Dolmen – im Test (PS5)

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Mehr als fünf ­Jahre werkelte Massive Work Studio in Brasilien am Action-Rollenspiel ­Dolmen – und trotz leicht angestaubter Präsentation fesselt es durchaus ans Pad. Schauplatz der knapp 15-stündigen Kampagne ist der Planet Rivion Prime. Hier hat die Zoan Corporation das namens­gebende Dolmen entdeckt – einen mysteriösen Rohstoff in kristalliner Form, der rasante Fortschritte in der Weltraumforschung verspricht. Das Problem: Zu Spielbeginn überrennen aggressive Alien-Kreaturen die Dolmen-Mine und gefährden die gesamte Operation. Um den Vorfall einzudämmen, müsst Ihr der Sache als wahlweise männlicher oder weiblicher Söldner auf den Grund gehen.

Spielmechanisch schlägt ­Dolmen in eine ähnliche ­Kerbe wie Hellpoint. Sprich: Ihr erkun­det ein im Soulslike-Stil inszeniertes Weltraum-Setting, in dem der Tod an praktisch jeder Ecke lauert. Meist sind es zähe Gegner oder fiese Bosse, die an Eurem Lebensenergiebalken knabbern, zuweilen aber auch explodierende Alien-Gewächse, seltsame Anomalien, kontaminiertes Wasser und andere Gefahren.

Taktisch interessant ­gemacht: Neben einer grünen, an Nahkampfangriffe, Sprints und Ausweichmanöver gekoppelten Ausdauerleiste müsst Ihr zusätzlich einen blauen Energiebalken im Blick behalten. Letzterer dient als ”Munition” für Eure Fernwaffen, kann aber auch dazu eingesetzt werden, Energie in Lebenspunkte umzuwandeln. Doch Vorsicht: Während sich die Energieleiste nach Projektilangriffen langsam wieder auflädt, schrumpft sie nach jeder Heilaktion und kann dann nur noch durch die Verwendung von Akkuzellen wieder aufgeladen werden. Die Alternative ist ein Besuch bei den genre­typischen Leuchtfeuern, die sowohl Lebenspunkte als auch Batterien komplett regenerieren – aber eben auch alle Standardfeinde respawnen lassen.

Crafting spielt in Dolmen ebenfalls eine wichtige Rolle und wird von einer weiteren charmanten Mechanik flankiert. Konkreter formuliert: Jeder Ausrüstungsgegenstand ist einer oder mehreren Fraktionen zugeordnet und beschert Euch Punkte auf der Technologie-Skala dieser Fraktion. Habt Ihr nun beispielsweise sieben Punkte auf der Skala der Bohrer-Fraktion angehäuft, werden zur Belohnung bei einem Heilvorgang alle negativen Statuseffekte entfernt. Ein cleveres Konzept, das zum Experimentieren mit verschiedenen Ausrüstungs-Sets einlädt und immer mächtigere Boni gewährt. Weniger einladend ist die oft altbacken wirkende Grafik, die fehlende Auto-Map sowie die spartanische Menüführung, der mehr grafische Elemente, Tool-Tipps und eine Enzyklopädie gutgetan hätten.

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Steffen Heller
Redakteur
1. Oktober 2026 4:47

Dolmen gehört zu den Spielen, die ich schon so sehr verdrängt habe, dass ich echt nicht mal mehr ohne Nachschauen wusste, was es war. Unter all den Spielen, die es heute in dem Genre gibt, ist das echt nix, was man gespielt haben muss. Würde da eher noch zu Hellpoint raten, wenn es bisschen in so ne Ecke gehen soll.
Aber mei, bei zwei Euro kann man eh nicht viel verkehrt machen.

Kikko-Man
1. Oktober 2026 4:13

Hat das hier jemand gezockt?
Kostet gerade zwei Euro auf Steam.