
Dieser Artikel stammt aus der M! 340 (Januar 2022).
TOKIO • Von der spielenden Öffentlichkeit kaum bemerkt, wird Sega umstrukturiert, in Verbindung mit einem Generationswechsel beim Mutterkonzern Sammy. Dessen Gründer, der Arcade-Pionier und Pachinko-Patriarch Hajime Satomi, feiert Anfang des nächsten Jahres seinen 80. Geburtstag und übergibt deshalb die Leitung des Unternehmens, das er 2001 an die Börse brachte und 2004 zur milliardenschweren Sega Sammy Holding verschmolz, Anfang 2021 an seinen Sohn Haruki Satomi. Als CEO der ganzen Gruppe trennt der Filius Geschäftsfelder und -führung: Neuer Präsident und COO der 100-prozentigen Sammy-Tochter Sega Corporation wird Yukio Sugino – ein Videospielveteran, der seit 1993 für Sega arbeitet. Jetzt, knapp ein Jahr nach der Umstrukturierung, stellt Sega die Weichen für eine ”mittel- bis langfristige” Strategie, um ”groß angelegte, globale Spiele” zu produzieren. Dazu wird eine Allianz mit dem US-Riesen Microsoft geschlossen: Gemeinsam und auf Basis von Microsofts Cloud-Plattform Azure will man eine ”Super Game”-Initiative entwickeln, erklärt Segas neuer Chef Yukio Sugino, ”und außerdem eine Next-Gen-Spielumgebung aufbauen”.
Beide Ziele werden nicht näher spezifiziert, doch die Marschrichtung ist klar: Azure erhält die weltweite Strahlkraft und Kreativität der Marke, Firma und Spiele von Sega, während Sega die technische Infrastruktur, das weltweite Ökosystem, unddie digitalen Kanäle von Microsoft nutzt, um Multiplayer- und Cloud-Games zu entwickeln, zu be- und vertreiben. Ob und wie exklusiv die Zusammenarbeit ist, bleibt offen: Im Bereich der Netzinfrastruktur konkurriert Microsoft nicht mit Nintendo oder Sony, sondern mit Google und Amazon. Mit diesen beiden US-Rivalen trägt Microsoft die ”Streaming Wars” aus und ringt beim Aufbau virtueller Gemeinschaften und ”Metaversen” (in denen sich alle Unterhaltungsmedien treffen) sowohl mit Googles Stadia als auch mit Mark Zuckerberg. Der benannte seine Firma Facebook kürzlich um, firmiert seit dem 28. Oktober als Meta Platforms, Inc., kurz Meta. Wie Azure und Stadia ist das ein Name, an dem die Spieler der Breitband-Zukunft kaum herumkommen.








@Rudi Ratlos
Ich habe noch ein paar Yakuza Teile nachzuholen und dann mal abwarten was passiert ?
@DerPanda Ist Mr. Yakuza nicht mit eigenem Studio bei Tencent untergekommen? Die Zukunft der Reihe dürfte damit vorerst ja erst einmal unsicher sein ?
Sega hat damals so viel Magie ausgestrahlt dass ich das Unternehmen schon gerne dauerhaft unabhängig sehen würde, obwohl es dass seit Sammy ja eigentlich nicht mehr ist. Andererseits ist es schade, dass die beste Spielefirma aller Zeiten seit inzwischen 20 Jahren nur noch ein Schmalspurprogramm fährt. Bei einer Übernahme wäre Nintendo wohl der beste Partner, denn es bringt am ehesten das alte Gefühl einer Sega-Hardware zurück. Auch glaube ich, dass unter Nintendo die klassischen Marken wieder gepflegt werden würden, denn das macht Nintendo selbst ja auch. Allerdings möchte Nintendo nichts haben, was nicht seit Jahrzehnten Nintendo-DNA hat.
Aber ein neues Sega Rally, Ecco the Dolphin, Phantasy Star, PDS oder Last Bronx auf einer neuen 4K-Switch würde ich schon gerne sehen.
Ich hoffe nicht das Microsoft, Sega kauft. Da nämlich Atlus zu denen gehört und die Spiele wären Verschwendung als MS exklusiv.
Judgment und Yakuza will ich zb auch weiterhin spielen.
Das Net Worth allein beträgt schon 3.6Mia, ich denke nicht, dass Nintendo da zuschlagen wird. MS hätte sicherlich die Kohle, aber da könnten die Wettbewerbshüter langsam einen Strich durch die Rechnung machen.
Sega sollte generell mal mehr ihre Marken pflegen, warum sollte man sie sonst kaufen?
Nintendo sollte Sega kaufen….. das wäre der Hammer
Ich finde Sega jetzt nicht unwichtig. Ein paar gute Sachen haben sie auch heute noch in ihrem Katalog. Ich finde z.B. die Yakuza -und Judgement-Reihe nicht uninteressant und auch Sonic ist ja nicht grundsätzlich schlecht in der heutigen Zeit. Wenn letzteres erfolglos wäre, würden nicht so viele Spiele immer noch davon kommen.
Ich könnte mir aber vorstellen, daß Microsoft vielleicht irgendwann Sega aufkauft. Genug gute Marken hat Sega ja, die seit Jahren ungenutzt herumliegen.
Ich hab die “goldene” MS/SEGA-Original Xbox Zeit damals verpasst, nachdem der DC untergegangen war.
Ich hatte bereits vorher, obwohl ein SEGA-Kind der 90er, vom Saturn zur PS gewechselt und in der Zeit als dann MS die Konsolen-Bühne betrat war ich (etwas) weniger mit Kosnolen beschäftigt.
Bin was die Kooperation zwi. SEGA und MS also eher unvorbelastet.
Aus meiner Kindheit/Jugend her, würde ich mich freuen, wenn SEGA was mit den viele Perlen macht, die noch dem Namen nach ungenutzt herumliegen.
Was und ob das dann mit der strategischen Partnerschaft zwi. MS und SEGA zu tun hat wird sich zeigen.
SEGA ist ja heute auch erfolgreicher Publisher von so Dingen wie Total War (PC) und es geht sicher nicht nur ausschließlich um reine Spieleentwicklung.
Wenn Japan endlich mal wieder aufmacht, bin ich echt gespannt, wie die Arcade-Situation vor Ort aussieht. Da ist ja ein extremer Wandel in den letzten Jahren zu beobachten.
Denke da werden wieder einige “Perlen” aus dem Hause Sega auf uns zurollen!
Sega ist sowas wie ein schlafender Riese! Soll endlich wieder erwachen!!!
Nachvollziehbar, dass beide weiterhin zusammenarbeiten, haben sie doch nicht nur bei Dreamcast zusammen was gemacht, auch wenn gerade Microsoft von dessen Scheitern auf Langzeit profitierte, sondern auch auf der 360, ich mein schaut mal allein XBLA mit seinen vielen Sonic-Titeln und auch so auf der 360 mit Sonic und anderen Sega-Klassiker-Umsetzungen. Und heute läuft ein Sonic Generations oder Unleashed auf Series Konsolen zur Höchstform auf.
Was das „Super Game“ betrifft bin ich wie genpei und Lincoln auch sehr skeptisch, ob das was für mich sein wird. Klingt irgendwie nach Ubisoft-Formel…
Zu Xbox (Classic) Zeiten war die Combo MS & Sega pure Magie.
Dieser Artikel hier lässt mich aber völlig kalt.
Klingt nach ze future of Gaming ohne mich. 🙂
Klingt nach viel Service und wenig Spaß
Denn man tau?✌️