Burning Road – im Klassik-Test (PS)

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Meinung & Wertung

Winnie Forster meint: Wer unsere Previews gelesen hat, war vorgewarnt: Hier rauscht ein erbarmungsloses Action-Rennspiel auf Euren Bildschirm. Als ausgewiesene Sega-Fans haben die Entwickler grafische und akustische Elemente von Daytona und Sega Rally übernommen, erweitert und zu einem halsbrecherischen Strecken-Potpourri vermischt – ein einziger Burning Road-Kurs enthält mehr Abwechslung als so manches 32-Bit-Rennspiel während einer kompletten Championship. Daß Ihr an der härtesten Rally der Welt teilnehmt, merkt Ihr an der verwackelten Ich-Perspektive, wenn die Kühlerhaube vor Eurer Nase tanzt und jedes Schlagloch die Grafik verreißt. Die Lichteffekte und Wetter-FX zeugen von der technischen Kompetenz der Macher und von Ihrem Einfallsreichtum – eine ruppige und konkurrenzlos schnelle Alternative zu Ridge Racer & Co.

Martin Gaksch meint: Wow, von der grafischem FX-Bonanza muß man sich erst erholen, um ein seriöses Urteil über Burning Road zu fällen. Die Strecken wurden mit Effekten überflutet, alle paar Meter gibt’s Zunder – genau die richtige Entspannung für den gestreßten Formel 1-Piloten. Im Gegensatz zum realistischen Psygnosis-Rennspiel hat man die Kurse bei Burning Road nach optischen Aspekten designt. Die Fantasy-Autos dotzen und fliegen durch die Landschaft, daß einem fast schon schwindlig wird. Allerdings kommt das Fluggefühl nur aus der Cockpit-Sicht rüber: Fahrt Ihr in der Außen-Ansicht, stimmen die Freiflug-Parameter nicht ganz. Außerdem vermisse ich die spannenden wie intelligenten Zweikämpfe und Überholmanöver eines Sega Rally. Playstation-Besitzer sollte dies jedoch nicht irritieren: Burning Road ist ein Pflichtkauf-Motodrom.

FAZIT

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moshschocker
28. September 2018 17:48

Jup, volle Zustimmung, sehe ich genau so wie Genpei!

genpei tomate
26. September 2018 20:33

Ziemlich gutes Spiel, das für mich, spielerisch insgesamt nicht so gut gealtert ist, wie die Paten, von denen es klaut. Der Minimalismus eines Daytona Rundkurses oder die Desert-Strecke von Sega Rally 1 haben mich über die Jahrzehnte hinweg mehr gefesselt.
Womit ich heute nicht mehr zurecht komme, ist das steuern-müssen mit dem ersten Sony Steuerkreuz, das war mir immer eine Spur zu hakelig.
Aber BR war damals eine der wenigen Alternativen, wenn Arcade Maniacs etwas Daytona-artiges für die Playstation haben wollten und das liefert es definitiv: die Technik war, an den Specs gemessen, besser ausgenutzt, als das, was Sega aus dem Saturn herausgeholt hatte, aber Sega programmierte damals noch gar nicht für Sony…