
| Spiel: | Castlevania: Harmony of Despair |
| Publisher: | Konami |
| Developer: | Konami |
| Genre: | |
| Getestet für: | 360 |
| Erhältlich für: | 360 |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: |
Konservative Castlevania-Fans müssen jetzt stark sein: Die neue Download-Episode ist nicht der von vielen erhoffte Symphony of the Night-Nachfolger in schmucker 1080p-Auflösung. Koji Igarashi und sein Team haben stattdessen Frankenstein gespielt und aus zahllosen Teilen und Versatzstücken früherer Episoden ein Multiplayer-Monster gemetzgert. Bevor aber ‘Sakrileg!’-Rufe laut werden: Wer sich auf das neue Konzept einlässt, wird schnell feststellen, dass dieses seltsame Mehrspieler-Flickwerk eine Menge Spaß macht.
Mit einer von fünf Figuren wagt Ihr Euch in die gigantischen Levels, zur Wahl stehen Altstar Alucard, Soma Cruz aus Dawn of Sorrow, Jonathan und Charlotte aus Portrait of Ruin sowie Shanoa aus Order of Ecclesia. Ist die Kamera nahe dran, erinnert die Ansicht an Symphony of the Night. Ihr könnt jedoch weiter und weiter wegzoomen, bis Ihr schließlich das komplette Level im Blick habt. Dann sieht es aus wie in einem Ameisenhaufen mit lauter Sprites, ein Traum für Bitmap-Fans: Stellt Euch vor, man hätte 30 DS-Bildschirme an- und übereinandermontiert… Spätestens wenn sich der XXXL-Boss des dritten Levels zu seiner ganzen Größe aufrichtet, werden auch Pixel-Verächter anerkennend nicken.
Wer die meist eher einfachen Metroidvania-Spiele gewohnt ist, wird hier schwer schlucken: Das Auflevel-System wurde entfernt, Ihr verbessert Euch nur über die Ausrüstung und stärkt Spezialattacken durch wiederholte Benutzung. In den ersten Durchgängen ziehen Euch spätestens die knackigen Bosse die Hammelbeine lang zum Glück behaltet Ihr auch nach einem Game Over alle gefundene Objekte. Für Solisten bleiben große Teile der Levels unzugänglich, nur durch Kooperation öffnet Ihr bestimmte Türen oder setzt Aufzüge in Gang. Seid Ihr aber im Team unterwegs, steigt der Spielspaß beträchtlich: Ihr kommt schneller voran, geöffnete Truhen geben jedem Mitspieler ein nützliches Goodie und mit sechs Spielern werdet Ihr auch der teilweise knallharten Bosse recht gut Herr.
So hat das neue Castlevania trotz bekannter Grafiksets und klassischer 2D-Spielbarkeit mehr mit Titeln wie Diablo als mit den eigenen Vorgängern gemeinsam. Wieder und wieder eilt Ihr mit Gleichgesinnten durch die Levels, stets in der Hoffnung auf ein etwas besseres Stück Ausrüstung. Während dies (nicht zuletzt durch die Knauserigkeit des Spiels mit wirklich guten neuen Items) im Solo-Modus schnell langweilt, motivieren die Mehrspieler-Durchgänge immer wieder zu neuen Anläufen. So bezieht sich unsere Wertung in erster Linie auf den zentralen Multiplayer-Modus. Reine Solisten werden auf Dauer kaum glücklich, aber die haben ja immer noch die sieben enorm spaßigen Metroidvanias auf PSone, GBA und DS.
Konsequent auf Mehrspieler-Ausflüge abgestimmtes, eigenwilliges Pixel-Abenteuer.
| Singleplayer | ![]() | 7 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |









