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| Spiel: | Everything |
| Publisher: | Double Fine |
| Developer: | David OReilly |
| Genre: | Simulation |
| Getestet für: | PS4 |
| Erhältlich für: | PS4 |
| USK: | |
| Erschienen in: | 5 / 2017 |
Ihr wolltet schon immer alles spielen, was es gibt? Dann ist Everything Euer Ding! Hier könnt Ihr buchstäblich in die Rolle jedes Dings schlüpfen, das sich in der simulierten Welt tummelt – vom Atom bis zur Galaxie. Anfangs schlüpft Ihr in die Rolle eines Tiers wie Fuchs oder Kuh und kullert durch die Gegend. Auch das könnt Ihr wörtlich nehmen, denn Everything-Schöpfer David O’Reilly setzt bei seiner ambitionierten ”Simulation der Realität als ein Phänomen voneinander abhängiger Systeme” auch auf Abstraktheit: Geschöpfe laufen nicht realistisch animiert herum, sondern rollen etwa wie Würfel oder wachsen in kurzen Abständen immer wieder frisch aus dem Boden – wie sollte eine Pflanze auch anders vorankommen? Ein echtes Ziel gibt es nicht, das Tutorial fungiert aber als eine Art rudimentäre Story und Erklärung des Geschehens: Gelegentlich markiert ein Symbol Dinge, die Euch neue Fähigkeiten erklären oder philosophische Wortbeiträge aktivieren.
So lernt Ihr nach und nach, wie Ihr in immer kleinere oder größere Objekte wechselt, Euch artikuliert, Rudel bildet und mit denen auch mal ein abstraktes Tänzchen hinlegt. Wie die Katamari-Spiele führt Everything Buch über alle Entdeckungen, mehr als 1.000 Dinge können Sammler aufspüren. Alle davon – selbst Kontinente, Gebäude oder Steine – haben ein Bewusstsein: Hin und wieder taucht eine Denkblase auf, durch die Ihr die alltäglichen Nöte und Befindlichkeiten etwa eines Grashalms oder vorbeiziehender Wolken erfahrt.
Das klingt ziemlich kurios? Ist es auch, fügt sich aber als Gesamtwerk erstaunlich gut zusammen und entwickelt eine starke Faszination, zumal Ihr Everything aktiv und passiv genießen könnt. Lasst Ihr das Spiel alleine, spielt es sich quasi von selbst. Auf Wunsch blendet Ihr nach dem ”Durchspielen” Wikipedia-Infos ein. Technisch solltet Ihr kein Wunderwerk erwarten: Neben den erwähnten Animationslimitationen sind die Welten nur bedingt detailliert gestaltet und die Grafik ruckelt auch mal, während im Hintergrund ab und an Ambient-Musik für Stimmung sorgt.








