Ken Rolston findet Rollenspiele “zu langsam, abstrakt und plump“

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“Trotz der Tatsache, dass Rollenspiele mit tiefen und leidenschaftlichen “Überfällen” in den Mainstream-Markt vorgedrungen sind, merke ich, dass sie [immer noch] zu langsam, abstrakt und plump sind. Reckoning zeigt meinen Hunger nach schnellerer Action und Schlachten-Dramen, sowie das Verlangen nach simpleren, einfach zu nutzenden Schnittstellen. RPGs sind natürlich die tiefste, längste und komplizierteste Form von Videospiel-Unterhaltung…das ist es, was sie herausragend macht. Aber wenn man die Steuerung/das Interface nur ein klein bisschen weniger ungeschickt gestaltet, und die Kämpfe um ein größeres, fetteres, gewaltigeres Maß körperlicher und aufregender darbietet, ergibt das mehr Spaß pro Zeiteinheit.“

Dieses -gewohnt überschwängliche- Statement gab Rolston gegenüber Gamefront (via VG247) ab. Er kennt sich aus im Genre: Schon bei Paper-and-Pencil Rollenspielen wie Paranoia, Warhammer oder Dungeouns & Dragons hatte er seine Hände im Spiel, bei The Elder Scrolls III und IV war er der leitende Designer. Aber natürlich rührte er damit auch kräftig die Werbetrommel für sein im Februar kommendes Werk Kingdoms of Amalur: Reckoning…

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mario34
24. Januar 2012 23:41

alleine seine gottpose auf dem bild sorgt, dafür, dass ich nichts ernst nehmen kann, was er sagt^^

bitt0r
24. Januar 2012 19:26

wen will der da gerade umarmen?

DanJJ
24. Januar 2012 15:52

das kampfsystem ist für mich das wichtigste in einem rpg. Wenn es nicht gefällt, lasse ich mich auch nicht auf eine ach so tolle story ein.Es muss halt einfach alles stimmen.Bei dragon age 2 fand ich das kampfsystem erst besser als bei origins, doch später langweilte es mich schon etwas.

out
out
24. Januar 2012 15:02

Immer hört man nur Action, Action, Action. Man könnte denken alle anderen Aspekte der Spiele wären bereits dermaßen perfektioniert, das da keine Luft mehr nach oben wäre. Dragon Age: Origins fand ich genial, lediglich die Kämpfe waren manchmal etwas unübersichtlich (zumindest die Konsolenversion).Die Demo von Teil 2 fand ich übel.

SxyxS
24. Januar 2012 14:28

Mit Mass Effect 2 hat man doch bereits genau das wonach er verlangt-absolut zu meinem Leidwesen,weil ich eigentlich ein RPG spielen wollte u nicht soviel shooter.Ausserdem bedeutet seine Aussage dass letztendlich alle Spiel irgendwann gleich aussehen wenn er nach irgendwelchen Mathematischen Mustern Spiele entwirft und dabei jede Form von individuallität verloren geht.Ist vermutlich nie auf die Idee gekommen dass RPG””s gerade aufgrund der von ihm genannten “”Schwächen”” gespielt werden.Ist halt ein Ami.

buddy4all
24. Januar 2012 14:03

Ist doch klar, daß er von seinem Produkt momentan restlos überzeugt ist, sonst bräuchte er ja auch nicht mitzuwirken. Und da macht er sich eben für das Action-orientierte Kampfsystem in dem Spiel stark(und nebenbei noch Werbung…).Wahrscheinlich wird er in 5 oder 10 Jahren wieder Bock auf ein richtiges RPG-Schwergewicht haben.Im Musikgeschäft finden zudem auch die meisten Künstler ihre aktuellen Werke als am gelungensten. Steht dann aber der nächste Longplayer vor der Tür, ist natürlich der dann das (augenblickliche) Maß aller Dinge und so weiter und so fort…

captain carot
24. Januar 2012 13:47

Es muss ja nicht ruhig und lansgam sein. Die Action beiSkyrim ist auch nicht ideal. Wobei ich da weniger ein ausgefeiltes Kampfsystem bräuchte als Gegner, mit denen man auch kämpft. Aktuell schlag ich mich mit meinem One Hit Wonder Himmelsschmiedenstahlschwert mit 197 Schaden durch, weil die Kämpfe eh nicht fordern. Beim Rest des Spiels zeigt Skyrim aber sehr gut, wie man das Regelwerk reduziert, versteckt und das Spiel auf wichtige RPG-Elemente fokussiert.Bei Dragon Age stehen die Kämpfe für mich auch nicht im Mittelpunkt sondern die Frage, wie ich eine Situation insgesamt löse.Ein wenig Hoffnung hab ich derzeit, was Mass Effect 3 angeht. Wird der RPG-Part hochgeschraubt auf´s Niveau des Erstlings und die Ballerparts halten oder steigern das Niveau von ME2, dann könnt´s da wirklich aufgehen.P.S.: Mag zwar unfair sein, aber Kingdoms of Armalur werde ich alleine schon wegen des Stils links liegen lassen.

