Kojima kritisiert: Japanische Entwickler achten nicht auf den Rest der Welt

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Hideo Kojima spricht, wir lauschen gespannt. Diesmal tat er das in einem Interview mit Eurogamer am Rande der Ausstellung “The Art of Games” in Washington D.C. Der Fokus des Gesprächs lag auf der gegenwärtig angespannten Situation der japanischen Spieleindustrie.

“Sie wissen nicht mehr, was Videospieler weltweit wollen, sondern sind zu sehr auf Japan und die japanische Kultur fixiert”, meint Kojima. Westliche Entwickler orientierten sich hingegen eher an Hollywood und seien damit erfolgreicher, weil sie ihre Produkte dadurch einem breiteren Markt zugänglich machen könnten.

Allerdings ginge es nicht nur plump um einen Kampf zwischen Japan und dem Rest der Welt. Vielmehr müsse man Spiele entwickeln, die jedermann ansprächen und Barrieren niederrissen. Er wolle versuchen, dies in Zukunft zu tun.

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Black Swordman Guts
20. März 2012 23:05

He du! Ja genau du hideo!Mach gefälligst ein neues snatcher!!! 😛

khaos
20. März 2012 22:47

@Klinnik: Ah ja Resonance of Fate, das wollte ich mir doch auch nochmal ansehen…. Würdest es also weiterempfehlen wie ich gelesen habe? ^^

Equipo
20. März 2012 22:01

hnh4u:””[…] Resident Evil 5 hat mir wesentlich besser gefallen als die Endzeitstimmung eines Fallout 3. […]Die 2 Spiele kannst du doch überhaupt nicht vergleichen!

Pariah
20. März 2012 14:23

@Carot: aber grad die von dir gelobten Assassin`s Creed und Skyrim zeigen doch auch recht klar, wie festgefahren der Weg westlicher Entwickler zu sein scheint. Bei AC 2 ist seit dem 2. Teil nix maßgeblich Neues passiert, Skyrim war für mich zum Teil (kein

Walldorf
20. März 2012 12:58

Schon schade, was in dieser Gen mit Capcom, Sega und Square-Enix los ist. Da kommt nix gutes mehr, außer es wurde wie Batman: Arkham Asylum und Deus Ex: Human Revolution (beides Square-Enix Spiele) im Westen entwickelt.Nur Nintendo glänzt noch mit tollen Spielen, aber auch denen gehen die Ideen aus und manche Serien wie Wave Race und F-Zero lassen sie trotz ihrer Popularität einfach sterben.

hnh4u
20. März 2012 10:10

Mal abgesehen von der GTA-Reihe bin ich den japanischen Produktionen treu geblieben. Mit diesen Titeln habe ich noch immer den meisten Spaß. allen voran natürlich den Titeln von Nintendo, aber auch Resident Evil 5 hat mir wesentlich besser gefallen als die Endzeitstimmung eines Fallout 3. Vielleicht muss sich was tun, aber man sollte nicht zu sehr beim Westen abschauen, Bei Final Fantasy ists geschehen und das kommt seit dem nicht mehr wirklich gut an bei den Konsumenten.

Piotrik
20. März 2012 8:59

Das etablieren neuer Spielemarken ist fast schon wie eine Lotterie!

captain carot
20. März 2012 8:29

: Das Problem ist, dass westlich Entwickler erheblich mehr Detailarbeit leisten. Der Wille zur Erneuerung ist auch einfach größer.Etwas wie Mirror´s Edge oder eben auch Assassin´s Creed, die beide eine Reihe neuer Ideen brachten, kam in den letzten

Black Swordman Guts
19. März 2012 23:48

@ nightrainDanke!!! Bester Kommentar seit ewig langer Zeit hier im Forum.

Pariah
19. März 2012 23:33

Und westliche Entwickler sprühen vor Innovation? Gears of War? Halo? Call of Duty? Meiner Meinung nach sind japanische Spiele meist weit charmanter und spielerisch gewitzter als viele westliche State-of-the-art-Hochglanzprodukte. Das bereits erwähnte Dark Souls oder Xenoblade Chronicles waren doch tolle Beispiele einer gelungenen Evolution japanischer Spielkultur. Dragon`s Dogma könnte sich in diese Gruppe einreihen. Ganz allgemein halte ich jedoch nicht viel von Schwarz/Weiss-Malerei a la Westen steht hie-, Japan dafür. Hatte in den vergangenen Monaten viel Spaß und erhellende Momente mit Spielen verschiedenster Provenienzen.

