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Die Beginner-Strecke ist der konventionellste Burning Road-Kurs, überrascht Euch jedoch bereits mit drei verschiedenen Untergründen. Ihr startet in Daytona-ähnlicher Kulisse auf Asphalt, rast aber schon Sekunden später über einen gepflasterten Bergpaß, verlaßt einen Tunnel im Sprung, um auf schlammigen Untergrund weiterzurauschen. Der zweite Kurs soll Sega Rally das Fürchten lehren: Die Morastpiste führt an Ruinen und Waldstücken vorbei ebenfalls ins Gebirge. Wenn Ihr auf halber Distanz zum Ziel aus einem Bergtunnel auftaucht, überblickt Ihr ein himmlisches Panorama mit weiß leuchtenden Gletschern und majestätischen Felswänden. Doch keine Zeit für ausgedehnte Naturbeobachtungen: Das PS-starke Feld schlittert über die vereiste Fahrbahn, links und rechts fliegen Euch die Schneeklumpen um die Ohren.
Mit der dritten Strecke kehrt Ihr in die Zivilisation zurück: Die nächtliche Großstadt erinnert an die Highways von L.A.: Tunnels, Überführungen und angedeutete Steilkurven machen den City-Kurs zur tückischsten Asphalt-Strecke der Rennspielwelt. Zu allem Überfluß schlägt das Wetter erbarmungslos zu: Aus dem sachten Regenschauer wird ein nächtliches Gewitter, dessen Blitzschläge Euch für Sekunden blenden. An netten Details hat Toka auch hier nicht gespart: Wer genau hinsieht, erblickt z.B. die Programmierer gnädig grinsend auf einer LCD-Wand im Hintergrund.
Meterweite Sprünge, rücksichtslose Rempeleien und Überschläge rücken Burning Road fast schon in die Nähe von Destruction Derby. Doch trotz aller Action- und Crash-Anleihen ist das Spiel ein PS-Wettkampf, der ohne weiteres als inoffizielle Um- und Fortsetzung der Sega-Boliden durchgeht.









Jup, volle Zustimmung, sehe ich genau so wie Genpei!
Ziemlich gutes Spiel, das für mich, spielerisch insgesamt nicht so gut gealtert ist, wie die Paten, von denen es klaut. Der Minimalismus eines Daytona Rundkurses oder die Desert-Strecke von Sega Rally 1 haben mich über die Jahrzehnte hinweg mehr gefesselt.
Womit ich heute nicht mehr zurecht komme, ist das steuern-müssen mit dem ersten Sony Steuerkreuz, das war mir immer eine Spur zu hakelig.
Aber BR war damals eine der wenigen Alternativen, wenn Arcade Maniacs etwas Daytona-artiges für die Playstation haben wollten und das liefert es definitiv: die Technik war, an den Specs gemessen, besser ausgenutzt, als das, was Sega aus dem Saturn herausgeholt hatte, aber Sega programmierte damals noch gar nicht für Sony…