Breath of Fire II – im Klassik-Test (GBA)

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Satte 500 Jahre liegen inhaltlich zwischen den ersten Aben­­teu­ern von Drachen­junge Ryu und den Ge­scheh­nissen im Nachfolger Breath of Fire 2. Ganz so lange mussten darbende GBA-Phantasten natürlich nicht auf das RPG-Sequel warten. Gerade mal vier Monate ist es her, seit Capcoms Handheld-Re­ma­ke des SNES-Serien-Debüts im MAN!AC-Check sei­­ne Qualitäten unter Beweis stellte, da folgt auch schon der Fantasy-Nach­schlag für unterwegs.

Erneut speist Euch Hersteller Capcom jedoch nicht mit einer simplen 1:1-Konvertierung ab, sondern peppt das traditionelle Bitmap-Gewusel für die Bedürfnisse von BigNs 32-Bit-Gameboy gehörig auf: So erfreut das LCD-Spek­takel wie Teil 1 mit einer Schnell­spei­cher-Funktion (der gesicherte Spielstand wird nach dem Aufruf jedoch wieder gelöscht), via Link-Kabel dürft Ihr außerdem erneut gefundene Items mit einem befreundeten Breath of Fire 2-Zocker tauschen. Des weiteren erfreut eine Handvoll gezeichneter Pixel-Stand­bilder Euer Auge. Eine deutsche Übersetzung hat sich Publisher Ubi Soft diesmal leider gespart – wie schon beim SNES-Ori­ginal entfaltet sich die etwas langatmige Fantasy-Ge­­schichte nur Rollenspiel-Fans mit solidem Schulenglisch.

Dafür dürfte der überaus traditionelle Spielverlauf nur geringe Einstiegs­pro­bleme bereiten: Auf einer schlichten Oberweltkarte wandern Ryu und seine später insgesamt sieben Weg­gefährten von Stadt zu Stadt, begeben sich in verschlungenen 2D-Dun­geons auf Schatzsuche und legen sich in rundenbasierten Zufalls­ge­fechten in leicht isometrischer Seiten­ansicht mit der monströsen Bitmap-Brut an. Kurzweil garantieren auch heute noch die individuellen Fähigkeiten Eurer Recken: Seid Ihr im Besitz einer Rute, vertreibt sich der Haupt­charakter an diversen Angel­plätzen die Zeit beim Fisch­fang, der schlappohrige Mu­tantenhund Bow begibt sich in speziellen Jagd­gründen auf die Pirsch nach nahrhaftem Pixel-Wild, und Dick­häuter-Ko­loss Rand kugelt per Knopfdruck auf der Weltkarte lästigen Dämonen­über­fällen aus dem Weg.

Für Gelegenheitszocker ist das komplexe Abenteuer naturgemäß weniger geeignet: Über 40 Sunden klassischer RPG-Unter­haltung birgt das winzige Cartridge, drei Speicherplätze verwaltet die eingebaute Batterie.

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