Endzeit für Amalur: 38 Studios unmittelbar vor dem Aus

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Ergänzend zur gestrigen Meldung gibt es neue Informationen zur aktuellen Situation der 38 Studios geben – aber leider keine guten.

So berichtet Kotaku, dass die Entwicklerstudios in Providence  als auch Big Huge Games bereits geschlossen worden seien. Deren Angestellte wussten seit April von der finanziellen Schieflage ihres Arbeitgebers, wurde aber letztlich erst vor vollendete Tatsachen gestellt, als sie nach dem 30. April kein Gehalt mehr ausgezahlt bekamen. Von der Aufhebung ihrer Krankenversicherung sei ihnen bis zuletzt nichts gesagt worden. Angeblich sei es erst rausgekommen, als die schwangere Frau eines Mitarbeiters von ihrem Arzt am 22. Mai darauf hingewiesen worden wurde.

Polygon berichtet ähnliches und Gamasutra liegt sogar ein an die Mitarbeiter gerichtetes Schreiben vor, in dem die Streichungen, nicht aber die Schließungen der Studios, bestätigt werden. Für das Ende von Big Huge Games spricht auch, dass dessen Lead World Designer, Colin Campbell, via Twitter seine Entlassung bestätigte. Weitere entsprechende Tweets hochrangiger Mitarbeiter tauchten in den nachfolgenden Stunden auf, u.a. von Community Manager Charles Dane und CEO Jen MacLean.

Unklarheit herrscht hingegen darüber, ob die Verkaufszahlen von Kingdoms of Amalur: Reckoning nun die Lage verschärft haben oder doch im Rahmen sind. So twitterte nämlich Curt Schilling, Kopf der 38 Studios, dass man die Vorgabe von EA (1,2 Millionen) übertroffen habe, wogegen andere Quellen, wie etwa der Gouverneur von Rhode Island, Lincoln Chafee, sagen, dass ursprünglich drei Millionen gefordert und nicht erreicht wurden. Am Ende goss dann noch Victor Cortis, Environment Artist von Project Copernicus, Öl ins Feuer, indem er im Polycount-Forum schrieb, dass sein Team vom Staat Rhode Island nur belogen worden sei.

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Sauerland ist Schauerland
25. Mai 2012 16:02

Ich habe auch noch keinen Bug in der Vollversion gefunden.Wie ich schon mal erwähnte braucht man den online Pass und die beiden DLCs nicht unbedingt (es sei denn man ist so fasziniert von Amalur wie ich) und kann auch getrost die gebrauchte Version in ein paar Monaten für 20 Euro holen. Wie gesagt, bis jetzt ist es mein Spiel des Jahres und ganz vorne bei meinen PS3 Hits.Die Demo war klasse, gerade dass man in der vorgegebenen Stunde nicht alles schaffen konnte gefiel mir besser als die schlechte Dragons Dogma Demo (toll, zwei Bosse töten und ein Editor).

Asaziel
25. Mai 2012 15:23

@RelaxDas war nur die Demo. Ich hab Kingdoms und ich hatte auch die Demo gespielt. Die ganzen Bugs (die auch mir aufgefallen waren) waren in der Vollversion wieder verschwunden. Mir hat das Teil viel Spaß gemacht.

Walldorf
25. Mai 2012 15:20

Das Studio war viel zu groß, wahrscheinlich wegen diesem blöden MMO. Dass immer noch Investoren meinen damit das große Geld verdienen zu können…Also mir hat die Demo (Xbox 360), obwohl sie technisch nicht sauber war (alter Build), sehr gut gefallen. Fand das Kampfsystem auch wesentlich abwechslungsreicher und dynamischer als bei WoW, hat sich imo nicht wie ein MMO für Singleplayer angefühlt.

Relax
25. Mai 2012 15:18

So als Fußnote:Meine einzige Berührung mit “”Kingdoms of Amalur: Reckoning”” war die Demo (und das nur wegen den Goodies für Mass Effect 3).Abgesehen davon, dass ich die WoW-Spielmechanik für Single Player nicht so sehr mochte, war die Demo extrem verbuggt. So etwas habe ich meinen Lebtag nicht erlebt. …Nachdem ich nun also die Extras erhalten hatte, waren die 2,5 GB schnell wieder von meiner PS3 entfernt.

Sauerland ist Schauerland
25. Mai 2012 15:14

Mal ehrlich, 3 Millionen Einheiten finde ich für ein neues Franchise, in einem altbewährten Genre mit sehr vielen Platzhirschen, von einem neuen Studio, doch sehr sehr naiv, besonders nachdem drei Monate vorher noch Skyrim erschien. Ich glaube da doch eher, dass während der Produktion viel zu viel Geld verschwendet wurde.Rest in peace 38 Studios!

puma
25. Mai 2012 14:10

was geht denn da ab.