19. März 2012 23:27

Sind wir doch mal ehrlich, es sind nicht die Ideen, die den japanischen Entwicklern fehlen, es ist der Wille Gameplay-Mechaniken weiterzuentwickeln.Grinden im RPG bis der Arzt kommt bei einer mehr als linearen Story war 199x noch ok, lockt aber heute keinen (oder nur noch Wenige) mehr hinter dem Ofen vor (=> quasi jedes verfi**te J-RPG). Panzersteuerung bei festen Perspektiven ist auch nicht mehr der letzten Weisheit Schuss, wenn es um (Survival-)Horror geht – das abdriften in die Shooterecke hingegen ist auch nicht förderlich (=>Resident Evil 5).Button-smashing-Action mit möglichst viel Quicktime-Events bringts auf lange sich auch nicht mehr- vor allem Letzteres ist seit Road Avenger schon nicht mehr wirklich toll.Japan ist voll von verrückten Dingen. Die Mythologie ist vielfälltig – dank dem Shinto nahezu unbegrenzt – und auch sonst gibt es immer wieder freakige Ideen, die durchaus Sinn machen, wenn man sie richtig verpackt.Bestes Beispiel: Ich kann auf der einen Seite den Hype um Demon Souls zwar verstehen, auf der anderen Seite kann ich ihn aber für mich persönlich auch nicht nachvollziehen. Auswendiglernen von Leveln/Ebenen, nerviges Trial-and-Error-Gameplay, das Fehlen von wirklichen Quests sowie das umfangreiche Interagieren mit der Umwelt und eine fehlende Map-Funktion, lassen mich nur mit dem Kopf schütteln und fragen, wer dieses halbfertige Machwerk auf die Käufer losläßt!? ABER lieber ein Demon Souls, als ein x-ter Aufguss von Zelda.Versteht mich nicht falsch, ich liebe Zelda – oder zumindest die Idee dahinter. The Skyward Sword ist aber eine einzige Katastrophe.Die Grafik ist “”bäh””, es soll mir keiner erzählen da wäre nicht was mehr drin gewesen!. Die Logik löchriger als jedes in der Schweiz entstandene Milchendprodukt und die Story – besser die Erzählweise – ist einfach nur lachhaft dämlich.Hängen die Japaner also hinterher? Ja verdammt! Die sollen sich endlich mal auf das besinnen, was sie können und sich mal ein bisschen was Neues in Sachen Mechanik einfallen lassen!

Meerjungfraumann
19. März 2012 22:41

das problem ist, dass japainische entwickler sehr unflexibel sind. es fehlt oft der mut neue serien aus den boden zu stampfen, anstatt die bestehenden bis in die unentlickkeit mit nachfolgern zu füttern sollten sie sich mal auf neue projekte konzentrieren.und dann fehlt oft auch das nötige kleingeld. ich mein welches japansiche entwicklerstudio kann sich schon das finazielle risiko leisten, einen möglichen flop auf den markt zu schmeißen?

captain carot
19. März 2012 21:58

Bei den Entwicklern, die nach wie vor ihr Ding durchziehen seh ich da auch keine Probleme. Lost Odyssey, Last Story, Mario irgendwas, das sind Projekte ohne Probleme.Silent Hill, Resident Evil, Final Fantasy, da hat man sich in dieser Gen krampfhaft am Westen orientiert, sich gleichzeitig aber nicht wirklich was getraut.

Beeberman
19. März 2012 19:47

Ich mein teilweise versteh ich ihn schon also japanische entwicklungen sind in vielden dingen oft hinter der zeit aber auf der anderen seite ist es auch echt schön, dass nicht alles in richtung hollywood geht…

Seska1973
19. März 2012 18:47

Problem ist halt, das Sie alte Strukturen nicht aufbrechen können, sonst ist der “”Vorgänger”” beleidigt oder verliert sein “”Gesicht”” Also, Innovation ist das leider aus gebremst, weil man auf seinen “”Vorgänger”” Rücksicht nehmen muss. Auch wenn er “”Mist”” verzapft. Siehe PS3 Schöpfer, er wurde aus dem Weg “”Weiterbefördert””…

Max Snake
19. März 2012 18:02

Die japanische Entwickler und Hersteller habens heute mal mehr oder weniger drauf. Was mir etwas fehlt sind einfach Mut abseits von Mainstream, Zeit, guter Arbeiter usw. Nur das problem sind, das die Spiele aus Japan nicht so gut verkauft wird. Hauptsachen die Kunden kaufen die selben Spiele wie Monster Hunter, Dynastie Warrios oder Gundam. Möchte Fans nicht weh tun, aber wenn man die Verkauf – Charts hören in M! in Japan, dann kann man auch Kojima – San vestehen.

19. März 2012 23:49

Naja, immerhin kam die letzten beiden Jahre das jeweils beste Spiel immer noch aus Japan: Dark Souls 2011 und Resonance of Fate 2010 :)Ich glaube, bei denen ist das eher eine Frage des Willens. Die können immer noch locker mit Weststudios mithalten. Nur stehen dieeinfach auf ihren eigenen Kram und Kultur. Und wenn die Leute im Westen das nicht mögen, Pech gehabt. Sollen die doch ihren CoD-Schrott zocken. Als Japanoentwickler würde ich mich auch nicht auf die Weise verkaufen, wenn ich es aus finanziellen Gründen nicht unbedingt müsste.

Nipponichi
19. März 2012 17:05

Momentan spiele ich lieber westliche Produktionen. Das war bis vor der HD-Ära bei mir anders. Das was ich immer gerne gespielt hatte, ging schon stark zurück, was Qualität und Quantität anging. Japan-Rollenspiele sind meistens längst nicht mehr so gut wie zur PSX/2-Ära. Um Megaman ist es auch irgendwie recht still geworden. Ok, der alte Megaman befindet sich gerade bei Teil 10, aber bei Megaman X ist ja scheinbar Ende Gelände, genau wie bei Megaman Zero.Japan ist meiner Meinung nach recht lahm geworden. Ich hätte nie gedacht, daß ich sowas mal sagen kann und muß. Schade eigentlich. Ich hoffe, die Japaner fangen sich irgendwann mal wieder.

Doener of Darkness
19. März 2012 16:49

Er sagt nicht das sich Japan am Westen orientieren soll sondern das sie einfach mal was anderes (vllt. neues) machen sollen. Der Westen bringt auch glaub ich wirklich zurzeit mehr innovationen als Japan.

captain carot
19. März 2012 16:45

Immer das Gleiche. Japans Entwickler sollten vore allem mehr Selbstvertrauen haben. Das würde die Stagnation sicher auch begrenzen.Aber wir haben ja immer ein paar großmäilige Größen, die meinen, Japan müsste sich einfach am Westen orientieren.

senser
19. März 2012 16:37

Jo noch mehr Ballerspiele am besten.