Nintendo

29
59

Wenn eine Firma personelle “Restrukturierungsmaßnahmen” ankündigt, klingeln bei den Angestellten meist die Alarmglocken – schließlich ist dies in Managerkreisen der beliebteste Euphemismus für Entlassungen.

Auch in der Spiele-Branche sind so manche Firmen für ihre Fire-and-Hire-Politik bekannt – löbliche Ausnahme scheint Nintendo zu sein. Obwohl wegen der schwachen Wii U-Verkäufe einige Anleger unruhig werden, wird man nicht auf die Business-Unsitte verfallen und Angestellte entlassen, um kurzfristig auch in Krisenzeiten noch Profit zu machen:

Warum wir nicht die Zahl der Mitarbeiter reduziert haben, liegt an der Tatsache, dass unser Business alle paar Jahre seine Höhen und Tiefen hat […]”, erklärte Firmen-Boss Iwata in einer Fragerunde mit Anlegern. Wenn wir die Zahl der Beschäftigten für kurzfristig bessere finanzielle Ergebnisse reduzieren, wird sich die Motivation der Mitarbeiter verringern, und ich bezweifle, dass Angestellte, die Angst haben, entlassen zu werden, nicht in der Lage sind, Software-Titel entwickeln können, die Menschen auf der ganzen Welt beeindrucken.

Tatsächlich hat Nintendo in den letzten Jahren das Personal aufgestockt. Doch Iwata ist überzeugt dass die Entlassungen einiger Mitarbeiter nicht helfen werden, das Geschäft von Nintendo auf lange Sicht zu stärken.” Sparmaßnahmen kündigte Iwata dennoch an – aber eben nicht am Personal.

Respekt, Nintendo – wollen wir hoffen, dass die Japaner diese Linie weiter fahren können und die Wii U-Verkäufe bald anziehen, wenn (endlich) neue Spiele kommen. Und last, but not least gibt’s ja immer noch den performanten 3DS…

29 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Dr. Mario
10. Juli 2013 11:44

Eine löbliche Einstellung, die auch in seriösen Nachrichtenmagazinen publiziert werden sollte.

Beeberman
10. Juli 2013 11:36

[quote=D00M82]

Wichtgestalt schrieb:

:
Glaube nicht, dass Uli scharf darauf ist, dir einen Bomberman zu verpassen.
Aber hier zwanghaft was negatives in der Nintendo-News zu suchen hat halt was… zwanghaftes.
Klar ist, dass Nintendo keine Mitarbeiter in der Spieleentwicklung entlassen kann, weil die Software für die WiiU dringend gebraucht wird.
Klar ist, das verschiedene Aktionäre aber genau dies wollen um Aufgrund der Kosteneinsparung eine höhere Dividente zu bekommen.
Klar ist, dass Nintendo diesen Kurs nur fahren kann, weil viele der Aktien im Familienbesitz.

Ich sehe doch nix negatives an dieser News. Da versteht ihr mich wieder total falsch.
Ich finde es nur lustig, dass Nintendo jetzt der Held ist und andere Firmen der Buh Mann sein sollen.
Und wie wieder einmal alle Nintendo only Fans sich bestärkt sehen, dass Nintendo aus reiner Nächstenliebe handelt.
So schlecht werden die Dividenten nicht sein. Gibt es eine Quelle, dass sich Aktionäre tatsächlich beschwert haben?

[/quote]Hast du das selbe an der Ps3 über die Ps4 gesagt oder irgendwann mal über die Xone? Es ist einfach nur erbärmlich in einer solchen News noch was negatives zu suchen

Fuffelpups
9. Juli 2013 18:17

Ja, im Letzten Jahr hatte sich Jemand beschwert, das das Nintendo HQ nicht so einfach zu finden seih und das man es besser ausschildern sollte. Und im diesem Jahr kritisierte Jemand das essen in Kantine. Da das Essen ein wichtiger Bestandteil der Mitarbeitermoral wäre, sollte man sich mit der Sache bitte beschäftigen. Iwata darauf quasi, ist Geschmackssache, sie hören gutes aber auch schlechtes Feedback, zum Essen aber man wird sich der Sache erneut annehmen.Bei der Abstimmung, wie zufrieden die Anteilhaber mit Iwata sind, da musste er etwas einstecken. Nur ca. 70 % sind mit seiner Arbeit zufrieden. Sonst waren es immer weit über 90+ %, so 95 – 98 %.

