Bloodstained: Ritual of the Night – im Test (Switch)

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Gothic Fiction, Gothic ­Horror – im deutschen als ”Schauerromantik” und ganz sicher nicht mit dem ­Begriff ”gotisch” zu übersetzen – ist eine aus der Romantik erwach­sene literarische Strömung des 18. und 19. Jahrhunderts. Hier knarzt das Gebälk, es huschen ­nebulöse Gestalten durch kerzen­beleuchtete Gänge und eine morbide Stimmung charakterisiert die Welt. Es ist eigentlich erstaunlich, dass dieses Setting in der Welt der Videospiele vergleichsweise selten auftaucht. Fantasy ­Marke T­olkien, militaristische Machtfantasien und unzusammenhängend erzählter Eskapismus in Form von zeitgenössischer Anime-Kost geben sich mit den üblichen Zombie-Metzeleien die Klinke in die Hand, während stilvoller Grusel ein Nischendasein fristet. Letzteres dürfte ein Hauptgrund sein, warum Konamis Castlevania-Oldies bei einem großen Teil der Spielerschaft bis heute präsent sind. Mit Bloodstained: ­Ritual of the Night schlägt Koji ­Igarashi – der kreative Kopf hinter ­Symphony of the Night und vielen der Quasi-Nachfolger auf GBA und DS – nun exakt und mit Verve in diese Gothic-Kerbe.

Um die überladene Hintergrundgeschichte um Shardbinders, eine Heldin, die aus einem langen Schlaf erwacht, (vielleicht) fiese Alchemisten, finstere Experimente und natürlich den Wunsch nach Rache müsst Ihr Euch nicht wirklich kümmern. Wenn Ihr mit Heldin Miriam erst ein ranziges Segelschiff und später ein verwunschenes Schloss erkundet, fühlt Ihr Euch trotz 2,5D-Grafik gleich wieder wie in einem klassischen Castlevania. Oder einem Metroidvania? Oder ­Igavania, wie Macher Koji Igarashi das von ihm mitbegründete Genre bezeichnet? Auf jeden Fall sind alle Zutaten vorhanden: Die Welt ist groß, verschlungen und lockt an allen Ecken und Enden mit spannenden Geheimnissen. Zunächst unüberwindliche Hindernisse werden mit erspielten Fähigkeiten gemeistert: Miriam lernt nicht nur den fast obligatorischen Doppelsprung – mit einer riesigen Hand werden schwere Objekte verschoben, als Blitz quetscht sie sich durch enge, verspiegelte Gänge und selbst die Schwerkraft kann sie später manipulieren.

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8 Kommentatoren
kraftw33rkNipponichiRudi RatlosMax SnakeBort1978 Letzte Kommentartoren
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kraftw33rk
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kraftw33rk

Hab’s gestern angefangen zu spielen (für ungefähr 5 Stunden) und finds bis jetzt ganz schön knackig schwierig. Viel Game Over, viele viele Versuche 🙁
Bleibe aber wohl daran interessiert. Sieht toll aus, die Elemente, die ein Castlevania ausmachen sind toll und die technischen Mängel fallen mir eigentlich gar nicht auf (vermutlich mangels A-B Möglichkeit).

Nipponichi
I, MANIAC
Maniac
Nipponichi

Ich hatte mir schon im Vorfeld gedacht, daß die Switch-Version die schlechtere Wahl ist, dennoch habe ich mir diese gekauft, weil ich auch schon Curse of the Moon auf der Switch als physische Version gekauft hatte.

Rudi Ratlos
I, MANIAC
Gold MAN!AC
Rudi Ratlos

Bort1978Bort1978 Dürfte dem verwendeten Framework geschuldet sein – beim Überfliegen des Tests sind mir zumindest keine weiteren Unterschiede aufgefallen (abseits der Wertung)

Max Snake
I, MANIAC
Epic MAN!AC
Max Snake

Die Switch – Version ist leider nur die zweite Wahl. Schade.

Bort1978
I, MANIAC
Maniac (Mark III)
Bort1978

Sind zwei verschiedene Wertungskästen in einem Test online nicht möglich? Das wäre eine etwas schwache Leistung. Muss doch machbar sein, verschiedene Wertungskästen nebeneinander in einem Test anzuführen. Oder gibt es weitere Unterschiede zwischen dem PS4 / One-Test und dem Switch-Test?

ghostdog83
I, MANIAC
Epic MAN!AC
ghostdog83

Was ich nicht schon alles bei 84 habe links liegen lassen.

greenwade
I, MANIAC
Gold MAN!AC
greenwade

die fiese 84! diese wertung sollte gesetzlich verboten werden.

Zack1978
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Intermediate (Level 3)
Zack1978

Eben. 🙂

ghostdog83
I, MANIAC
Epic MAN!AC
ghostdog83

Der Mobilitätsfaktor sollte die Spielspaßeinbußen mit Leichtigkeit wieder ausgleichen. 🙂

Zack1978
Mitglied
Intermediate (Level 3)
Zack1978

84 Prozent finde ich ist eine faire Wertung, da die Mängel zwar nicht wegzudiskutieren sind, das Spiel aber auch auf der Switch ne Menge Spaß macht.
Freut mich, das sich das auch so auch im Test hier widerspiegelt.