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Zwar hat Entwickler EA Los Angeles seit der Schlacht um Mittelerde 2 dazugelernt, aber in seinen Grundzügen bleibt uns der Tolkien’sche Steuer-Mechanismus auch in der fernen Zukunft erhalten: Wie beim Befehl über Elben, Ents, Zwerge, Orks und Trolle lasst Ihr Eure Leute auch hier mit Hilfe der rechten Schultertaste wissen, wo Not am Mann ist bzw. wo sie zuschlagen, bauen oder Stellung beziehen sollen. Haltet RT gedrückt, um Zugriff auf die Konstruktions-Optionen eines zuvor selektierten Gebäudes oder die Fertigkeiten einer Einheit zu bekommen. Anschließend wechselt Ihr mit dem Digi-Kreuz zwischen den möglichen Aktionen hin und her. Auch Marsch- bzw. Angriffs-Order vergebt Ihr wie gewohnt: Zuerst die Einheit klicken, dann das Ziel – und schon marschieren, fahren, walzen sowie fliegen Eure Verbände ins Ziel. Ist Letzteres nicht irgendein beliebiger Punkt im wüsten, dschungelüberwucherten oder städtischen Terrain, sondern eine feindliche Einheit, verstehen Eure Getreuen den Befehl zum Ausrücken außerdem als Angriffsorder: Kaum haben sie die gegnerischen Soldaten oder die angewählte Befestigung des Widersachers erreicht, fallen sie mit allem über das Ziel her, was die Waffenkammern hergeben.
Ergänzende Kontroll-Organe für die Zusammenfassung von Kampfverbänden und die Menü-Ansteuerung derjenigen Objekte, die Ihr sonst zeitaufwändig über die Spiele-Grafik anwählt, sollen Euch den Feldherrn-Alltag erleichtern. Aber besonders in den ersten Spielstunden sorgen diese Steuerungs-Eselsbrücken eher für Verwirrung denn Entlastung. Auch das an sich komfortable Tutorial-Spiel hat so seine Macken: Die grundlegenden Spielmechanismen werden ebenso verständlich wie ausführlich erläutert, doch ein paar zusätzliche Trainings-Schlachten hätten dem reichlich kurz geratenen Kommandeurs-Crash-Kurs gut getan. Obendrein verwehrt man Euch überlebenswichtige Einblicke in die Feinheiten der modernen Kriegsführung, ohne die Ihr schon nach einer Hand voll Konfrontationen aufgeschmissen seid. Das Resultat: Viele Missionen müsst Ihr immer und immer wieder spielen, bevor Ihr die nötigen Spielmechanismen verinnerlicht und den blitzschnell agierenden Feind taktisch ausmanövriert habt. Ergo: Hier ist der Anspruch so hoch, dass der Spielspaß oft auf der Strecke bleibt.
Anders dagegen der Mehrspieler-Modus: Beim Xbox-Live-Scharmützel tretet Ihr gegen keine übermächtigen KI-gesteuerten Generäle an, sondern bekämpft Strategen aus Fleisch und Blut – Spieler, die anders als der Computer mit demselben Kontroll-Handicap zu kämpfen haben wie Ihr. Entsprechend gestaltet sich der Krieg im World Wide Web deutlich fairer als der mitunter frustrierende Einspieler-Feldzug.
Echtzeit-Feldherren mit einem Faible für packende Internet-Schlachten und Science-Fiction-Szenarien greifen also dankbar zu. Wem dagegen vor allem an einer fairen Offline-Kampagne liegt, der taktiert lieber ausgiebig Probe. Denn aller spielerischen Finessen zum Trotz stellt Command & Conquer 3 Eure Nerven auf eine unnötig harte Zerreißprobe.









wir haben es auf der konsole 360 gespielt. schlaues micromanagement war mit dem controller nicht möglich, gerockt hat es trotzdem. ich weiss noch, was ich für einen puls beim spielen hatte. hier gingen die emotionen hoch.
Ich habe tolle Erinnerungen an epische Schlachten in der Studenten-WG. Ein super Spiel. Wir haben natürlich auf dem PC gespielt. RTS mit Controller ist einfach ein großer Krampf, tut mir Leid.