DriveClub – im Test (PS4)

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Was lange währt, wird endlich fertig? Im Fall von Driveclub ist das eine Sache der Auslegung. Denn was von dem ursprünglich geplanten PS4-Starttitel nun als Verkaufsfassung in den Läden steht, ist schon ein komplettes Rennspiel – nur nicht mit allen angekündigten Inhalten. Denn es fehlen einige Elemente, die in den kommenden Wochen und Monaten per Download-Patch nachgereicht werden – Foto-Modus, Rennwiederholungen und vor allem ein ausgewachsenes Wettersystem sind keine Kleinigkeiten.

Doch konzentrieren wir uns auf das, was tatsächlich auf der Blu-ray bzw. gegenwärtig im digitalen Download steckt: Driveclub versteht sich als arcadelastige Raserei der alten Schule, die mit modernen Sperenzchen wie offen befahrbarer Welt (gibt es nicht) oder Fahrzeug-Tuning (dito) gar nicht erst protzen will. Stattdessen flitzt Ihr über fest vorgegebene Rund- und Etappenkurse, kümmert Euch höchstens um das Aussehen Eures Autos und messt Euch mit den Gegnern auf der Straße oder den virtuellen Leistungen von Freunden und Fremden.

Nach dem Willen der Entwickler soll der Club-Aspekt neue soziale Maßstäbe setzen und wohl auch den Fokus von der uninspirierten Solo-Karriere nehmen: Bis zu sechs Personen können sich zusammenschließen, schalten durch ihre eingebrachten Leistungen eine Handvoll weiterer Vehikel frei und fordern andere Spieler heraus, erbrachte Bestleistungen zu übertreffen. In der Praxis entpuppt sich das als nette Beigabe, die tatsächlich einen Motivationsschub bringen kann, ist aber in keiner Weise revolutionär: So viel anders funktioniert z.B. das altbekannte Rivalen-System der Forza-Serie auch nicht.

Ein weiteres soziales Element, das Euch bei Rennen begegnet (so Ihr eine aktive Online-Verbindung laufen habt), sind spontan eingeworfene Mini-Herausforderungen. In markierten Streckenabschnitten sollt Ihr dann während eines Rennens die Leistungen eines zufällig ausgewählten Freundes oder Fahrers übertreffen: Erreicht eine höhere Durschnittsgeschwindigkeit, driftet besser oder haltet Euch genauer an die Ideallinie – seid Ihr erfolgreich, winken zusätzlich ”Ruhmpunkte“.

Diese sind die Hauptwährung, an der übergreifend Euer Fortschritt hängt: Ihr erhaltet sie für erfolgreich absolvierte Wettbewerbe, das Erfüllen von speziellen Bedingungen in einem Lauf und stilvolles Fahren – Drifts, eine gelungene Linienwahl oder kollisionsfreie Sektoren bringen einen Bonus, Rempeleien und Abkürzen dagegen Abzüge.

Das sorgt für ein paar Irritationen: Denn spätestens ab der Amateurklasse verhalten sich die KI-Gegner rücksichtslos und bedrängen Euch aggressiv, wenn Ihr ihnen im Weg steht. Zudem kommt es regelmäßig vor, dass das Spiel Euch bei unvermeidbaren Karambolagen den Schwarzen Peter zuschiebt und als Strafe sogar eine kurzzeitige Tempobremse aufbrummt. Auch beim Verlassen der Piste wird für einen Arcaderaser ausgesprochen pedantisch agiert: Seid Ihr länger als drei Sekunden neben der Strecke, werdet Ihr auf diese zurückgesetzt besteht auch nur der Verdacht eines Vorteilsgewinns durch zu direkte Linienwahl, werdet Ihr ebenfalls verlangsamt. Dieses Hin und Her stört vor allem in den stärkeren Leistungsklassen den Rennfluss mehr, als nötig gewesen wäre.

Was das Fahrgefühl angeht, kann man Driveclub nur wenig ankreiden: Zwar neigen PS-starke Vehikel zum abrupten Übersteuern, wenn man zum Beispiel am Kurvenausgang zu viel Gas gibt, dafür ist die Steuerung direkt, und die Straßenlage der Fahrzeuge überzeugt.

Optisch glänzt der Raser nicht zuletzt durch die Wahl unverbrauchter Schauplätze: In Indien, Chile, Kanada, Schottland und Norwegen erwarten Euch teils sehr sehenswerte Kurse mit viel Abwechslung in Sachen Randbebauung. Schick sehen die Lichteffekte aus, die gerade beim Tageszeitwechsel zur Geltung kommen: Egal, ob Scheinwerfer folgender Autos, Reflexionen im Lack oder detaillierter Schattenwurf auf der Frontscheibe in der ausgesprochen dynamischem Cockpit-Ansicht – das sieht alles schick aus.

