sei es doch eigentlich unmöglich, einen solchen Titel nach neun oder elf Stunden wirklich adäquat zu beurteilen. Man habe dann höchstens PvP-Gefechte umfassend gespielt und Teile der Kampagne gesehen. An das Meistern aller Möglichkeiten sei gar nicht zu denken.

Es wird tatsächlich interessant zu sehen, wie künftig mit solchen Titeln umgegangen wird. Ubisoft beschreitet jetzt mit The Crew den gleichen Weg wie Activision und lässt keine Tests vor dem eigentlichen Release (im Fall The Crew: 2. Dezember) zu – nicht zuletzt, weil es bis kurz davor auch keine richtige Testmöglichkeit gibt.

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Kiskeru
28. November 2014 17:59

das stimmt schon. wenn man mit ner guten gruppe (wir hatten zu 6 angefangen) braucht man beim effektiven spielen schon seine 30-40 stunden bis man den raid auf hard hat. das ganze equip erfarmed und levelt sich ja nicht von alleine ab 20.aus der gruppe war ich der zweite der vom spielablauf gelangweilt war. drei sind bei 150+ unterwegs.das spiel macht spaß. das ist für mich wie d3 aufm pc als es erschienen ist. es hat bis inferno wirklich spaß gemacht und danach hat jeder das spiel fertig gemacht obwohl er es davor 60+ stunden gespielt hat.mehr als 80 würde ich dem spiel trotzdem nicht geben.

Cheeky Cherry
28. November 2014 17:13

@AfroWer bei Destiny nach 11 Stunden alles gesehen hat, hat ein Videozusammenschnitt gesehen oder heißt Chuck Norris.

AfroBlast
28. November 2014 11:24

[quote=APT]

AfroBlast schrieb:

“”Trotzdem sei es doch eigentlich unmöglich, einen solchen Titel nach neun oder elf Stunden wirklich adäquat zu beurteilen. “”

Fakt ist, dass das bei Destiny nach dieser Zeit möglich war. Wer elf Stunden gespielt hat, hat das meiste erlebt, was das Spiel zu bieten hat. Da gibt’s nichts schönzureden. Das Spiel hat nicht einmal annähernd die Tiefe, die sich Herr Parsons wünscht.

Sorry, nein!

[/quote]Doch! Gegenargument? Nein.

Kiskeru
28. November 2014 10:13

[quote=D00M82]

Gillian Seed schrieb:

Warum klappt es dann, andere spiele die ihr potential “”online”” erst richtig entfalten, korrekt zu bewerten?

Siehe Diablo 3

Was ist denn rein objektiv an Diablo so viel besser?
Man spielt dort immer nur den Himmel und farmt Items.
Im Grunde ist das noch weniger Content als bei Destiny.
Es gibt halt nur mehr Random Items.
Diablo hat halt diesen Kultstatus und ich spiele das auch gerne.
Man kann aber nicht Diablo supi finden und bei Destiny die Dinge kritisieren, die das Spiel ausmachen.

[/quote]ich habe bei destiny den raid auf schwer gemacht. hab es also lange genug gespielt.destiny hat viele probleme. die klassen sind nicht wirklich unterschiedlich. die waffenvielfalt ist ein witz. die story ist ein witz ( ist aber bei der art von spiel noch am ehesten verkraftbar). so ziemlich alles ist in diesem spiel abusebar. es gibt keinen strike wo man nicht das eine oder andere ohne risiko schaffen kann und den entwicklern ists völlig egal.was machst du in destiny wenn du level 30 wirst? eisenbanner? wofür? was machst du wenn du die vex hast? Das einzige was für destiny spricht ist die tatsache, dass man da was mit seinen freunden zusammen macht. Da ist aber leider so ziemlich jedes andere mmo besser.

Insanity
28. November 2014 9:23

Vielleicht will er auch einfach damit sagen, dass Destiny aktuell noch nicht das ist, was die Leute bewerten sollen, sondern das man eher das “”Gesamtprojekt”” retrospektiv beurteilen sollte. Das ist natürlich gewagt, weil man ja eben auch nicht retrospektiv bezahlt. Ich denke, die Spielmechanik und die Gewissheit, ob das Spiel subjektiv (Tests sind immer subjektiv!) gefällt, kann man durchaus nach 10 Stunden auf den Prüfstand stellen.

Gillian Seed
28. November 2014 8:08

@DoomEs ging mir nicht darum ob Diablo 3 besser oder schlechter ist sondern darum das es rein bewertungstechnisch nie irgendeine kritische stimme gab die sagt: “”Das kann man nach 10 std spielen gar nicht bewerten””Im grundegenommen sind ja beides “”Itemgri

HASaldi404
28. November 2014 6:38

Wieder mal ein Grund, keine Spiele direkt zu Release zu kaufen. Wie ein gutes Steak einfach mal eine Weile reifen lassen und dann später mehr Spaß damit haben.

Seska1973
28. November 2014 6:17

Ach ja, ich sage nur FF13-1. Erstmal nur Schlauch Levels, und fast ganz am Schluss so was wie eine Open World Illusion. Ausserdem, was machen die Spieler die schon alles gemeistert haben, die meisten raids gelegt haben? Wenn kein Content nachkommt, langweilig sich ein Hardcore genauso wie ein Casual PlayerWo bei der Hardcore schneller ans Limit kommt””Was stellt ihr euch so an, ihr versteht unser Spiel nur nicht!””. Tja, sind die Spieler nur Doof oder haben die Entwickler am Spieler vorbei entwickelt? Da kann ich noch ein Spiel in die Liste bringen

D00M82
27. November 2014 23:09

[quote=Gillian Seed]

Warum klappt es dann, andere spiele die ihr potential “”online”” erst richtig entfalten, korrekt zu bewerten?

