Metacritic

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Die Qualität eines Spiels lässt sich bekanntlich schwer an einer einzigen Zahl festmachen kann – nicht umsonst gibt’s in der M!Games zur Wertung noch eine ausführliche Meinung, Pros & Contras und weitere Infos zum Spiel, die es zu berücksichtigen gilt.

Doch wenn dies bereits bei einer einzelnen Zeitschrift schwierig ist, so setzt Metacritic dem noch die Krone auf – die Website sammelt die Kritiken von Spielemagazinen-und Websites weltweit und presst alle Wertungen in eine einzige Zahl, der Durchschnittswertung.

Dabei bildet man nicht ein einfaches arithmetische Mittel aller Wertungen, sondern man gewichtet diese unterschiedlich, und zwar je nachdem, wie kritisch oder relevant das jeweilige Spiele-Magazin für Metacritic erscheint. Wie diese Gewichtung aussieht, also welches Magazin für Metacritic als “würdigerer” Kritiker erachtet wird als ein anderes, behalten die “Überkritiker” natürlich für sich.

Forscher der Full Sail University unter der Leitung von Adams Greenwood-Ericksen gingen der Sache nun auf den Grund: Sie ersonnen ein System – das auf ihren Schätzungen beruht – und gaben eine Liste mit Spielewebsites heraus, welche die Gewichtung von Metacritic aufdecken soll: Ganz oben die von Metacritic mutmaßlich als Kritiker geschätzten Magazine, deren Wertungen am meisten zählen. Nach einem halben Jahr stellte sich heraus, so Greenwood Ericksen, dass seine Liste durchaus zutrifft.

Metacritic sieht das gänzlich anders: “Wild und völlig ungenau” sei die Liste, kritisierten die Kritiker auf Facebook, die Liste “überbewertet manche Publikationen, während sie andere unterbewertet”; überdies “ändert Metacritic die Gewichtungen periodisch, je nachdem, ob eine Publikation an Qualität gewinnt oder verliert”.

Doch macht Euch selbst ein Bild – auf Gamasutra gibt’s die komplette Liste.

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extremo
1. April 2013 20:17

Tja Kritiker lassen sich nicht gerne kritisieren! ;D

kevboard
31. März 2013 20:11

o m g… also ich hoffe zum einen dass diese versteifung auf wertungen in den köpfen der spieler endlich mal abnimmt, und dass diese liste echt total falsch ist o.Ovideogameszone.de bei “”highest”” holy crap. mit deren meinung hat sich meine noch nicht 1 mal gedeckt. die haben damals doch echt Ninja Gaiden 3 als den besten teil hingestellt und als begrüdung die fehlenden waffen und auflevel möglichkeiten genannt!kein scheiss die haben das als was tolles hingestellt dass das fehlt.und den official ***** magazinen trau ich genetell nicht.ich finde metacritic generell kacke. wenn man unbedingt tests brauch um sich ein bild zu machen sollte man das bei einer seite oder einem magazin machen bei dem man weiss dass dass sich deine meinung oft mit dem des magazins deckt. und nicht darauf schauen was so ne seite wie eben metacritic aus dem twst gewusel für ne wertung zusammenrechnet

Sil3ntChill
30. März 2013 9:34

Ich seh’s ähnlich wie Pariah.MC ist zum einen für einen schnellen Überblick über die Wertungen verschiedener Magazine, sowie zum Überfliegen der “”User-Critics”” geeignet. Bedeutet: Ich kann fix nachschlagen, welche Kritiken MC für ihren “”ermittelten Wert”” herangezogen hat und diesen noch durch eigene Recherche gegenchecken/ergänzen. Die Usermeinungen sind da zwar nur ergänzend interessant, aber auch nicht komplett zu ignorieren.MC ist also im Grunde ein Sammelbecken für Reviews von Magazinen/Seiten, die ich nicht regelmäßig besuche.Zum anderen, und vor allem die “”harte”” Zahl Metascore betreffend, ist die “”Durchschnittswertung”” im Grunde ebenso aussagekräftig wie überall anders auch. Die einzig für mich relevante Bewertung kann nur durch mich selber erfolgen. Aber um mein Geld nicht immer für Schnodder aus dem Fenster zu schmeißen, habe ich die Möglichkeit mir die vorhandenen Reviews als Orientierungshilfe durchzulesen. Und jep, ich meine allerdings die Texte, nicht die Zahlen.Dass dieser “”Metascorewahnsinn”” innerhalb der Branche reichlich Staub aufgewirbelt hat und anhand einer Seite, die durch einer undurchsichtigen Gewichtung einen Score errechnet, tatsächliche finanzielle und personelle Entscheidungen getroffen werden, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

