Zubehör-Check: LG Ultra Gear GP9

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Dieser Artikel stammt aus der M! 338 (November 2021).

MERING • Mit dem GP9 bietet Hersteller LG ein raffiniertes Allround-Gerät speziell fürs Gaming, das Soundbar, mobilen Bluetooth-Speaker und externe Soundkarte für kabelgebundene Kopfhörer vereint. Der Lautsprecher passt dank kompakter Maße (37,6 x 8,6 x 10,8 cm) dabei unter die meisten Fernseher. Außerdem kann er gleichermaßen über Netzteil oder unterwegs via integrierten Akku (Laufzeit ca. 5 Stunden) betrieben werden. Auffällig ist das kantige Design mit beleuchteter, geschlitzter Vorderseite. Oben am Gerät finden sich ein gerasteter Lautstärkeregler mit integrierter Mikrofonstummschaltung sowie Tasten für An/Aus, Soundquelle, Kopfhörerbetrieb und drei Soundmodi. Rückseitig dürfen PS5 und XSX per USB-C für den Spielbetrieb angestöpselt werden, PS4 und XOne verbindet Ihr alternativ via Toslink. Handys und andere Geräte für den Musikgenuss koppelt Ihr via Bluetooth.

Aus dem 1,5 Kilo schweren 2.0-System wummern 20 Watt Leistung, die über zwei 50-mm-Treiber und eine passive Bassmembran ausgebreitet werden. Bei Spielen wie auch Musik überzeugen die klaren Höhen und prägnante Stimmen. Mitten und Bässe sind zwar präsent, fallen dagegen aber dezent aus. Per Tastendruck schaltet man virtuelle Surround-Modi zu: ”FPS” eignet sich speziell für Ego-Shooter und bietet eine breiter gestaffelte Kulisse mit verstärkten Schrittgeräuschen. Im Modus ”RTS” (speziell für Echtzeitstrategie) erscheint das Klangbild noch breiter, dafür jedoch hochtöniger und indirekter. Die simulierte Raumwirkung überzeugt beim Spielen größtenteils, rückwärtige Soundquellen kommen jedoch etwas diffus rüber. Das hängt aber auch vom Sitzabstand und vom Spiel ab. Bei Returnal auf PS5 oder Gears 5 auf XSX lassen sich Gegner zum Beispiel gut lokalisieren. Situationsabhängig empfiehlt sich der dritte Soundmodus ”EQ”, mit dem Ihr das Klangbild selbst individualisiert. Dazu nötig ist LGs kostenlose ”XBoom”-App für Mobilgeräte, die gleichzeitig als Fernbedienung fungiert. Mit ihrer Hilfe justiert Ihr Klangmodus, Lautstärke sowie speicherbare Equalizer-Settings in fünf Stufen. Zusätzlich passt Ihr die statische RGB-Beleuchtung am Speaker farblich an – diese ist stufenlos dimmbar und auch abschaltbar. Im Kopfhörer-Betrieb via Klinke entfaltet sich außerdem virtuelles 7.1 mit Unterstützung für DTS Headphone:X. In unserem Test mit einem Teufel Cage erschien die Kulisse jedoch nicht ganz so räumlich wie mit dem 3D-Audio der PS5. Dennoch wirkt der Sound überaus druckvoll und direkt.

Fazit: Mit 499 Euro ist der GP9 nicht gerade ein Schnäppchen und so teuer wie eine der neuen Konsolen. Dafür bietet die Soundbar überraschend vielfältige Einsatzmöglichkeiten an ­Konsole, PC oder unterwegs als mobiler Speaker. Das breite Klangspektrum überzeugt, nur im Tieftonbereich fehlt es an Wumms. Doch das ist auch den kleinen Abmessungen geschuldet.

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Ich finde, dass dieses Teil sehr süß ist.

Vielleicht bestelle ich sie mir für meinen 2. Spiele-TV.

Natürlich kann sie aber nicht gegen meine bestehende Dolby-Atmos Anlage anstinken.

Stichpunkt Sennheiser Ambeo…