BlazBlue Continuum Shift Extend – im Test (360)

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Bei Kampfspielen ist der Grad zwischen sinnvollen Erweiterungen und dreistem Melken der Fans schmal: Wie viele Neuerungen rechtfertigen ein Disk-Update? Die Extend-Fassung von BlazBlue: Continuum Shift sorgt nicht unbedingt nur für Euphorie. Tatsächlich läuft die Reihe Gefahr, durch ihre seltsame und inkonsequente Update- und Download-Politik die treuen Fans zu verprellen. Klar, es gibt ein neues Intro, frische Story-Modi und auch erweiterte Online-Teamkämpfe, zur Teilnehmerriege stößt aber tatsächlich nur ein neues Gesicht: Relius Clover ist der Vater von Magier und Puppenspieler Carl Clover und versteckt ein paar coole Tricks unter seinem Umhang. Dazu sind noch die Download-Charaktere des direkten Vorgängers von Anfang an spielbar.

Im Grunde ist das ein netter Zug, doch alle, die bereits eine Menge Geld für Makoto Nanaya, Valkenhayn R. Hellsing und Platinum the Trinity bezahlt haben, werden sich jetzt in den Allerwertesten beißen. Wer den Ärger darüber hinunterschlucken kann, freut sich über die erneut gigantische Modi-Vielfalt: Folgt der Geschichte, spielt den Arcade-Modus, geht eine Runde ins Trainingslager, versucht Euch an ein paar besonders harten Gegnern oder dem Challenge-Modus. Wo andere Beat’em-Ups heute primär auf (Online-)Multiplayer setzen, da wird bei ”BlazBlue” seit jeher auch für Solisten jede Menge Stoff geboten.

In Sachen Spielbarkeit gehört die Reihe vom Guilty Gear-Entwickler Arc System Works ohnehin schon seit ihrem Debüt zur Crème de la Crème der virtuellen Kampfkunst: Die Figuren sind herrlich abwechslungsreich und spielen sich teilweise hochgradig komplex. Wo Anfänger gut mit Noel Vermillion oder Ragna the Bloodedge zurechtkommen, verbeißen sich Könner in taktisch anspruchsvolle Kämpfer wie Rachel Alucard oder Carl Clover. Wer die meistert, wird von Zuschauern manch ehrfurchtsvolles ‘Ah’ und ‘Oh’ zu hören bekommen.

» nur eine wirklich neue Figur
» Download-Charaktere des Vorgängers von Anfang an dabei
» überarbeitete Kämpfer-Balance
» neues Intro und Story-Happen

Thomas Nickel meint: Ein Glück, dass ich mir die Add–on-Kohle der letzten Episode gespart habe: So gerne ich Makoto &amp Co. ausprobiert hätte, die Preise waren einfach zu hoch – und wer warten konnte, wird jetzt belohnt. Natürlich ist BlazBlue: Continuum Shift Extend jetzt die umfangreichste und kompletteste Fassung des 2D-Prügel-Knallers, im Gegensatz zu den letzten Capcom-Updates gerieten die Erweiterungen aber eher überschaubar. Wer nur das erste BlazBlue oder noch keinen Teil der Reihe hat, schlägt guten Gewissens zu – die Reihe rockt einfach nach wie vor. Wer dagegen Continuum Shift-schon besitzt, sollte genau überdenken, ob er hier noch einmal zugreift.

Wer den direkten Vorgänger hat, überlegt sich den Kauf der Minimal-Erweiterung der ansonsten starken Klopperei.

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