Wer glaubt, dass Großbritannien das Schlaraffenland für Spieleenttwickler ist, der kommt ein paar Jahrzente zu spät: Schon länger gibt es dort von Regierungsseite keine richtige Förderung mehr, weshalb viele junge Talente die Insel verlassen, um in Übersee, hauptsächlich USA oder Kanada, ihr Glück zu versuchen. Sefton Hill, Game Director und Mitbegründer von Rocksteady (siehe Bild), hat diesen Umstand gegenüber CVG nochmal scharf kritisiert und Lösungen für dieses Problem gefordert.
“Viele meiner Freunde sind schon weggezogen, die Talente hauen uns einfach ab”, sagt Hill. Besonders Montreal sei aufgrund extrem guter steuerlicher Bedingungen ein beliebter Zielort. Es sei definitiv an der Zeit, dass die mächtigen Leute in Großbritannien endlich auch Spieleentwickler unterstützten, denn sonst würde dies nie aufhören.
“Wir haben soviele gute Entwickler hier, aber die Zahl verringert sich stetig”, fährt Hill fort. Als Beispiel führt er Bizarre Creations und Black Rock an, die sehr gute Games machten, dann aber aus dem Business verschwanden – wie könne dies geschehen? Hätte man immer die Unterstützung der Regierung gehabt, könnte man jetzt in der Position von Montreal sein. Dabei wurde auch auf Großbritanniens großartige Geschichte im der Ära der Heimcomputer hingewiesen.
Ob die genannten Entwickler mit staatlicher Stütze wirklich noch existieren würden, ist trotzdem fraglich – schließlich haben sich deren Produkte einfach viel zu wenig verkauft.








Der letzte Satz stimmt schon,bezogen auf die verkauften Einheiten,aber es gab tatsächlich schon sehr gute englische Entwicklerschmieden(Rare,Rocksteady,Bizare Creations).Ich würde mir ein stattliches Unterstützungsprogramm für Entwickler wünschen…ist doch ein guter Gedanke.Ich glaube auch nicht,daß dies einige Studios retten würde,aber wie der Herr schon sagte…unter Umständen blieben diese in England.