D00M82
9. Juli 2013 17:53

[quote=Wichtgestalt]

:
Glaube nicht, dass Uli scharf darauf ist, dir einen Bomberman zu verpassen.
Aber hier zwanghaft was negatives in der Nintendo-News zu suchen hat halt was… zwanghaftes.
Klar ist, dass Nintendo keine Mitarbeiter in der Spieleentwicklung entlassen kann, weil die Software für die WiiU dringend gebraucht wird.
Klar ist, das verschiedene Aktionäre aber genau dies wollen um Aufgrund der Kosteneinsparung eine höhere Dividente zu bekommen.
Klar ist, dass Nintendo diesen Kurs nur fahren kann, weil viele der Aktien im Familienbesitz.

[/quote]Ich sehe doch nix negatives an dieser News. Da versteht ihr mich wieder total falsch.Ich finde es nur lustig, dass Nintendo jetzt der Held ist und andere Firmen der Buh Mann sein sollen.Und wie wieder einmal alle Nintendo only Fans sich bestärkt sehen, dass Nintendo aus reiner Nächstenliebe handelt.So schlecht werden die Dividenten nicht sein. Gibt es eine Quelle, dass sich Aktionäre tatsächlich beschwert haben?

Beeberman
9. Juli 2013 16:30

[quote=Fuffelpups]

http://www.siliconera.com/2013/07/05/monolith-softs-new-kyoto-studio-sounds-like-a-great-place-to-work/

Dieses Interview ist ein paar Tage alt, es muss ein Traum sein bei Monolith Soft zu arbeiten. Überstunden sind strikt verboten und wenn es doch mal zu welchen kommt, dann werden diese auch bezahlt.

[/quote]Wir reden hier auch von der Mittlerweile besten JRPG Schmiede, da muss es toll sein zu arbeiten :).

Fuffelpups
9. Juli 2013 14:49

http://www.siliconera.com/2013/07/05/monolith-softs-new-kyoto-studio-sounds-like-a-great-place-to-work/Dieses Interview ist ein paar Tage alt, es muss ein Traum sein bei Monolith Soft zu arbeiten. Überstunden sind strikt verboten und wenn es doch mal zu welchen kommt, dann werden diese auch bezahlt.

Wichtgestalt
9. Juli 2013 14:39

:Glaube nicht, dass Uli scharf darauf ist, dir einen Bomberman zu verpassen. Aber hier zwanghaft was negatives in der Nintendo-News zu suchen hat halt was… zwanghaftes.Klar ist, dass Nintendo keine Mitarbeiter in der Spieleentwicklung entlassen k

Unglueck
9. Juli 2013 14:28

Wie kommt ihr auf die Idee dass es sich Nintendo nicht leisten könnte Mitarbeiter zu entlassen?Da gibt es durchaus auch andere Angestellte als Programmierer und am Kundenservice ist zB schnell mal gespart.So eine Aussage zeigt jedenfalls eine gewisse Wertschätzung den Mitarbeitern und auch den Kunden gegenüber.

Morolas
9. Juli 2013 14:10

@AkiraVingardhmmm wäre gar nicht so schlimm… so könnte Vater mario wieder selber Spiele entwickeln :o)

D00M82
9. Juli 2013 14:06

Ist ja schön Ulrich, dass du versuchst mich zu provozieren. Aber glaub mir, einen Bombermann bekommst du nicht aus mir gemacht….Das hat auch alles nix mit MS zu tun und ob die Fettnäpfchen sammeln oder nicht.Nintendo kann es sich gar nicht leisten, Mitarbeitern zu kündigen. Dafür gibt es auch keinen Grund. Diese Aussage (die das Licht der Welt in einer NEWS erblickt, also doch PR Geblubber) dient lediglich dazu, als Gegenpol zu anderen Firmen zu stehen, die beispielsweise entlassen mussten.Das ist für mich ein billiger Trick, um sympathisch rüber zu kommen.Und Verlust macht Nintendo sicher nicht. Dafür geht der 3DS viel zu gut!@SxyxSAus welcher Epoche stammst du denn? Oder wo wohnst du?Hat man da etwa noch Probleme mit “”warmen Brüdern””? Naja es muss ja auch noch unaufgeklärte Menschen auf der Welt geben…

ChrisKong
9. Juli 2013 13:49

Das Verfehlteste an Nintendos Politik ist der Verzicht auf eine bessere Zusammenarbeit mit den japanischen Third Parties wie Konami, Capcom und SE, die alle ihre Hitserien Nintendo vorenthalten. Warum kein Streetfighter auf WiiU, und wenns nur eine Compilation wär, warum kein Metal Gear Solid und Castlevania, kein Final Gähntasy und Tomb Raider, nix davon auf der stationären Konsole, Resi Revelations lasse ich mal aussen vor. Von mir aus können Sony und Nintendo fusionieren, das wäre vielleicht ein logischer Schritt, es wär ja schon mal fast zu einer Zusammenarbeit gekommen, warum nicht einen erneuten Versuch wagen, das wäre für beide eine fette Win Win Situation. Das Innenleben der Konsole könnte Sony besorgen und die Verarbeitung des Rests Nintendo. Wär ein kleiner Wunschtraum.

