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Ziemlich am Anfang dieses Tests haben wir von kurzen Railshooter-Passagen erzählt, die Euch immer wieder begegnen. Dies sind nicht die einzigen Stellen, an denen Euch die Entwickler an der Hand nehmen bzw. Euch das Ruder entreißen. Noch mehr als in World at War und den beiden Modern Warfare-Episoden habt Ihr stets einen oder mehrere Wachhunde (alias Begleiter) dabei, die Euch den Weg weisen. Zum einen erledigen Eure Mitstreiter tatsächlich Feinde, zum anderen aber bestimmen sie über den Spielverlauf. Sie sagen, wann ein Wachposten gemeuchelt wird. Sie geben Euch die Schleichroute vor. Sie fahren den Wagen, während Ihr auf Verfolger feuert.
Mit einem typischen Ego-Shooter anno 2000 oder auch dem viel freieren Halo: Reach ist dieses Spielgefühl kaum mehr zu vergleichen. Vielmehr zwingt Euch Treyarch ein kinoreif in Szene gesetztes Action-Allerlei auf. Wenn Euch das nicht stört, dann wird Euch die Kampagne von Black Ops vermutlich so viel Spaß bereiten wie dem Autor dieses Textes. Freut Euch auf eine knapp sechsstündige Achterbahnfahrt – voll mit dramatischen Schießereien, gescripteten Adrenalinkicks, blutigen Kills, spannenden Schleichtouren und einer intensiven Geschichte. Letztere verwirrt Euch manchmal bewusst (wie es auch ein Assassins‘s Creed tut), schafft aber das, was den Vorgängern nicht gelang: Sie gibt Eurer Spielfigur ein Gesicht und regt dazu an, sich das nächste Level lieber gleich als morgen anzuschauen.
Keine Fahrzeuge und weniger Schäferhunde – Treyarch hat aus den Fehlern des Vorvorjahres gelernt und peppt das von Infinity Ward anno 2007 eingeführte Erfolgsprinzip auf. Zum Glück ist schon das Grundgerüst so spaßig, so motivierend, so durchdacht, dass fast alle anderen Online-Shooter das Nachsehen haben. Dreh- und Angelpunkt ist erneut das Auflevel-System mit seinen vielen Gimmicks: Nach fast jeder Partie werdet Ihr mit neuen Auszeichnungen belohnt, schaltet Waffen und Spielvarianten frei oder motzt Euren Soldaten mit den berühmten Perks auf – dann seid Ihr z.B. flinker, ladet rascher nach, schießt durch Wände und zückt nach dem Tod eine Pistole. Wer ohne zu sterben drei, fünf, sieben oder mehr Feinde über den Jordan schickt, aktiviert die Killstreak-Belohnungen – Heli-Unterstützung oder Radar-Scan kennen wir schon, neu ist die hinterhältige Sprengladung in Form eines kleinen Fernlenk-Flitzers. Zum Einstieg empfehlen wir die beliebte Variante ’Team Deathmatch’, später dürft Ihr Euch an Bomben-, Flaggen- oder Gebietseroberungs-Modi wagen.