Siehe Diablo 3

[/quote]Was ist denn rein objektiv an Diablo so viel besser?Man spielt dort immer nur den Himmel und farmt Items.Im Grunde ist das noch weniger Content als bei Destiny.Es gibt halt nur mehr Random Items.Diablo hat halt diesen Kultstatus und ich spiele das auch gerne.Man kann aber nicht Diablo supi finden und bei Destiny die Dinge kritisieren, die das Spiel ausmachen.

chief wiggum
27. November 2014 21:38

“”Man habe dann höchstens PvP-Gefechte umfassend gespielt und Teile der Kampagne gesehen. An das Meistern aller Möglichkeiten sei gar nicht zu denken.””Das Meistern aller Möglichkeiten ist doch gar nicht notwendig um einen Eindruck des Spiels zu bekommen. Wenn man so eine Bewertung verfasst, dann hat man das doch im Hinterkopf. Ich glaube eher, dass sich da jemand rechtfertigen will mit dem größten Budget der Geschichte unter den Erwartungen geblieben zu sein. Ist ja nicht schlimm, aber dann zu behaupten die anderen seien nicht in der Lage die Großartigkeit zu erkennen ist arm. So argumentieren ja auch andere hier auf dieser Seite.

WPC Darth Vader
27. November 2014 18:35

Da hat der Herr Parsons aber unrecht, das Spiel bietet nur Content für ca 15 Stunden, danach zieht sich das Spiel nur mehr dank RNG und Limitierung des Raids auf einmal pro Woche bzw Character

ChrisKong
27. November 2014 17:53

Weils ne faule Ausrede ist. Also nach 10 Spielstunden sollte man schon mal gemerkt haben, ob man damit was anfangen kann. Nix damit anfangen können heisst noch lange nicht, dass es nicht gut ist. Destiny spricht sicher nicht alle Spieler an. Also sollten Spieler es bewerten, die sich bei sowas heimisch fühlen. Einziger Haken dabei, dass es sicher genug solche gibt, denen ein Mindestmass an objektiver Beurteilung abgeht.

Gillian Seed
27. November 2014 16:01

Warum klappt es dann, andere spiele die ihr potential “”online”” erst richtig entfalten, korrekt zu bewerten?Siehe Diablo 3

APT
APT
27. November 2014 15:35

[quote=AfroBlast]

“”Trotzdem sei es doch eigentlich unmöglich, einen solchen Titel nach neun oder elf Stunden wirklich adäquat zu beurteilen. “”

Fakt ist, dass das bei Destiny nach dieser Zeit möglich war. Wer elf Stunden gespielt hat, hat das meiste erlebt, was das Spiel zu bieten hat. Da gibt’s nichts schönzureden. Das Spiel hat nicht einmal annähernd die Tiefe, die sich Herr Parsons wünscht.

[/quote]Sorry, nein!

AfroBlast
27. November 2014 15:22

“”Trotzdem sei es doch eigentlich unmöglich, einen solchen Titel nach neun oder elf Stunden wirklich adäquat zu beurteilen. “”Fakt ist, dass das bei Destiny nach dieser Zeit möglich war. Wer elf Stunden gespielt hat, hat das meiste erlebt, was das Spiel zu bieten hat. Da gibt’s nichts schönzureden. Das Spiel hat nicht einmal annähernd die Tiefe, die sich Herr Parsons wünscht.

D00M82
27. November 2014 15:06

Natürlich hat er recht!Es gibt halt Leute die spielen dann solo die Story durch und bewerten das Spiel dann schlecht.Das sie aber das ganze kommende Potential verschenken, verstehen diese “”Meckerer”” gar nicht.Aber das Thema hatten wir ja auch schon oft.

bitt0r
27. November 2014 15:01

am besten finde ich noch das bereitstellen einer trialfassung bzw demo. so wie es activision mit destiny jetzt 2 monate nach erscheinen getan hat.nur wird man sowas wohl nie bei release bekommen weil die publisher befürchten, dass ihnen so verkäufe entgehen.

ghostdog83
27. November 2014 14:29

Driveclub hat gezeigt, wie groß das Gefälle zwischen einer eingeschränkten Testsituation (Spielerzahl) und der tatsächlichen Praxis bei Erscheinen sein kann. Der Test spiegelt dann nicht das wieder, was der Kunde selbst erlebt. Gleichzeitig ist man es gewohnt, einen Test zeitnah bei Erscheinen zu erhalten. Entweder ändern die Hersteller die Testbedingungen, indem sie ein entsprechendes Umfeld schaffen, das dem bei Erscheinen näherkommt oder aber man muss sich als Spieler auf die Early Adopters verlassen, welche als Spielerbasis für den Test nach Erscheinen dienen werden.

bitt0r
27. November 2014 14:19

einerseits hat er schon recht.andererseits ist es aber auch so das wohl viele leute eben nicht die zeit (und wohl auch lust) haben zunächst erstmal neun oder elf stunden spielzeit zu investieren um herauszufinden, was das spiel sonst noch so zu bieten hat und es ihnen evtl. doch noch spass machen könnte.