Everblue – im Klassik-Test (PS2)

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Die Welle an innovativer, japanischer Software für die PS2 reißt nicht ab: Diesen Monat beschreitet Cap­com neue Pfade abseits ausgelutschter Stan­dard-Genres. Auf den ersten Blick scheint Everblue zwar nichts anderes als eine Tauchersimulation zu sein, doch das Spiel bietet viel mehr als lethargisches Gedümpel zwischen bunten Fisch­chen. Denn Euer Interesse als jugendlicher Amateur-Taucher gilt nicht der unterseeischen Flora und Fauna, sondern den Schätzen, die unter Sediment und in gesunkenen Schiffen zu finden sind.

So stürzt Ihr Euch, angeleitet von Eurem Kumpel Marco, in die ufernahen Fluten einer kleinen Mittelmeerinsel. Eure Aus­rüs­tung entspricht dem anfänglich schma­len Geldbeutel – barfuß und mit Mini-Tank auf dem Rücken bewegt Ihr Euch aus der Ego-Perspektive über den Meeresgrund. Neben dem Kompass beachtet Ihr dabei vor allem die Ausdauer- und die Luftleisten: Erstere wird beansprucht durch Tauchen in zu tiefem Wasser und das Mitführen zu schwerer Gegenstände – bei Leerung einer der beiden Säulen droht Lebensgefahr. Zum Aufspüren etwaiger Pretiosen nutzt Ihr Euer Sonar: Verbunden mit einem Material-spezifischen Zusatzteil spürt Ihr durch ‘Pingen’ allerlei Fundstücke auf, von der Algen-verkrus­teten Pfeife bis zur antiken Münze.

Um dem Ganzen eine Richtung zu geben, sind Eure Tauchgänge in eine astreine Adventure-Handlung an Land eingebettet. Zunächst bekommt Ihr nämlich nur den Pier und einen kleinen Teil des angrenzenden Hafenstädtchens zu sehen. Einige Leute lungern herum, die Euch Informationen zu Tauchrevieren geben, Euch Aufträge erteilen oder einfach nur handeln wollen: So verscherbelt Ihr gefundene Gegenstände und legt Euch für das Geld bessere Ausrüstung zu, zeigt einem pensionierten Fotografen Eure besten Unterwasser-Aufnahmen oder nächtigt in einer kleinen Pension, um Energie und Sauerstoff­vorrat Eurer Flaschen aufzufüllen.

Im Lauf der Zeit öffnen sich immer neue Stadtviertel, mehr Charaktere treiben sich herum und in Folge erfahrt Ihr Geschichten über schatzträchtige Schiffwracks. Im Gegensatz zur gewöhnlichen Taucherei, bei der Ihr in Null­kommanix zur Oberfläche aufsteigen könnt, ist das Stöbern in den gefluteten Bootsinnereien recht gefährlich: Nur an Eurem Einstiegspunkt kommt Ihr wieder aus dem Wrack heraus – verirrt Ihr Euch, wird aus morschem Gebälk schnell ein feuchtes Grab.

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dmhvader
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Fand ich damals vor allem grafisch richtig gut. Hab auch den 2. Teil gesuchtet.