Ed Fries

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Er gilt als einer der “Väter” der Xbox: Ed Fries hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Microsoft ins Konsolengeschäft eingestiegen ist.

Die Xbox startet vor mehr als einem Jahrzehnt – und in dieser Zeit hat sich einiges auf dem Markt geändert, erklärte er gegenüber GameInformer – Beispiel App Store: “Es wird immer schwieriger für die traditionellen Konsolen, die Erfahrungen, die Apple bietet, zu ignorieren”, erklärte er. “Jeder kann für die Plattform entwickeln, die Zertifizierung ist eine relativ billige und schmerzlose Sache.”

Bei den Konsolen sieht das noch anders aus: “Aber jetzt hast du Leute, die Spiele wie Fez entwickeln, aber für dieses kein Update liefern können, weil es zuviel kostet; wäre das das Spiel für iOS erschienen, wäre das kein Problem gewesen – aber weil es für Xbox Live Arcade kam, war es ein Problem”, gab er zu bedenken.

Grund dafür ist seiner Meinung nach, dass die Branche immer noch mit Schrecken an den Videospiel-Crash Mitte der 80er denkt – und deshalb glaubt, wenn man die Entwicklung und Veröffentlichung von Spielen erleichtern würde, wie damals “zuviel Müll auf den Markt” käme.

“Solche Ideen darf es in der nächsten Generation nicht mehr geben”, ermahnte er die Konsolen-Hersteller. “Es gibt sie nicht mehr bei Ouya, und es wird sie nicht mehr geben, wenn Apple ein ähnliches Produkt in diesem Bereich bringt, auf das Konsolen-Hersteller wie Sony, Nintendo und Microsoft reagieren müssen.”

Mit gutem Beispiel geht hier beispielsweise Nintendo voran, die von Indie-Entwicklern keine Gebühren für Patches verlangen wollen (wir berichteten hier). Fries ist inzwischen einer der wichtigsten Berater hinter Ouya, der Android-basiertes Open-Source-Konsole, die via Kickstarter finanziert wurde.

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28. November 2012 17:16

cool patchen in rechnung stellen. das wünsch ich mir für vollpreisspiele.

Oliver Gruener
28. November 2012 15:25

Also mich stört so ein wenig die Abhängigkeit von einem Store. Aber nun gut, jeder Hersteller hat das Recht sein System abzuschließen. Die Offenheit des PCs wo ich mir Software irgendwo von einer Webseite laden kann oder von etlichen beliebigen Portalen hat jedoch große Vorteile, für Verbraucher und Softwareentwickler. Denn nur guter Preis und Service werden erfolgreich sein. Bei einem geschlossenem System kann es dem Kunden egal sein, welchen Zwängen der Entwickler ausgesetzt ist, solange er die Software eh nur aus einer Hand bekommt und sie funktioniert. Der Witz ist ja gerade, das merke ich bei Android, und dort können jeder Zeit Updates eingespielt werden, dass diese Updates oft nicht vernünftig geprüft sind! Viele Programme gehen mit einmal mit einer bestimmten (neueren) Firmware nicht mehr. Viele Programme sind dazu schlecht auf die einzelnen Geräte optimiert. NVidia hat deswegen sogar noch einen eigenen Store, für speziell auf ihre Chips angepasste Geräte (gut, das trifft Konsolen weniger). Und ehrlich, bei dem Chaos im Android Store glaube ich kaum, dass Ouya auch nur den Hauch einer Chance hat. Denn wenn die Hersteller es schon nicht gebacken kriegen ihre normalen Versionen vernünftig anzubieten, dann werden sie entweder gleich gar nicht oder auch oft nur sehr schlampig anpassen! Ich freue mich außerdem schon auf die Leute, die dann ihre Ouya am Full HD TV angestöpselt haben und dann ihr erstes Spiel laden und die Grafiken erscheinen in 480×360 Pixeln oder ähnlichen Scherzen.

Sil3ntChill
28. November 2012 10:49

Auch wenn die Aussage sicherlich mit einem leicht schielenden Blick auf einen Vorzug der Ouya getätigt wurde:Recht hat der Mann.Die Restriktion, die MS den Indie-Entwicklern in der aktuellen Generation aufdrückt sind zuviel des Guten.Dass man seinen “”Marktplatz”” sauber halten will, ist verständlich und auch gerechtfertigt. Aber dass man den Entwicklern die Preisgestaltung ihrer Ware aus der Hand nimmt und ihnen das Patchen “”in Rechnung stellt”” ist nicht nachvollziehbar. Da geht BigN imo auf jeden Fall in die richtige Richtung.