SxyxS
9. Juli 2013 13:40

[quote=D00M82]

Schöne PR Aussage und sie funktioniert auch noch so toll, wie man hier an den Kommentaren lesen kann.
Die Nintendowelt ist so simpel 🙂

Wäre ja auch blöd, Leute zu entlassen, obwohl man mit der Software noch so extrem in Bringschuld ist.
Ausserdem haben die doch noch Milliarden auf der hohen Kante.

[/quote]Nintendo kan derzeit tatsächlich keine Leute entlassen.Wie schon Miyamoto bestätigte hat man den Sprung auf hd unterschätzt weil der Aufwand enorm gestiegen ist:dh Nintendo fehlt es immer noch massig an programmierern,da ist an Entlassung gar nicht zu denken weil Leute fehlen.Es ist allerdings auch nicht von der Hand zu weisen dass japanische Firmen nicht so psychopathische Züge tragen wie die im Westen u insbesondere in den Vereinigten Staaten wo Materialflussoptimierung u profitmaximierung das non plus ultra sind u wo jeder neue Vorstandschef zum Einstand erstmal 5% der Beschäftigten kündigt um die psychopathischen grossaktionäre zu besänftigen(wobei die meisten keine psychopathen sind sondern sich nur so benehmen)Das hat einen einfachen Grund:In Japan gilt meist noch die Grundregel:der chef bekommt ca. 20x so viel wie der durchschnittsmalocher u bei 200.000euro pa ist meist schluss.-so sorgt man dafür dass der chef nicht abhebt u automatisch sozialer eingestellt weil er sich nicht in einer supervilla isolieren kann wie imWesten üblich wo Selbst so ein warmer Bruder wie Don Mattrick im ersten Jahr beim bedeutungslosen Zynga vermutlich mehr Schotter als alle Konzernvorstände Japans zusammen verdient.und um das klische zu bestätigen:Iwata hat sein eigenes Gehalt vor einiger Zeit um 50% selbst gekürzt.Wenn das Don Mattrick gemacht hätte u statt 20 nur schäbige 10 mio kassieren würde hätte zb Zynga problemlos von diesen 10 mio 100 arbeiter bei sehr gutem gehalt bzw 200 bei gutem weiterbeschäftigen können.

Beeberman
9. Juli 2013 12:48

[quote=D00M82]

Schöne PR Aussage und sie funktioniert auch noch so toll, wie man hier an den Kommentaren lesen kann.
Die Nintendowelt ist so simpel 🙂

Wäre ja auch blöd, Leute zu entlassen, obwohl man mit der Software noch so extrem in Bringschuld ist.
Ausserdem haben die doch noch Milliarden auf der hohen Kante.

[/quote]Dir ist bewusst, dass diese Aussage Investoren galt und nicht einfach in den Raum gerufen wurden ?Sprich DAS ist sicher kein PR geblubbere…Btw das Gegenbeispiel ist dann wohl Microsoft [quote]Der Vanity-Fair-Starautor Kurt Eichenwald veröffentlicht im Juli 2012 interne Informationen, nach denen das Stack-Ranking-Managementsystem bei Microsoft jede Abteilung dazu zwinge, einen festen Prozentsatz der Beschäftigten als Top-Performer, gut, durchschnittlich und schwach einzuteilen. Das System führe dazu, dass sich die Mitarbeiter auf den Wettbewerb untereinander konzentrierten statt auf den Wettbewerb mit anderen Unternehmen.””Es ging weniger darum, wie ich ein besserer Entwickler werden kann, sondern mehr darum, wie ich meine Sichtbarkeit im Vergleich zu anderen Managern verbessern kann””, sagte der ehemalige Microsoft-Ingenieur Brian Cody.[/quote]

monk
9. Juli 2013 12:44

besser kann man sowas nicht ausdrücken 😉

captain carot
9. Juli 2013 12:43

Bringschuld hin oder her, die könnten auch Leute entlassen, Entwicklung nach Indien oder sonstwo hin auslagern und ihre “”Zulieferer”” unter Druck setzen.Insofern gibt´s dafür tatsächlich Bonuspunkte, weil längerfristige Planung hier vor kurzfristiger und -sichtiger Gewinnoptimierung geht.

