
| Spiel: | Bulletstorm |
| Publisher: | Electronic Arts |
| Developer: | Epic Games |
| Genre: | Ego-Shooter |
| Getestet für: | 360, PS3 |
| Erhältlich für: | 360, PS3 |
| USK: | 18 |
| Erschienen in: | 4 / 2011 |
“Wir sind der neue RocknRoll”, verkündete Cliff Bleszinski, Vorzeigefigur des US-Entwicklers Epic Games, vor einigen Wochen im Zusammenhang mit Bulletstorm. Er hat natürlich gut reden, schließlich war Elvis Amerikaner. Wir Deutschen hatten hingegen Peter Kraus. Während der schwarzhaarige Kotelettenträger schreiend “Lets Rock, Everybody, Lets Rock” forderte, reichte es bei dem schmalzlockigen Anzugträger meist nur zu einem “Mmmmhhhh, sei doch lieb zu mir.” Mit Bulletstorm verhält es sich ähnlich: Während der Rest der Welt die Sau rauslässt, schauen wir in Deutschland brav zu.
Dass Bulletstorm nicht ungeschoren davonkommen würde, war nach der überraschenden Ankündigung, dass der Ego-Shooter tatsächlich bei uns erscheint, klar: Liegt das Hauptaugenmerk des Titels doch getreu dessen Motto “Kill with Skill” darauf, Eure Gegner auf möglichst kreative Art über den virtuellen Jordan zu schicken. Insgesamt gibt es während der Kampagne 131 sogenannte Skillshots zu entdecken: Zieht Euren Gegner beispielsweise per Peitsche zu Euch heran, tretet ihn dann wieder von Euch weg und gebt ihm in der Luft mit Eurer Waffe den Rest oder nehmt nach und nach einzelne Körperteile ins Visier. Alternativ nutzt Ihr die Umgebung zu Eurem Vorteil: Schleudert Mutanten in elektrische Drähte, Kakteen oder in eine fleischfressende Pflanze. Je einfallsreicher Ihr seid und je mehr Skillshots Ihr aneinanderreiht, desto mehr Skill-Punkte bekommt Ihr, mit denen Ihr Eure Waffen auflevelt und Munition kauft.
Die Gegner agieren selten klug und erweisen sich oft als Kanonenfutter. Die Steuerung funktioniert tadellos und bietet mit der Mischung aus Treten und Schießen eine angenehm frische Spielerfahrung.
Nachdem wir die deutsche Version durchgespielt haben, müssen wir feststellen, dass sich die Kürzungen massiv auf das Spielerlebnis auswirken, da das Prinzip durch die Schnitte über weite Strecken ad absurdum geführt wird. Ein Beispiel: In einer Skillshot-Beschreibung heißt es Tritt dem Gegner den Kopf von den Schultern. Da in der deutschen Fassung das Abtrennen von Körperteilen nicht möglich ist, müsst Ihr dem Gegner lediglich gegen die Rübe treten, was inkonsequent und deplatziert wirkt.
Noch schwerer wiegt die Tatsache, dass für das fehlende Blut keine adäquate Alternative vorhanden ist, was zu einer mangelhaften Trefferrückmeldung führt. Wenn sich dann auch noch getroffene Gegner während einer Animation in Luft auflösen, kommt man sich als deutscher Spieler verschaukelt vor.
Das schmerzt umso mehr, als dass Bulletstorm auch außerhalb des Skillshot-Features überzeugen und unterhalten kann. So bleibt die Geschichte um den abgehalfterten Ex-Soldaten und notorischen Säufer Grayson Hunt, der sich auf einem persönlichen Rachefeldzug befindet, zwar flach und zu jeder Zeit vorhersehbar, bietet aber feinen schwarzen Humor und nimmt sich nur selten selbst ernst. Werdet Ihr beispielsweise in einem Tanztempel in ein hitziges Gefecht verwickelt, während aus den Boxen der Song “Disco Inferno” dröhnt, macht sich zwangsläufig ein Lächeln auf Eurem Gesicht breit. Wenn der Abschuss eines Gyrocopters mit den Worten “Grüße an die Hindenburg” kommentiert wird, schießen die Entwickler allerdings über das Ziel hinaus. Hinzu kommen peinliche Sprüche, bei denen selbst Duke Nukem die Hände vors Gesicht schlagen würde.
Ansonsten werdet Ihr während der siebenstündigen Kampagne gut unterhalten, auf der Jagd nach Eurem ehemaligen Arbeitgeber erkundet Ihr auf dem Planeten Stygia ebenso abwechslungsreiche wie stimmige Szenarien. Ihr nehmt eine auf den ersten Blick idyllische Hafenstadt auseinander, durchstreift einen Dschungel oder infiltriert einen riesigen Raumkreuzer. Besonders angetan waren wir vom Terror-Dome, einer Art Vergnügungspark, in dem Ihr als vermeintlicher Riese durch eine Miniaturstadt stapft. Sniper-Abschnitte lockern den geradlinigen Marsch durch die Levels auf und bieten ein nettes Detail: Nachdem Ihr den Abzug des Gewehrs gedrückt habt, könnt Ihr die Kugel manuell in das Ziel steuern. Weiteres Highlight sind die zwar seltenen, aber beeindruckend inszenierten Bosskämpfe. Zum Ende der Kampagne geht der Schießerei allerdings etwas die Luft aus. Die ansonsten ordentliche Präsentation trüben nur kleinere technische Mängel, so werden etwa Texturen oft zu spät geladen.
