Auf Sonys gamescom-Pressekonferenz wirkte die Neuvorstellung Puppeteer ziemlich konfus, eine 60-minütige Präsentation einige Tage später bringt aber mehr Licht ins Dunkel des PS3-Projekts. Game Director Gavin Moore erzählt äußerst unterhaltsam von seiner Liebe für das japanische Puppentheater, das als Inspirationsquelle für das gesamte Setting dient. Im Gegensatz zu anderen Hüpfern entdeckt Ihr die Spielwelt nicht durch das Herumlaufen im Level: Eure beiden Spielfiguren (das Männchen Kutaro und eine fliegende Katze) stehen auf einer Bühne und eine unbekannte Macht im Hintergrund zieht buchstäblich die Fäden und verändert das Bühnenbild in Sekundenschnelle. Eben bestand die Umgebung noch aus Kisten, Möbeln und Holzstiegen, jetzt stehen die beiden Protagonisten in einem alten Gruselgemäuer mit Abgründen, Fackelschein und Fledermäusen. Das Bühnenbild rotiert, klappt und morpht in spektakulärer Weise; die Liebe zum Detail erinnert dabei an LittleBigPlanet, obwohl nur 14 Leute an Puppeteer arbeiten und die Hintergründe von Hand animiert werden müssen.
Laut Moore bietet der Fokus auf die Theaterbühne viele Vorteile: Sein Team muss sich zum Beispiel nicht um eine virtuelle Verfolgerkamera kümmern, sie ist einfach fix auf das Geschehen gerichtet, begleitet von gelegentlichen Zooms. Die gesparte Rechenpower investiert das japanische Sony-Studio unter anderem in 140 dynamische Lichtquellen, die die Bühne mit zusätzlichem Leben füllen. Als weiteren Punkt führt Moore die Integration eines Publikums an, das Euer Treiben auf der Bühne mit erstaunten Ausrufen, Gemurmel und Klatschen kommentiert – auch wenn Ihr alleine daddelt, ist also jemand da, der Euch anfeuert.
Die Stimmung und die Inszenierung sind also schon mal vielversprechend, den spielerischen Gehalt können wir noch nicht wirklich beurteilen: Puppeteer sieht wie ein Old-School-Jump’n’Run aus, das mit bislang zwei bekannten prägenden Ideen angereichert wird. Zum einen sammelt Ihr “sehr viele” Austauschköpfe für Euren Hauptcharakter: Auf maximal drei dürft Ihr dabei zugreifen, wenn Ihr sie vorher gesammelt habt. Zu sehen bekamen wir einen Totenschädel, einen Spinnenkopf sowie einen Kopf in Hamburger-Form. Je nach aktuell aktivem Schädel stehen Kutaro Spezialfähigkeiten zur Verfügung, die ihn zu Geheimnissen führen oder einfach den weiteren Weg öffnen. Werdet Ihr von einem Feind berührt oder getroffen, geht ein solcher Kopf und damit eine Fähigkeit flöten. Die zweite Idee dreht sich um magische Scheren, mit denen Ihr Euch per Quadrat-Taste durch Levelinventar und wohl auch Feinde schnippelt. Mehr wurde zu diesem Feature noch nicht verraten. Verraten können wir Euch aber noch folgende Details: Puppeteer ist seit gut zwei Jahren in Entwicklung und wird ein normales Vollpreisspiel, das Ihr 2013 als Blu-ray-Version kaufen könnt. Auf die Fragen nach einem Level-Editor und 3D-Unterstützung lächelte Moore wissend, wir interpretieren das als Bestätigung.








Also für mich sieht das spiel schon mal sehr gut aus! Freu mich schon drauf es zocken zu können. Ist schon ein release date bekannt?Also wann genau es 2013 kommt?