
Seite 2
Ebenfalls neu sind Krisen, die jeweils gegen Ende einer Ära hereinbrechen und für zusätzliche Spannungsspitzen sorgen. In der Antike kann es zum Beispiel zu einer Kombination aus Überbevölkerung und Nahrungsmangel kommen. Oder aber die Pest breitet sich aus, dezimiert mühsam aufgebaute Armeen und macht eine von langer Hand geplante Invasion aufmüpfiger Nachbarstaaten in Rekordzeit zunichte. Weiteres Problem: Wer nun nur zaghaft Gegenmaßnahmen ergreift, verstärkt Kriseneffekte teilweise sogar. Erfolgreiches Bewältigen der Krise kann hingegen zum Einläuten eines sogenannten ”Goldenen Zeitalters” führen, das mächtige Zusatzboni freischaltet.
Neben Krisen müsst Ihr Euch außerdem mit allerlei Naturkatastrophen herumschlagen, die in der Regel zufällig ausbrechen. Das Spektrum reicht dabei von Vulkanausbrüchen über Fluten bis hin zu Stürmen und wird optisch durch nette Ingame-Zwischensequenzen inszeniert. Aber auch sonst ist Civilization VII grafisch sehr hübsch: Wer genau hinsieht, kann beispielsweise alle in einer Stadt errichteten Gebäude tatsächlich auf der herangezoomten Weltkarte erkennen. Dazu gibt es schicke Einheitenanimationen, schöne Wassereffekte und einen insgesamt realistischeren Look als beim Vorgänger.
Zugegeben, die Zeitalterwechsel werden nicht jedem gefallen und auch in Zukunft noch für viele Diskussionen sorgen. Nach einigen Partien hatten wir uns jedoch daran gewöhnt und lernten die neuen, damit einhergehenden taktischen Möglichkeiten zu schätzen. Hinzu kommt, dass jeder Zeitalterwechsel bestehende Kriege und Konflikte unterbricht, Allianzen zurücksetzt, veraltete Einheiten an die neue Ära anpasst und so auch stark ins Hintertreffen geratenen Fraktionen die Option eröffnet, sich doch noch einmal aufzurappeln. Punkt drei: Durch die Aufteilung der Kampagne in drei Epochen müsst Ihr eine Partie nicht mehr zwingend in der Antike beginnen, sondern könnt zum Beispiel direkt in der Moderne durchstarten. Stichwort ”Moderne”: Die reicht nur noch bis in die 1960er. Zwar könnt Ihr auch hier nach wie vor eine Rakete ins Weltall schicken, gegnerische Städte mit Atomwaffen bombardieren und etwa einen Militärsieg durch den Bau der ersten Wasserstoffbombe erringen – die Gegenwart und Zukunft sind jedoch nicht mehr Teil des Pakets. Wer gehofft hatte, in Civilization VII gigantische Hightech-Raumschiffe mit Hunderten Menschen im Orbit zu konstruieren, um sie dann eines Tages in Richtung Alpha Centauri zu entsenden, muss auf kommende Erweiterungen warten. Nicht minder enttäuschend: Eine Partie kann nach einem Vermächtnis-Sieg nicht im freien Spiel fortgesetzt werden. Ein Multiplayer-Modus ist dafür erneut an Bord und erlaubt plattformübergreifende Matches mit insgesamt acht Teilnehmern.