ChrisKong
30. März 2013 8:12

Metacritic = Megasucks

Valis
30. März 2013 3:36

Ist die Gamepro in der Liste die deutsche Gamepro? Weil die US Gamepro gibts doch eigentlich nicht mehr oder?Warum fehlt die M! Games?Das Problem an Metacritic ist schlicht und ergreifend das der Publisher sagt: “”Wenn euer Spiel nicht min. 85 Punkte bei Metacritic hat, bekommt ihr keine 10% mehr Gehalt””. (Überspitzt formuliert).Metacritic gilt nunmal leider als Maßstab für Erfolg in unserer Branche. Würden die Publisher und wir als Kunden der Seite nicht so eine Bedeutung zusprechen, wäre das alles nur halb so wild.

ChrisKong
30. März 2013 0:18

[quote=Bastian 1984]

Eine “”4/10″” wird wie “”80%”” gerechnet, obwohl wahrscheinlich eher “”85%-95%”” gemeint sind.

[/quote]Das ist aber eine komische Art zu rechnen, müsste eine 4/10 nicht eher 40% entsprechen.

Pariah
29. März 2013 20:02

Finde Metacritic sehr hilfreich. Nicht primär wegen der Metascores, die eben teils auf sehr subjektiven Einschätzungenüber die Bedeutsamkeit der einzelnen Publikationen basieren. Sondern vielmehr wegen der Auflistung der einzelnen Wertungen in den unterschiedlichen Magazinen. Das erspart viel Zeit und Mühe, die Wertungen nicht einzeln raussuchen zu müssen.

zeitkind
29. März 2013 16:34

Interessant. Einige der High Rank Seiten kannte ich garnicht… Jetzt verstehe ich auch sich gamerankings und metacritics stark unterscheiden.Edit: Schätze Medium Ranked bewerten am besten?!

Sauerland ist Schauerland
29. März 2013 14:41

Um meinen Standpunkt nochmal zu verdeutlichen: Ich will die Leute nicht abwerten, die diese Rankings benutzen. Ebenso ist mir klar, dass eine potentielle 60% Gurke keine 85% dort kriegt, jedoch liest man oft genug, was bei den Publishern alles von dieser einen Prozentzahl abhängt und der eine Prozent, der eine 79% von einer 80% trennt, die Zukunft ganzer Teams entscheidet. Mit meinem Beispiel wollte ich aufzeigen, dass dieses Ranking eher einer Tendenz dient, z.B. Spiel XY ist im 80er oder 90er Bereich und weniger, dass das Spiel exakt 81% oder 82% hat.

KielerKai
29. März 2013 13:58

Nanü? Ich dachte tatsächlich auch, dass die einfach nur einen Mittelwert bilden… o__O

Bastian 1984
29. März 2013 13:44

Ich fände ja Metacritic und Gamerenkings besser, wenn sie den Median und nicht den Durchschnitt anzeigen würden. Das wäre auch ein transparentes System, dass Extremwertungen “”ausklammert””. In Sachen Median und Durchschnitt gibt es übrigens gerade einen interessanten Artikel bei SPON: “” Münchhausen-Check: Deutschland rechnet sich arm”” Für die Leute, die nicht wissen, was der Median ist, aus dem Text:””Der Median ist der Wert, der exakt in der Mitte einer Zahlenreihe steht, wenn man diese ihrer Größe nach sortiert.Ob Median oder Durchschnitt aussagekräftiger sind, hängt vom jeweiligen Erkenntnisinteresse ab. Interessiert die Stellung eines typischen Haushalts innerhalb einer Verteilung, ist der Median vorzuziehen. Will man aber nur wissen, wie viel Vermögen rechnerisch im Schnitt auf einen beliebigen deutschen, italienischen oder spanischen Haushalt kommt, nimmt man das arithmetische Mittel.””http://www.spiegel.de/politik/deutschland/faktencheck-zur-bundesbank-studie-private-haushalte-und-ihre-finanzen-a-890877.htmlFür einen Metacriticscore fände ich den Median aussagkräftiger.An dem von Sauerland vorgebrachten Problem der Umrechnung von Noten aus verschiedenen Punktesysttemen (y/100, X/10, z/5, Schulnote usw.) ist eine Menge dran. Eine “”9/10″” rechnet Metacrtik wie “”90%””, dabei dürfte sie eher so gemeint sein wie 95%. Eine “”4/10″” wird wie “”80%”” gerechnet, obwohl wahrscheinlich eher “”85%-95%”” gemeint sind. Hier sollte man bei Metacrtic und Co. überlegen, ob man solche Werte nicht anders “”umrechnet””.Nicht desto trotz benutze ich Gamerankings.com gerne. Immerhin kann man sich ja auch die unterschiedlichen Wertungen anzeigen lassen und die entsprechenden Reviews sind (so im Netz vorhanden) verlinkt. Man kann also durchaus nachvollziehen, wo die Wertungen “”herkommen”” und sich ein eigenes Bild machen, je nachdem man z.B. den entsrechenden Medien “”traut””.Gerade wenn man sich eine ältere Konsole kauft kann das ein gutes Mittel sein, sich erstmal einen gewissen Überblick zu verschaffen. “”Stumpf”” nach den Scores kaufen, sollte man aber selbstverständlich nicht, aber “”Unnütz”” sind derlei Seiten auch nicht.Wie gesagt, ich ziehe das hier vor, ist übersichtlicher als Metacritic:http://www.gamerankings.com/browse.html?search=&numrev=3&site=Hat mir z.B. geholfen, als ich mir neulich eine PS2 und ne XBox zugelegt habe.

Koopa
29. März 2013 13:18

true! Die Hugo Games und Power Rangers Qualität findet man heute nitmal mehr in den tollen Party Games 😀

captain carot
29. März 2013 10:26

Jepp, das ist defintiv ein entscheidender Punkt. Unproblematisch sind solche Wertungsmittelungen zwar trotzdem nicht immer, aber mit ausreichend Bewertungen als Basis geben sie eben einen mehr oder weniger brauchbaren [b]Mittelwert[/b]. Mehr auch nicht.Alles in allem juckt mich das auch nur bedingt, ab und an ist so eine Metakritik mal ganz nett, unter´m Strich sollten sich die Leute aber vllt. mal auf ihren eigenen (nicht selten fragwürdigen, grins) Geschmack verlassen.Gerade heutzutage ist doch eh fast jedes Spiel auch wirklich spielbar. Wenn mir jetzt FF XIII nicht gefällt, dann ist es deswegen noch längst kein mieses Spiel. Das war mal anders.

Sauerland ist Schauerland
29. März 2013 10:23

Du meinst wie bei einer Monte-Carlo Simulation? Ich sehe das leider nicht ganz so wie du. Du hast Recht, wenn z.B. der Gesamtanteil der 10er und 20er Schritte gering ist, aber das ist mir für eine 100er Bewertung zu ungenau. Würde die Meta-Critic einen Score von im 10er oder 20er Bereich ausgeben oder wenn der Anteil der nicht-100er-Bewertungen unter beispielsweise 5% liegt, wären diese Ergebnisse definitiv brauchbarer als so.@Tinker CorpsSoweit wie ich weiß benutzen beide die selben Merkmalsträger (also ähnliche oder gleiche Zeitschriften- und online-Tests, die arithmetisch verrechnet werden), deswegen würde es mich stark wundern, wenn die “”Scores”” zu stark von einander abweichen.

29. März 2013 9:57

@Sauerland ist Schauerland: Wenn man etwas von Statistik versteht, muss man aber auch fairerweise erwähnen, dass mit einer wachsenden Anzahl von Kritiken zu einem Spiel die von dir beschriebenen Ungenauigkeiten immer weniger stark ins Gewicht fallen.

Tinker Corps
29. März 2013 1:55

Man sollte erwähnen das trotz diesen Gewichtungen Seiten wie Metacritic oder Game Rankings immer auf ziemlich ähnliche Ergebnisse kommen, eine gewisse Gültigkeit haben diese Schnitte warscheinlich schon, auch wenn sie vielleicht nich die Durchschnittswertung von Magazinen aller Welt auf den Zähler genau wiederspiegelt.Aber für Leute die sich dafür intressieren wie bestimmte Titel in der Kritik wegkommen sind die Seiten halt intressant und schön übersichtlich, denke auch nicht das viele Leute ihre Kaufentscheidungen von Seiten wie Metacritics festmachen.

Disco Victim
28. März 2013 23:36

Es ist offiziell, die M! ist DER Geheimtipp, sie taucht nicht in der Liste auf!

Max Snake
28. März 2013 23:20

Ich hasse diese Metatric, weil diese ganze zusammen gerechnete Prozentwertung als grundtunen allgemein dargestellt wird.Was nuetzt mir das denn wenn ich auf ein Redakteure vertrauen kann, weil er/sie Erfahrung und vorliebe hat.Wenn ganz gesammte Presswerke meinte das Spiel ist der Knaller oder Gurke und nur ein Magazin hat eine andere Meinung, was passiert dann?Wut Anfälle? Aber ja ich brauche die Wertung um zu wissen was es verdient und danach lese ich den Text.

captain carot
28. März 2013 22:34

Ich meinte auch “”der Schierling””, Doppeldosis Machismo für Gemüsechauvis.

Sauerland ist Schauerland
28. März 2013 22:03

Der Becher ist auch maskulin, deswegen “”der””.

captain carot
28. März 2013 21:51

Kann dir nen Becher Schierling geben, wenn du magst. Der ist sehr männlich.

Sauerland ist Schauerland
28. März 2013 21:42

Wenn unsere Gesellschaft etwas zu viel hat, dann ist es Dill. Nieder mit dem Dill. Dill ist dillettantisch.

captain carot
28. März 2013 21:37

Du hast also auch was gegen Petersilie, du Kräuterrassist, du.

Sauerland ist Schauerland
28. März 2013 21:19

Ich toleriere ja alles, aber bei weiblichen Doldenblütlern hört der Spaß auf. Es gibt einfach Dinge, bei denen man als Mann nicht zurückweichen darf.

captain carot
28. März 2013 21:16

Aha, du Chauvinist, Frauenfeind usw….., böser Macho. :-p

Sauerland ist Schauerland
28. März 2013 21:06

Du bist keine Möhre, sondern eine Karotte. Hasen erkennen diesen Unterschied, Kaninchen nicht. Außerdem sind Möhren weibliche Karotten. Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/KarotteSomit diffamiere ich nicht dich, sondern das “”Weibsvolk””. 😉

captain carot
28. März 2013 21:01

Jetzt fühle ich mich abder diffamiert. Möhren haben mindestens 85% und einen Award zu bekommen. Wertungstiefflieger sind Gurken, die mit der Tomatenartillerie unter Beschuss genommen werden dürfen.

Sauerland ist Schauerland
28. März 2013 20:37

Wirklich jeder Mensch, der nur ein bisschen was von Statistik versteht, muss doch wissen, dass dieser “”Score”” völlig unglaubwürdig ist.1. Wenn eine Zeitschrift in 10er Schritten oder in 20 Schritten bewertet, werden diese Daten in 100er Sätze umformuliert. Dies ist vielleicht mathematisch korrekt, verkehrt aber den Sinn der Bewertung. Somit könnte eine 9,5 etwa 93-97% sein oder eine 9/10 85-94%. Das arithmetische Mittel ist somit ungenau und dadurch unnütz.2. Kommt hinzu, dass die Tester eine andere Wahrnehmung innerhalb des Schemas haben. Dadurch kann ein durchschnittliches Spiel mit Mängeln in Zeitschrift A mit einer 4/10 und in Zeitschrift B mit einer 71/100 bewertet werden, weil beispielsweise das Magazin A alle “”Möhren”” unter 50% mit 1/10 oder 2/10 bewertet werden, weil sie eine Differenzierung in unteren Bereichen für irrelevant hält.3. Gibt es immer Fanboy- und Rachebewertungen, die in jeder normalen Statistik als unrealistische Ausbrecher direkt aus der Datenmenge entfernt werden würden.4. Durch die in der News erwähnte Gewichtung, wird die komplette Arithmetik ins Absurde geführt.Das schlimmste am Meta-Score ist jedoch, dass zu viele Entscheidungen innerhalb der Games Industrie davon abhängen. Sowohl Absatz als auch Meta-Score dürften bei bestimmten Publishern nicht unterschritten werden.

SxyxS
28. März 2013 23:50

habe keine Lust mir das ganze zeugs durchzulesen,aber eine unterschiedliche Gewichtung ist unumgänglich.Sonst spriessen reihenweise internetgamingseiten aus dem boden die von spieleherstellern gesponsort werden um den notenschnitt hochzutreiben und dann bekommen Spiele von activision zb nur noch 90% wirkungen im Schnitt.Dazu braucht man nur ein dutzend trolle bezahlen von denen jeder ein dutzend solcher Seiten betreibt.Ist ja schon heute so dass Magazine die exklusiv testen fast immer topnoten verteilen.die ersten 6 tests von sim city zb hatten einen schnitt von90%,dort wollte niemand die kaputte KI,zu kleine Karten und etliche anderen Sachen bemerkt haben.Eine alternative wäre:nur die top 3 magazine aus den grössten 6 ländern zu berücksichtigen(was dann vermutlich zur Folge hätte dass die Tester diese magazine mit teuren geschenken seitens der Publisher zugeschüttet werden.)mein tip-wenn man lange genug ein magazin liesst reicht das in der Regel.

28. März 2013 19:51

Wird ja immer subjektiver….