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Zwiespältig sind wir weiterhin bei der Spielwelt. Fast jedes der zehn Gebiete besteht meist nur aus einigen begehbaren Gebäuden und einigen wenigen Straßen. Während die Villen in Bel Air immerhin durch ihren Detailreichtum überzeugen oder der Santa Monica Pier mit seinem Riesenrad und der Achterbahn Authentizität vermittelt, enttäuscht der Hollywood Boulevard mit einem mickrigen Weg, der Euch in einen Bunker-Untergrund führt. Positiv hervorheben möchten wir jedoch das weitläufige und hübsche Areal von Venice Beach, von dessen Offenheit wir uns im Spiel insgesamt mehr gewünscht hätten.
Die Präsentation der klischeehaften Geschichte taugt uns zwar und liegt auf einem ähnlichen Niveau wie Dying Light 2, jedoch verbringt Ihr kaum Zeit mit den Figuren abseits der wenigen Questgespräche, wodurch alle Charaktere und Fraktionen ziemlich blass bleiben. Nebenbei werden sogar noch zwei Handlungsstränge geöffnet, die zwar im eigentlichen Plot kaum stattfinden, aber vermutlich in den zwei kommenden Story-DLCs des Erweiterungs-Passes aufgegriffen werden. Lobend sei erwähnt, dass die Entwickler beim Environmental-Storytelling hingegen einen guten Job abliefern. Viele zu entdeckende Details lassen auf künftige und vergangene Geschehnisse schließen (Foreshadowing). Auch Audiologs und zusätzliche Texte für mehr Hintergrundwissen könnt Ihr finden.
Bei der Technik haben wir trotz stabiler Bildraten einiges zu meckern. Schon in der Preview-Fassung ärgerten wir uns über ständig neu spawnende Zombies. Häufig erlebten wir nun im Test, wie diese wie von Raumschiff-Enterprise-Scotty persönlich vor unsere Nase gebeamt wurden, wenn wir stehen blieben, um die Aussicht zu genießen. Hinzu kommen einige Glitches wie im Boden feststeckende Untote. Schon der Vorgänger speiste seinen Charme zu Teilen aus den zufällig auftretenden Bugs und auch hier tragen sie meist zum Spaß bei. Ärgerlich wird es nur, wenn Ihr mit Eurem Körper in Zäunen oder Koffern steckenbleibt und neu starten müsst. Da ständig zwischengespeichert wird, ist der Fortschrittverlust jedoch nur geringfügig. Da es sich im Test um die Fassung vor dem Day-1-Patch handelt und die Entwickler sich bereits vieler Bugs bewusst zu sein scheinen – wie eine uns zur Verfügung gestellte Liste zeigt –, sind wir optimistisch, dass Ihr nach einigen Patches die Hügel von Los Angeles einigermaßen bugfrei erleben könnt.








@Maverick Da stimme ich Dir zu. War auch ein wenig von Dying Light 2 enttäuscht. Fände es auch viel genialer, wenn ein Addon On Nachfolger ala Riptide käme. Die DLCs sind lahm, zumindest der erste, ARENA, wie originell!
Jup nach den vielen Jahren Entwicklung hätte ich damit in der Form auch nicht gerechnet. War aufjedenfall um vieles besser als das jump n run dying light 2.
Nur auf die dlcs könnte ich verzichten, da könnte man lieber ein addon alla riptide draus machen oder die Entwicklungs Ressourcen für einen richtigen dritten Teil verwenden.
Geniale Zombie Schlachtplatte, mit der ich gar nicht mehr gerechnet habe. Atmo, Grafik, Gameplay, alles top!