Trotzdem überwiegt letzten Endes ein Eindruck: Driveclub ist ein gutes Rennspiel geworden – aber zum großen Wurf reicht es trotz des Extrajahrs nicht.

Ulrich Steppberger meint: Warum genau hat sich Driveclub eigentlich ein Jahr verzögert? Was Evolution abliefert, ist ein schick aussehender und dynamisch zu fahrender Raser, dem ein ausgefeilterer Rahmen abgeht: Solospieler haken eine der immer ähnlichen Veranstaltungen nach der anderen ab, die Club-Herausforderungen entpuppen sich weitgehend als Ergebnis-Kosmetik. Eine frische Idee steckt jedenfalls nicht dahinter und so manches wirkt immer noch unfertig – nicht nur die als ”noch kommend” versprochenen Elemente wie Wetter und Foto-Modus. Grafisch kann sich das Geschehen sehen lassen und es wird Ende des Jahres durch Regen und Schnee noch schicker, aktuell fehlt aber der letzte Pfiff. Genervt haben mich übertrieben rüpelhafte KI-Gegner, die starke Gängelei beim Verlassen oder Abkürzen der Piste und das nervöse Fahrverhalten der schnelleren Boliden. Ich drehe trotzdem gerne zwischendurch eine Runde – gegen das famose Forza Horizon 2 zieht ”Driveclub aber eindeutig den Kürzeren.

Oliver Schultes meint: Ja, Driveclub sieht schon ganz schick aus – aber bei Weitem (noch) nicht so gut und so weit von der letzten Konsolengeneration entfernt, wie ich es mir erhofft hatte. Ehrlich gesagt, bin ich es leid, immer noch keine 60 Bilder pro Sekunde bei 1080p-Auflösung zu bekommen – wo ist denn all die Power der PS4? Die soziale ”Wir gründen einen Club und fahren die Spitze der Rangliste”-Komponente ist prinzipiell motivierend, sie wird aber bei Driveclub durch sperrige Menüführung und irgendwie zu viel Informations-Chaos auf dem Schirm torpediert. Auf der Haben-Seite stehen für mich spannend und visuell abwechslungsreich gestaltete Strecken, ein tolles Geschwindigkeitsgefühl in der Stoßstangen-Perspektive (Ridge Racer lässt grüßen) und generell der Arcade-Ansatz.

  • 55 Kurse in 5 teils exotischen Ländern
  • 50 Autos, einige nur via Online-Club freispielbar
  • kein Fahrzeug-Tuning
  • Wetter wird vor Jahresende nachgereicht

Ansehnliches Arcade-Rennspiel mit viel Dynamik und ein paar Macken – die letzte Feinpolitur und das gewisse Etwas gehen ab.

Singleplayer77
Multiplayer
Grafik
Sound
Likewyse
I, MANIAC
Intermediate (Level 3)
Likewyse

… das spiel sieht nach next gen aus – meiner meinung nach ist der titel dem anspruch von fotorealismus bislang am nächsten gekommen ( besonders bei regen isses kaum von ner tv übertragung zu unterscheiden ) inmitten all der open world games – ( wobei forza horizon 2 mich echt überlegen lässt noch ne one zu holen ) ist das kurzweilige spielprinzip und die jagd nach hundertstelsekunden erfrischend und motivierend.

DGS
I, MANIAC
Gold MAN!AC
DGS

Ein gutes Rennspiel, nicht mehr und nicht weniger.Leider war der Start recht holprig und die Herausforderungen funktionieren noch immer nicht. Doch das Streckendesign ist fantastisch und das Fahrverhalten der Autos arcadelastig und zugleich fordernd. Und mit den “”DCManiacs”” – der offizielle Forums Club 🙂 – drehe ich mittlerweile fast jede Woche ein paar Runden in den immer besser funktionierenden Onlineveranstaltungen. Mir taugt’s!

Seska1973
I, MANIAC
Gold MAN!AC
Seska1973

Und Driveclub ist nicht für Anfänger, es gibt keine Hilfen oder ein Tutorial der dir das Fahren erklärt, oder wie man Driftet usw, wie die GT Reihe. Also für das Spiel sollte man schon etwas Rennspiele Erfahrung haben und etwas Frust Resistenz mitbringt.

deadp00l_80
I, MANIAC
Intermediate (Level 2)
deadp00l_80

meine wünsche für driveclub 2:- mehr kostenpflichtiger dlc- micropayments- totale facebook und google-vernetzung- kein blöder single-player modus…nur online ich bin auch gerne bereit einen season pass zu kaufen wo die gleichen autos nur in anderer farbe dabei sind.release bitte noch 2015 !

