OnLive ist pleite: Wie letzte Woche bekannt wurde, war die Firma, die Spiele via Streaming auf TV oder Tablet anbietet, nicht mehr zahlungsfähig. Wie VG247 berichtete, entließ man mehr als die Hälfte der Mitarbeiter.
Doch Bankrott ist nicht gleich insolvent – zumindest nach US-amerikanischen Recht: Der sogenannte “ABC-Bankrott” (ABC steht für “assignment for the benefit of creditors”) ermöglicht es, das Unternehmen in einer Art Schnellverfahren an Dritte zu veräußern, um es so vor der völligen Auflösung zu retten. Insofern hatte die Bankrotterklärung also Methode – denn man fand tatsächlich einen Käufer.
Die offizielle Stellungnahme (via E-Mail an the Verge) lautet wie folgt:
“Wir können nun bestätigen, dass die Vermögenswerte von OnLive, Inc. von einer neu gegründeten Gesellschaft erworben worden sind und durch erhebliche Finanzmittel gesichert werden, so dass die OnLive-Spiel und Desktop-Dienste weitergeführt werden können, ebenso die Unterstützung aller OnLive-Apps und -Geräte, sowie Spiel-, Produktions-und Unternehmenspartnerschaften.
Der größte OnLive-Konkurrent Gaikai wurde Anfang Juli an Sony verkauft (wir berichteten hier). Bei dieser Nachricht schöpfte auch OnLive-Gründer Steve Perlman Hoffnung: “Steve war ganz aufgeregt, als Gaikai [von Sony] aufgekauft wurde, weil dies auf gewisse Art alles bestätigte, was wir geschaffen haben”, erklärte eine anonyme Quelle gegenüber Joystiq. Auch erklärte Perlman laut dieser Quelle, gegen Gaikai juristisch vorgehen zu wollen, da David Perrys Firma seiner Meinung nach ganz klar seine Patentrechte verletzt hätte.
Für Abonnenten läuft der Dienst nach wie vor weiter. Hierzulande konnte OnLive noch nicht Fuß fassen; nach den USA startete man letztes Jahr in Europa zuerst in Großbritannien. Wer sich hinter dem Käufer verbirgt, ist noch nicht bekannt, zuletzt war Hewlett Packard im Gespräch.








Wieso “”verkaufen”” die die Spiele bei Onlive eigentlich? Ich denke, dass geht mit Abomodell. Man bezahlt 10 oder 20 Euro im Monat und kann dafür ein bestimmtes Kontingent der vorhandenen Titel da nach belieben zocken. Kaufen ist so ein Modell ja so oder so nicht.Ich lache mich ja schon bei Steam schief, wenn ich immer höre, dass einige Leute da etliche Hundert oder gar Tausend Euro für etliche Dutzend (Download-)Spiele ausgegeben haben und ihnen egal ist, dass die irgendwann einfach weg sind.
Ich finde das auch Bullshit! Oft hole ich mir noch mal den einen oder anderen Klassiker aus dem Schrank, z.B. letztens das Exhumed für die 1. Playsie! Das wäre mit Onlive passé!
Angeblich hatte OnLive monatliche Kosten in Höhe von 5 Mio. US$, kein Wunder wenn man da Pleite geht.
Vielleicht schlägt noch MS zu….
Nur so nebenbei, ganze 90% der Belegschaft wurden entlassen. Der Rest ist leer ausgegangen, weil die zu einem Großteil mit mittlerweile wertlosen Aktienpaketen “”bezahlt”” wurden. Da arbeiten nur noch so viele Leute, dass der Service aufrecht erhalten werden kann. Es kann also immer noch sehr gut passieren, dass das Licht bald ganz ausgeht.
[quote=erko]Also ich hätte jetzt gedacht das die Spiele so nach 8 Jahren gelöscht werden, aber schon nach 3 Jahren!?Niemals![/quote]Selbst wenn die Spiele nach erst 10 Jahren nicht mehr verfügbar wären, ist das nicht akzeptabel. Ich kaufe etwas und das sollte theoretisch dann auch mir gehören (Eigentümer- und Besitzrecht). Dieses Prinzip ist leider auf alles Digitale, welches ich nicht in irgendeiner art und Weise eigenständig speichern kann oder welches ich nur in verbindung eines Fremddienstes (Steam,PSN,XboxLive etc.) benutzen kann, so nicht mehr anwendbar.Wird der Dienst abgeschaltet, oder entscheidet sich der Dienstleister dazu ein Produkt nicht mehr weiter zu unterstützen oder anzubieten, schaut der “”Käufer”” dumm aus der Wäsche.Im Grunde erwerben wir durch solche Dinge (Streamdienste, GamesOnDemand und DLC die an einen Anbieter gebunden sind) lediglich das “”Nutzungsrecht”” solange sie zur Verfügung gestellt werden. Ein Jurist wüsste zu dem Thema sicherlich eine verlässlichere Aussage zu tätigen.Ohne direkt den Weltuntergang prognostizieren zu wollen, aber ich stehe der zunehmenden Digitalisierung unseres Hobbies weiterhin skeptisch gegenüber.
Gerade noch mal Gegoogelt, wer die Spiele bei Release zum Vollpreis kauft, bekommt ein garantiertes Nutzungsrecht für 3 Jahre, gut laufende Spiele können da auch länger zur Verfügung stehen.Spielt für mich aber eh keine Rolle, da ich meine Spiele lieber im eigenen Regal stehen habe, ich spiele an manchen Games teilweise einige Monate oder sogar Jahre bis ich durch bin. Und viele Spiele kauf ich mir und stelle sie erst mal ungeöffnet ins Regal, da warten zur zeit ungefähr 30 Games darauf von mir endlich mal geöffnet zu werden, auch spiele ich sehr viel Retro von 8Bit bis zur ersten Xbox, aktuell gerade mal wieder Wing Commander auf meinem Amiga cd 32, alleine schon daher wäre so ein Dienst absolut nichts für mich.Für Spieler die ein Spiel nur einmal durchspielen möchten, oder eher nur Online Spielen ist so ein Dienst ganz gut geeignet. Das Spiel 3 Tage für wenige Euros geliehen dabei keine Hardware Kosten, oder den Jährlichen Shooter Online mit allen Updates, auf einer Gemeinsamen Hardware, da würde so ein Dienst funktionieren.
Pleite, Lol – wie konnte das nur passieren? xD
[quote=Next Snake]
Ältere Spiele wird es keine geben, nach 3 Jahren werden die Games vom Server entfernt.
Auch wenn man die Spiele dort zum Vollpreis gekauft hat sind sie weg, da man bei OnLive bei einem Kauf nur das komplette Nutzungsrecht erwirbt so lange die Spiele auf dem Server verfügbar sind.
[/quote]und genau deswegen werde ich nach wie vor verteidiger von retail versionen bleiben ;P
Ältere Spiele wird es keine geben, nach 3 Jahren werden die Games vom Server entfernt.Auch wenn man die Spiele dort zum Vollpreis gekauft hat sind sie weg, da man bei OnLive bei einem Kauf nur das komplette Nutzungsrecht erwirbt so lange die Spiele auf dem Server verfügbar sind.
so schauts aus! weg mit dem dreck!