Neben der Story hetzt Ihr im ‘Dead Echo’-Modus unter Zeitdruck durch einzelne Abschnitte der Kampagne und versucht, möglichst viele Skill-Punkte zu ergattern. Den Multiplayer-Modus konnten wir noch nicht anspielen, ein Nachtest folgt in der nächsten Ausgabe.
+ actionreicher Shooter
+ abwechslungsreiche Szenarien
+ lustiges Spielprinzip…
– das durch die Schnitte der deutschen Fassung ad asurdum geführt wird
– zum Ende hin etwas monoton
Stefan Stöckmann meint: Ich bin kein Freund überbordender Gewalt in Videospielen und der Letzte, der aufgrund von Schnitten die deutsche Version eines Titels im Händlerregal stehen lässt. Doch da das Zelebrieren von Gewalt in Bulletstorm zentrales Element ist, machen die Anpassungen an den hiesigen Markt das Spiel kaputt. Eine höhere Wertung wäre durchaus drin gewesen, da Bulletstorm in vielen Punkten überzeugt. Mit seinem selbstironischen Humor, dem stimmigen Setting und der abwechslungsreichen, mit Ideen vollgestopften Kampagne bringt dieser Ego-Shooter das Genre weiter als die x-te Kriegsaction à la Call of Duty. Technisch erreicht Bulletstorm nicht ganz das Niveau der Konkurrenz. Dafür punktet die Steuerung, die mit der Mischung aus Schießen, Treten und Greifen für ein frisches Spielgefühl sorgt.
Eigentlich abwechslungsreicher Shooter mit dicker Inszenierung, dem in der deutschen Fassung jedoch die Würze fehlt.
| Singleplayer | ![]() | 69 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |




















Hab auch durchgespielt. Auch Uncut.War doch überrascht, dass mich selbst dieses Ballerspiel schon gelangweilt hat.Vllt. hab ich auch die Spielmechanik nicht genug ausgenutzt…kA.Da Spiel ich doch lieber das verbugte (naja, bis dahin hatte ich keine Probs) Mafia 2, bei welchem ich wegen 2 unterschiedlichen Bugs das vorletzte Kapitel zum dritten Mal nicht beenden konnte…grrr…^^
Habs gestern mal durchgezockt (uncut):- Selten so gelacht bei einem Spiel- Einzigartiges, abwechslungsreiches Shooter-Erlebnis- Top Setting- Keine Längen- Keine nervigen Bossfights———————= 88%Hab in den letzten Tagen Killzone 3, Homefront und Bulletstorm durchgespielt. Bulletstorm hat mir mit Abstand am meisten Spaß gemacht *Lanzebrech*
Ich spiele auch die Uncut-Version und kann diese nur empfehlen. Aus meiner Sicht kann der Uncut-Version locker 80% gegeben werden.Billige Story, aber wahnwitzige Sprüche und absolut coole Kills. Grafik ist gut, Weitsicht bombastisch und die Kill-Möglichkeiten sind riesig. Waffenauswahl ist ausreichend und Möglichkeiten, diese zu wechseln, sind genügend vorhanden.Viel Spass beim Nüsse knacken 😀
Gestern kam meine Uncut-Version aus dem Königreich. 3 Wochen nach Release für umgerechnet 34 € bei Ebay UK.Heute Abend rumpelt´s im Zockerzimmer.:)
Einen Test der uncut Version würde mich auch interessieren da ich nämlich mit meiner schweizer PEGI Version sehr viel Spass hatte und immer noch habe! Selten so gelacht bei einem Game! Ist echt übel was da in Deutschland bei euch so abgeht! Das ist Zensur von Kunst, wth!
Echt ein super spaßiges Spiel. Zock es gerade nochmal auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad durch und es macht nur Laune.
In der Uncut Version habe ich viel Spaß gehabt und einen Test der Ungeschnittene Fassung auf Website wäre super.
Ist ja eigentlich Wurst, man liest heraus, dass das ungeschnittene Game für Shooterfans sehr empfehlenswert ist. Ich denke mal Uncut wird es so zwischen 82 und 87 % bekommen.
Gibts auch nen Test zur Uncut Version? ^^ Oder könntet ihr einfach so sagen, wie viel Prozent es Uncut bekommen hätte? Würde mich wohl interessieren.