Christian xy
24. Januar 2012 12:46

Die Meinung teil ich ganz und gar nicht!Es gibt mittlerweile so unendlich viele schnelle Aktiongames, da sind mir Spiele mit ruhigen langsamen Vorgehen sehr willkommen.Es kann auch Spaß machen einfach nur durch die Gegend zu laufen und sich an der Spielwelt zu erfreuen.Red Dead Redemtion z.B. ich hab mich auf einen Berg gestellt und hab mir einfach mal den Sonnenaufgang angeschaut und die Aussicht genossen.

N3RDINE
24. Januar 2012 12:43

Ach bla bla bla. Soll er nur meinen. Ich werde dennoch ein Rollenspiel nicht wegen der Kämpfe spielen. In Skyrim langweilt dich schon der 3te Drache. In Dragon Age siehts lächerlich aus. In Dragon Age 2 haben sie es actionreicher versucht, ist aber eher zum Button gemashe geworden. Und trotzdem liebe ich sie alle 😉 Ich weiß jetzt nicht obs an der Demo lag, aber in KoA: Reckoning stockt das Spiel vor jedem Schlag ein bisschen. Und das Schild, dass aus dem nichts auftaucht ist wirklich ein bisschen doof. Und trotzdem hab ich total bock auf das Spiel.Dark Souls ist die große Ausnahme. Es hat für mich das beste Kampfsystem in einem Rollenspiel. Was aber auch unabdingbar ist bei dem Schwierigkeitsgrad. Wenn sie sich wo orientieren wollen, dann bitte hier! 😉

johnny.walker
24. Januar 2012 12:38

Als leidenschaftlicher P&P-Rollenspieler empfinde ich es als Unfug ein Rollenspiel über seinen Actionpart zu definieren. Ich werfe den meisten Computer-RPGs wenn dann eher vor, dass sie zu wenig Rollenspiel bieten!

Next Snake
24. Januar 2012 12:33

Das Problem ist das jeder aus seinen Games gerne ein CoD machen möchte, einfache Formel mehr Aktion gleich mehr Spass.Warum brauchen wir Gamer denn all die Abwechslung verschiedener Genres wenn wir auch in jedem Game ein bisschen mehr ein CoD haben könnten?Verkauft sich doch eh besser und alle anderen Genres sind zu so etwas wie Nischenprodukte verkommen.Kaufen eh nur wenige und ein Teil davon meckert noch über die Behäbigkeit und den fehlenden Stress.

DonCurrywurst
24. Januar 2012 12:23

[quote=Der Käptn]Das Problem dabei für mich: Will ich fette Action, dann spiele ich kein RPG, sondern was Actionreiches, das vllt. ein paar RPG-Elemente hat. Ein RPG spiele ich wegen der Möglichkeiten und eben, um “”meine Rolle zu spielen””.[/quote]Jop, sehe ich genau so.: Ich fand das Kampfsystem in Dragon Age: Origins auch etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach einiger Zeit hatte man es drin. Mir ist so ein Kampfsystem auf jeden Fall lieber als ein unrealistisches Eingehacke auf den Gegner, das auch noch im 0.5 Sekundentakt mit 30kg schweren Waffen geschieht wie im 2ten Teil.Soll natürlich nicht heissen, dass es nicht mehr als genug an dem Kampfsystem zu verbessern gäbe.

Kalas
24. Januar 2012 12:15

Ich gebe dem guten Mann recht, RPGs wie Dragon Age Origins wirken imo wirklich plump und altbacken. Als Beispiel: Mein Krieger soll einen Gegner mit dem Schild umhauen. Nach einiger Zeit läuft er los, stellt sich vor den Gegner und es passiert erst mal nichts. Nach einiger Zeit holt er zum Schildschlag aus. Der wird dann “”ausgewürfelt”” und geht evtl. daneben. Also die ganze Animaton noch einmal *schnarch*

Disco Victim
24. Januar 2012 12:06

DAS Spiel wirkt plump. Kindisches Aussehen, billiges Kampfsystem, schlechte Syncro…. Die Rüstungen sehen aus wie Plastikfaschingskostüme und vom plötzlich erscheinenden Schild bekommt man einen Würgereiz 🙂

captain carot
24. Januar 2012 11:47

Das Problem dabei für mich: Will ich fette Action, dann spiele ich kein RPG, sondern was Actionreiches, das vllt. ein paar RPG-Elemente hat. Ein RPG spiele ich wegen der Möglichkeiten und eben, um “”meine Rolle zu spielen””.Das heißt übrigens nicht, dass das Regelwerk ins unendliche Ausufern muss.