Pro Evolution Soccer 2011 – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Screenshot von Pro Evolution Soccer 2011
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Viele Ballkontakte und lange Passstafetten sind im modernen Fußball der Schlüssel zum Erfolg. Barcelona, Spanien, Inter Mailand und der FC Bayern – alle setzen auf Kombinationsspiel und haben damit großen Erfolg. Jetzt springt auch Konami auf diesen Zug auf und liefert mit PES 2011 taktischen Fußball vom Feinsten.

Gleich in den ersten Partien fällt auf: PES ist nichts für Weicheier. Tore wollen hart erarbeitet werden, es gibt keinen pauschalen Angriffsweg durch die gegnerischen Abwehrreihen. Der Weg zum Sieg führt über geschickte Pässe und Flanken, die jetzt nicht mehr auf Knopfdruck ihr Ziel finden. Stattdessen rollt der Ball genau dorthin, wohin Ihr mit dem linken Analogstick zielt. Diese unscheinbare Änderung räumt mit vielen gewohnten Spielzügen auf. Schnelle Pässe durch die gegnerische Verteidigung erfordern nun viel mehr Aufmerksamkeit und Fingerspitzengefühl, da nun Richtung, Zeitpunkt und Kraft jedes Schusses genau stimmen müssen. Das sorgt anfangs für Frust, nach einigen Runden offenbart sich aber ein realistischeres Spielgefühl und man freut sich über jedes gelungene Anspiel.

Alleingänger und Dribbelkünstler bekommen eine vereinfachte Tricksteuerung an die Hand. Ihr belegt jetzt die vier Richtungen des rechten Analogsticks mit den Kunststücken Eurer Wahl und ruft sie im Spiel per Knopfdruck ab. Finten und Übersteiger lassen sich so besser in den Spielfluss einbauen, allzu langen Dribbelpassagen schiebt die überarbeitete Abwehr aber in der Regel einen Riegel vor. Auch die Torhüter sind etwas besser geworden und lassen Bälle nicht mehr so oft nach vorne abprallen.

Außerhalb des Stadions hat sich ebenfalls einiges getan. Im ’Werde zur Legende’-Modus startet Euer ­Alter Ego nicht mehr ganz so schwach wie in den Vorgängern, außerdem entfallen die langweiligen Trainingsspiele. Stattdessen spult Ihr einfach vor, bis Ihr zumindest auf der Bank sitzt. Mit dem monatlichen Gehalt bezahlt Ihr einen Agenten, der Euch neue und bessere Transferangebote besorgt. Von den anderen Spielmodi erhält die Meisterliga das größte Update. Auf Wunsch geht Ihr jetzt auch online auf die Jagd nach den besten Spielern und überbietet die Offerten der Konkurrenz. Der Wert einzelner Spieler fluktuiert und richtet sich danach, wie erfolgreich sie weltweit eingesetzt werden. Taktikfans freuen sich über eine vereinfachte Menüführung und jede Menge Optionen, die vom Verhalten der Mannschaft zu verschiedenen Zeitpunkten bis hin zur Intensität der Verteidigung keine Wünsche offen lassen.

Negativ fallen die erneut schwachen Kommentatoren, viele fehlende Lizenzen und Originaltrikots sowie die mittelmäßigen Fangesänge auf. Oft wiederholt sich ein undefinierbarer Fanchoral eine Halbzeit lang. Hier ist man noch weit von der Atmosphäre eines FIFA entfernt.

Eines ist sicher: Der Kampf um die Meisterschale ist in diesem Jahr besonders eng. Fußballpuristen ohne Lizenzbrille haben an PES 2011 ihre helle Freude.

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