Wichtgestalt
9. Juli 2013 12:27

[quote=Ulrich Steppberger]

D00M82 schrieb:

Schöne PR Aussage und sie funktioniert auch noch so toll, wie man hier an den Kommentaren lesen kann.
Die Nintendowelt ist so simpel 🙂

Ist halt schon doof, wenn das eigene goldene Kalb nur auf Fettnäpfchensuche ist.

[/quote][imgcomment image[/img]

Ulrich Steppberger
9. Juli 2013 12:19

[quote=D00M82]

Schöne PR Aussage und sie funktioniert auch noch so toll, wie man hier an den Kommentaren lesen kann.
Die Nintendowelt ist so simpel 🙂

[/quote]Ist halt schon doof, wenn das eigene goldene Kalb nur auf Fettnäpfchensuche ist.

Ravingrabbid
9. Juli 2013 12:15

So eine Aussage ist nicht nur in der Videospielindustrie äußerst selten ,sondern auch in der japanischen Arbeitswelt allgemein. Hut ab ,Hr. Iwata.Hoffentlich hält er sich auch wirklich dran.

D00M82
9. Juli 2013 11:57

Schöne PR Aussage und sie funktioniert auch noch so toll, wie man hier an den Kommentaren lesen kann.Die Nintendowelt ist so simpel :)Wäre ja auch blöd, Leute zu entlassen, obwohl man mit der Software noch so extrem in Bringschuld ist.Ausserdem haben die doch noch Milliarden auf der hohen Kante.

AkiraVingard
9. Juli 2013 11:38

Stellt euch mal vor Shigeru Miyamoto müsste Handygames entwickeln weil Nintendo Ihn und andere Mitarbeiter entlassen hat……. Grauenhaft.Ne, Nintendo entlässt nicht seine mitarbeiter so wie andere Konzerne. Es ist doch, denke ich bekannt: “”Wer keine Angst um seinen Arbeitsplatz hat bringt eine bessere Leistung””.

Max Snake
9. Juli 2013 11:32

Gute Einstellung, wäre echt schade, wenn einige Elite Arbeiter entlassen müssen.

Anonymous
Anonymous
9. Juli 2013 11:10

Tja, so kann man es auch machen.Gehört hier zwar nicht her, aber: Dass das in vielen Bereichen (wenn ich an Spitäler, Behindertenbereich und Pflege denke) nicht so ist, ist eigentlich mehr wie kontraproduktiv. Und da geht es um Menschenleben.Dieses Vorgehen seitens Nintendo macht das Unternehmen für mich gleich noch eine Spur sympathischer. Und ich denke, dass diese “”Krise”” auch wieder überwunden werden kann. NINTENDO, ihr habt doch Spitzenleute und ein ordentliches Portfolio, traut euch! Ein treuer Fan der ersten Stunde

GaiusZero
9. Juli 2013 10:53

Da würde doch jeder Neoliberalist widersprechen. Im Namen des heiligen Profits ist da alles erlaubt. Schön zu sehen, dass es bei Nintendo anders läuft. Sparen durch Kostensenkung ist schwachsinn. Steigerung der Einnahmen das einzig Sinnvolle.

ChrisKong
9. Juli 2013 10:43

Gibt ja auch das Zynga “”Erfolgsmodell””, einfach mal Mattrick und Pincus fragen, die tun dir da helfen *schröpf, schröpf*. Spielemangel beseitigt man ja im Übrigen auch nicht mit Entlassungen.

AkiraVingard
9. Juli 2013 10:30

Lob an Nintendo ! ! ! Wenn man da EA im vergleich nimmt…

Sil3ntChill
9. Juli 2013 10:15

Wenn sich etwas anhört, als sei es zu gut um wahr zu sein, ist es das meist auch. ;)Aber im ernst:Sehr vernünftige Einstellung und ein hohes Maß an sozialer Führungskraft. Ebenfalls ein starkes Signal an die Belegschaft. So schafft man Vertrauen.Ob und wie weit BigN die Aussage tragen kann, falls die dunklen Wolken am Horizont näher kommen, sei mal dahingestellt. Aber zur Zeit definitiv das richtige Signal.

Kakyo
9. Juli 2013 10:13

und ich bezweifle, dass Angestellte, die Angst haben, entlassen zu werden, nicht in der Lage sind, Software-Titel entwickeln können, die Menschen auf der ganzen Welt beeindrucken.””–gehört das nicht das “”nicht”” raus? ;D

Wichtgestalt
9. Juli 2013 10:09

Good Guy Nintendo!Sehr sympatische Einstellung.

leganfuh
9. Juli 2013 10:09

Guter Mann. Hat er in Risiko-Management wohl aufgepasst. Wohl einer der sich noch kein Betriebswirtschafter-Optimierer-Geschwür eingetreten hat.