GaiusZero
I, MANIAC
Profi (Level 2)
GaiusZero

Sollte eigentlich für mich der Kaufgrund für ne PS4 werden. Hatte auf einen Forza Killer gehofft. Was hier aber abgegeben wurde muss sich aber eher mit den unteren Kategorien des Rennspiel-Genres rumschlagen (NFS, Grid). Ist schon schade, wie Stiefmütterlich man hier an das Spiel herangegangen ist von Seiten des Entwicklers. Ein Spiel, welches noch nicht fertig ist, hat auf dem Markt nichts zu suchen. Day-One-Patches sind ja leider zur Standart-Seuche geworden aber wenn ein Spiel gerade mal zu 66% fertig zu sein scheint, dann bleibt es im Studio und geht nicht in die weite Welt hinaus.

Seska1973
I, MANIAC
Gold MAN!AC
Seska1973

Ode eine Rennstrecke im Schnee. Wo Links und Rechts Schneeberge sich auf türmen. Aber wehe man berührt sie, dann ist der Schnee hart wie Beton. Die hätten also ruhig ein bisschen realistisch einbauen können. Schnee gibt nach. Aber nein, es wirft dich voll aus der Bahn. Besonders die letzte Kurve vor dem Ziel ist so einsUnd Ja, ab Amateur geben die KI nicht nach, hat man einen in der Kurve überholt (Man bekommt auch Punkte. Also es ist vom Spiel so gewollt!) rempelt dich der einfach von hinten und du bekommst Straf punkte dafür. Oder schön anzuschauen, wie die Autos wie eine Perlenschnur schön in die Kurven einreihen. Wehe du bricht da durch…Also die bestrafen regeln, sind wirklich eigen…Also, habe ich mir angewöhnt ein bisschen Burnout Paradise zu spielen. Den frisch überholten dränge ich einfach an die Bande, dann bleibt er auch hinten. Da ist mir dann die Strafpunkte so was von egal. Hauptsache der nervt nicht durch rempeln, wo ich Strafpunkte bekomme

Cold Seavers
I, MANIAC
Gold MAN!AC
Cold Seavers

Für mich die Spiele Enttäuschung 2014

Kanonengiesser
I, MANIAC
Profi (Level 2)
Kanonengiesser

Edit: bitte löschen 🙂

kevboard
I, MANIAC
Epic MAN!AC
kevboard

[quote=BlackHGT]

Ich kann den Ridge Racer vergleich nicht nachvoll ziehen. Ich finde es Spielt sich überhaupt nicht wie Ridge Racer. Geht eher in Grid 2 richtung…

Aber geschmäcker sind nun mal verschieden..

[/quote]die autos kleben regelrecht an der strasse und beimlenken steuert es sich wie auf schienen, ich hab mich sofort an Ridge Racer erinnert gefühlt. mit nem hauch NfSwas ansich ja nicht schlecht ist, Ridge Racer 7 find ich super, nur dieses hier realistisch und da extrem arcade gehabe wirkt als hätten die entwickler nicht ganz gewusst was sie nun machen wollendann ist hier mal ne unsichtbare mauer direkt am strassenrand und woanders ist keine aber man wird sofort ausgezählt, wieder wirkts total inkonsistent.

dmhvader
I, MANIAC
Maniac (Mark III)
dmhvader

Gutes Rennspiel, aber mir fehlen dann doch die Tuning-Möglichkeiten, um mich länger bei der Stange zu halten! Habe mich mittlerweile offline auch schon sattgezockt! Ein stark verbesserter 2. Teil mit ordentlich Tuningkrams darf aber gerne kommen, vor allem will ich meine Autos optisch gerne aufmöbeln, um online ordentlich angeben zu können.

Gillian Seed
I, MANIAC
Intermediate (Level 2)
Gillian Seed

Hätte man ansich schon versuchen sollen irgendwie weit vor Forza Horizon 2 rauszubringen – so kurz nacheinander hinkt der vergleich doch erheblich….

BlackHGT
I, MANIAC
Maniac
BlackHGT

Für mich ein sehr gelungenes Rennspiel. Persönlich würde ich sogar noch etwas besser Bewerten. Ich kann den Ridge Racer vergleich nicht nachvoll ziehen. Ich finde es Spielt sich überhaupt nicht wie Ridge Racer. Geht eher in Grid 2 richtung…Aber geschmäcker sind nun mal verschieden..

kevboard
I, MANIAC
Epic MAN!AC
kevboard

[quote=Kamek]

50 Autos pffft….
Überzogener Gummibandeffekt, Online Probleme etc., da hätte ich mir mal gewünscht das jemand den Mut gehabt hätte, etwas strenger zu bewerten.

[/quote]beim anspielen ist mir ja der extreme kontrast zwischen präsentation/rennregeln und fahrverhalten negativ aufgefallen… zum einen gibts strafcountdowns beim kleinsten überschreiten der strassengrenze wie bei simulationen, zum anderen steuert sich das spiel fast wie Ridge Racer nur das driften ist weniger extrem und überall unsichtbare wände…

bitt0r
I, MANIAC
Epic MAN!AC
bitt0r

“”wetter wird nachgereicht””lol