
| Spiel: | Alan Wake's American Nightmare |
| Publisher: | Microsoft |
| Developer: | Remedy |
| Genre: | |
| Getestet für: | 360 |
| Erhältlich für: | 360 |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: |
Das ist ungewöhnlich: Anstatt dem Action-Adventure Alan Wake eine vollwertige Fortsetzung zu spendieren, präsentiert Entwickler Remedy mit Alan Wakes American Nightmare ein Download-exklusives Spin-Off soweit die Fakten auf dem Papier. Auf dem Bildschirm geht die Episode mit einer Spielzeit von sechs Stunden allerdings auch locker als vollwertiger Nachfolger durch und steht dem Vollpreis-Titel in nichts nach.
Seit den Ereignissen in Alan Wake sind zwei Jahre vergangen. Während der Schriftsteller in der realen Welt weiterhin als vermisst gilt, findet Ihr Euch erneut in einem aus seiner Feder stammenden Werk wieder. Anstelle eines dicken Wälzers verschlägt es Wake diesmal in das Drehbuch einer Folge der Fernsehserie Night Springs. Oder auch nicht? Was die Geschichte betrifft, lassen die Finnen ein weiteres Mal viel Platz für Spekulationen. Fest steht, dass Wake in dem Spin-Off auf Mister Scratch trifft. Bei dem bekennenden Anzugträger handelt es sich um Wakes dunklen Doppelgänger, eine bösartige Karikatur seiner selbst, die sich das Ziel gesetzt hat, Alans Platz in der realen Welt einzunehmen.
Um dies zu verhindern, verfolgt Ihr den smarten Fiesling durch die Wüste Arizonas. Neben einem Rastplatz samt typisch amerikanischem Diner und Motel besucht Ihr eine Sternwarte und ein Autokino. Und so viel sei verraten: Da Wake in einer Zeitschleife gefangen ist, erlebt Ihr jeden der drei Orte mehrere Male jedes Mal in leicht abgeänderter Form. Wo man anderen Entwicklern vorwerfen könnte, so die Spielzeit künstlich in die Länge ziehen zu wollen, muss man Remedy für die grandiose Inszenierung loben, die keinen Platz für Langeweile, dafür aber umso mehr unheimlich intensive Momente lässt. Denn wie der Vorgänger besticht auch die Download-Episode mit einer extrem dichten, nahezu konkurrenzlos guten Atmosphäre. Spielerisch fällt American Nightmare hingegen dezent actionlastiger aus. Wakes stärkste Waffe im Kampf gegen die Besessenen ist ein weiteres Mal seine Taschenlampe: Bevor Ihr den zahlreichen Gegnern mit Euren Bleispritzen Schaden zufügen könnt, müsst Ihr sie durch einen konzentrierten Lichtstrahl aus Eurer portablen Lichtquelle schwächen. Der Schriftsteller verfügt jetzt zudem über ein aufgestocktes Waffenarsenal: Von der abgesägten Schrotflinte über eine Armbrust und einen Drucknagler bis hin zum Sturmgewehr hat der Waffenschrank allerhand zu bieten. Proportional dazu ist allerdings auch die Gegnervielfalt gestiegen. So bekommt Ihr es diesmal nicht nur mit schnöden Standardgegnern zu tun. Der Splitter beispielsweise teilt sich nach einmaligem Beschuss einfach in zwei kleinere Feinde. Im Gegensatz zu Wakes erstem Abenteuer spielen sich die Kämpfe so deutlich dynamischer. Ein paar Rätsel mehr hätten aber auch der Download-Episode nicht geschadet.
Neben der Kampagne findet Ihr unter dem Menüpunkt Kampf bis zum Sonnenaufgang einen kurzweiligen Arcade-Modus, in dem Ihr zehn Minuten lang auf diversen Karten gegen unzählige Gegnerwellen überleben müsst.
Actionlastiger Ableger des Schriftsteller-Abenteuers, der mit mehr Dynamik auftrumpft.
| Singleplayer | ![]() | 8 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |









