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Kann Origins aber auch dem andauernden Vorurteil trotzen, Dynasty Warriors würde nicht viel mehr als geistlose Keilereien bieten? Produzent Tomohiko Sho gestand ein, dass jüngere Ableger ihren Fokus von den taktischen Serienwurzeln auf simpler gestrickte Action verlagerten – ein Umstand, der sich mit Origins wieder ändern soll. Im Zuge unserer Vorschau fiel ein Urteil über den strategischen Anspruch des Spiels noch schwer. Die Vollversion bestätigt jedoch, dass es durchaus Köpfchen bedarf, wenn Ihr siegreich aus größeren Schlachten hervorgehen wollt. Keine Sorge (oder falsche Hoffnung): Das bedeutet nicht, dass Ihr hochkomplexe Schlachtpläne verinnerlichen müsst. Drückt Ihr Euch nicht gerade ungeduldig durch die initiale Strategiebesprechung, seid Ihr in der Regel für die anstehende Schlacht gewappnet. Als konkurrenzloser Supersoldat füllt Ihr aber natürlich immerzu die Rolle des Jokers Eurer Fraktion aus. Folgerichtig wägt Ihr im Eifer des Gefechts auch regelmäßig ab, wo Euer Kriegstalent am dringendsten benötigt wird und eilt von Brandherd zu Brandherd.
Prügelt Ihr ziellos auf eigene Faust los, droht Euch flott mal der ”Game Over”-Bildschirm: entweder, weil zentrale Verbündete fallen oder auch, weil Euch die feindliche Übermacht überwältigt. Geht Ihr hingegen bedacht und nach den Hinweisen Eurer Vorgesetzten vor, eröffnen sich große Schlachtmanöver, die nicht nur wesentlich für Euren Erfolg sind, sondern überdies audiovisuell mächtig Spaß machen. Wenn Eure Truppen lautstark mit jenen des Feindes zusammendonnern, sorgt das zuverlässig für Gänsehaut. Und wenn Ihr dann noch mit sinnvoll befehligten Taktiken – wie Kavallerieangriffen oder Pfeilhageln – und mächtigen Musou-Angriffen gegnerische Truppen mit einem Schlag zu Hunderten über den Jordan schickt, wird der Titel dem langjährigen ”1 vs. 1.000”-Serienstempel endlich auch in Sachen Präsentation so richtig gerecht. Na klar, auch Origins lässt Euch immer wieder mal von einer mittelgroßen Gegnertraube zur nächsten galoppieren. Szenerien, die bis zum Horizont vor wuselnden Soldaten nur so wimmeln, sind aber ebenso ein regelmäßiger und spektakulärer Anblick – nicht zuletzt, weil die Bildrate in diesen Situationen nahezu ausnahmslos stabil bleibt.
”Präsentation” ist auch das richtige Stichwort hinsichtlich der Story: Bot die ”Geschichte der Drei Reiche” von Luo Guanzhong schon immer einen interessanten Unterbau für das Musou-Spielprinzip der Serie, machte es einem die dröge Aufbereitung in der Vergangenheit leicht, die Handlung als zweckdienlichen Kleber zwischen den Schlachten abzutun. Steif inszenierten Dialogen und einigen groben Animationen zum Trotz involviert Euch Origins als Protagonist deutlich effektiver ins Geschehen. Regelmäßige Aufgaben und Gespräche von und mit Kameraden lassen manch eine Figur sogar ans Herz wachsen. Genug zu tun gibt es übrigens auch: Habt Ihr einen Pfad abgeschlossen, leiht Ihr Euer Talent dem nächsten großen Kriegsherren. Solltet Ihr Euch allen Nebenaufgaben und Herausforderungen widmen, dürft Ihr gar mit einer Spielzeit im dreistelligen Bereich rechnen.









Deutlicher Qualitätssprung. Trotzdem ist es immer noch repetitiv und die Gegner fühlen sich immer noch an wie Pappe, aber das ist wohl gewollt bzgl. Altersfreigabe, Blut ist ja auch nicht zu sehen. ü80-Wertung geht iO. imo. Hätte aber eher 82% gegeben.
ok, ich hab ehrlich gesagt keine ahnung von musou games. neben Kessen (war übrigens Kessen 2 was wir damals gespielt hatten) und Warriors Orochi hab ich kein anderes spiel jemals gespielt.
warum gehört Kessen nicht zu den musous? wegen dem zusätlichen strategie part? oder fehlt dem spiel irgendedwas?
Kessen ist zudem auch nicht von Omega Force. Es gehört halt nicht zu den Musous, auch wenn es natürlich recht ähnliche Aspekte hat und eine Neuauflage schon ganz willkommen wäre.
Nach gut über 20 Jahren später hat Dynasty Warriors mit Origins den M!ust Have erreicht. Glückwunsch.
Kessen ist nur mal ein Echtzeit Strategie kein Mosue.
@greenwade: Ein Mann mit erhabenem Geschmack!
bei all den “warrior” reportagen, rückblicken, zusammenfassungen, usw… wird immer ein spin off ignoriert: Kessen! das war damals super cool. der strategie part hat das 1 vs 1000 gemetzel perfekt ergänzt.