Dragon Quest I & II HD-2D Remake – im Test (PS5 / Switch / Switch 2)

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Das zweite Dragon Quest ist heute vor allem für seinen hohen Schwierigkeitsgrad berüchtigt. Yuji Horii und sein Team stellen dem neuen Helden nun im Laufe der Geschichte zwei Kameraden zur Verfügung, die dann Seite an Seite mit ihm kämpfen.
Das wirkt erst einmal wie eine große Erleichterung, hatte im Originalspiel aber seine Tücken. Eure Begleiter begannen auf Charakterstufe 1 und mussten zunächst ordentlich gelevelt werden, damit sie tatsächlich eine Hilfe für den Helden darstellten. Beim Remake wurden darum nicht nur die Startstufen Eurer Weggefährten angepasst, sogar eine komplett neue Figur – die Prinzessin des Königreichs Cannock – stößt im Verlauf der Geschichte zur Heldentruppe und erhöht die Teamstärke von drei auf vier. Dazu kommen ähnliche Erweiterungen wie im ersten Teil – mehr Handlung, mehr Charaktere, frische Waffen und Spezialangriffe machen die Kämpfe interessanter und taktischer. Inhaltlich ist ebenfalls weit mehr los als beim Vorgänger: Ihr spielt einen Nachfahren des Helden des ersten Serienteils und kämpft mit Euren Cousins und Cousinen gegen den fiesen Priester Hargon, der das Land mit seinen Monsterhorden bedroht.

Beiden Spielen gemein ist die grafische Überarbeitung: Wo sich im Famicom-Original das Heldensprite feldweise und stets mit dem Gesicht zum Spieler durch simple, aber klar lesbare Szenarien bewegte, sind Helden, Passanten und Monster nun weit detaillierter und bewohnen eine hübsch dargestellte 3D-Welt voller Licht-, Wind- und Wassereffekte.

Square Enix führt den RPG-Doppelpack unter dem mit ”Octopath ­Traveler 2018 etablierten ”HD-2D”-Label, tatsächlich setzt es aber auf einen völlig anderen Look als die Octopath-Spiele oder auch ­Triangle ­Strategy: Die Sprites sind detaillierter und die Welt wirkt weit weniger pixelig als in den genannten Abenteuern. Während serien­typisch die kultigen 8-Bit-Soundeffekte beim Wirken von Zaubern beibehalten wurden, erklingt die Musik jetzt orchestral. Spielerisch behält man dafür die typischen Serienelemente bei: Gespeichert wird in Kirchen, gekämpft wird rundenbasiert und Monster greifen wie vor fast 40 Jahren nach dem Zufallsprinzip an – bei ­Dragon Quest wird ­Tradition eben großgeschrieben.

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