Evil West – im Test (PS5)

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Aller guten Dinge sind drei, denkt sich Entwickler Flying Wild Hog und veröffentlicht dieses Jahr nach Shadow Warrior 3 und Trek to Yomi bereits den dritten Action-Kracher. Der verspricht schnörkelloses Blutfeuerwerk mit Cowboys und Vampiren. Was kann da noch schiefgehen?

Ein Vampir-Overlord fürchtet die Erfindung der Elektrizität und startet einen Angriff auf die Menschheit mit mutierten Vampir­monstern. Nebenbei zerstört er gleich noch Amerikas letzte Fes­tung der Vampirjäger, das ­Rentier-Institut. Außendienstler Jesse Rentier überlebt jedoch den Angriff und macht nun Jagd auf die Eckzahn-Killer. Evil West gibt Euch das, was im Vorfeld ­versprochen wurde. Innerhalb von 10 Stunden feuert Ihr Euch durch 16 meist schlauchartige Areale. Haufenweise Abzweigungen bringen Euch mehr Geld oder auch mal einen Upgradepunkt ein und es erwarten Euch auch kleine Rätseleinlagen, aber die sind ungefähr so komplex wie ein Schalterrätsel in Call of Duty. Die Wegfindung ist ebenfalls simpel gehalten, denn überall leuchtet die Welt fast wie ein Weihnachtsbaum, um Euch auf Klettereinlagen oder mögliche Interaktionen hinzuweisen.

Die düstere Geschichte ist im Vergleich zu den ersten beiden Wild-Hog-Titeln, die zumindest mit Humor oder Style punkten konnten, leider ­vergessenswert. Dafür trumpft Evil West beim Wesentlichen auf: dem Kampfsys­tem. Jesse lernt im Verlauf der Kampagne immer neue Tricks und feuert mit Revolvern, Flinten, Flammenwerfer, Armbrust und Minigun ohne Munitionsmangel um sich. Mit einem Knopfdruck ist die Waffe schnell gewechselt, sodass Euch kein Inventarmanage­ment ausbremsen kann. Mit Eurer Elektrofaust seid Ihr auch im Nahkampf gewappnet und schleudert Gegner in Explosions­fässer oder andere Monster. Durch Level­aufstiege und Kohle lassen sich weitere Moves wie Stampfmanöver lernen oder Ihr verpasst Eurer Dynamitstange ein Tornado-Upgrade. Die knapp 20 Gegnertypen stellen Euch trotz Heilzauber vor kräftige Herausforderungen. Wie in Doom Eternal seid Ihr ständig kurz vor dem Ableben und müsst die dicken Brocken fortlaufend im Blick behalten. Das zwingt Euch angenehm, Euer erlerntes Repertoire voll auszunutzen.

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Bort1978
I, MANIAC
Bort1978

Ich spiele jetzt seit ca. 30h Evil West. Im 1. Durchgang auf normalen S-Grad fand ich die Wertung hier vollkommen okay. Ein Oldschool-Spiel mit Schlauchleveln, lockeren Sprüchen und coolem Kampfsystem mit ner guten Mischung aus Nah- und Fernkampf. Die B-Movie-Story hat mich gut unterhalten.

Jetzt liegen zudem noch 2/3 des Spiels im NG+ auf dem höchsten S-Grad Böse hinter mir und ich würde doch glatt mind. 5% mehr geben. Ich habe zwar noch immer nicht alle Vorteile und Verbesserungen freigeschaltet, aber man hat jetzt deutlich mehr Möglichkeiten im Kampf, was diese auch um einiges unterhaltsamer macht. Auf Böse muss man auch um einiges taktischer in den Kämpfen agieren und ständig alle Fähigkeiten einsetzen, da diese teilweise ein zeitliches Abkling-Fenster haben. Macht richtig Bock das Spiel. 😁
10h Spielzeit habe ich übrigens im 1. Durchgang nicht geschafft. Es waren eher 15h bei mir.

Gast

@Steffen_Heller , vielen Dank für Deine Antwort.
Wenn ich Dich also verstehe, ist es ein Schlauch-Actionspiel, da scheint mir das “Minimum” an “Drumherum” schon irgendwie passend, wenn auch für moderne Geschmäcker etwas aus der Zeit gefallen zu sein.
Auf die Geschichte bin ich mal gespannt, das ist ja immer ein sgutes Stück Geschmackssache. Mehr als B-Movie-Plot erwarte ich mir davon nicht. 🙂

Gast

Wie viel “Drumherum” gibt es denn bei 10h Spielzeit? OK, die Story mag eines sein, aber was noch und brauch ich es?
Mit ner siebziger Wertung kann ich leben, ist ja immer noch “ein gutes Spiel”. Vielleicht gibts ja bei Erfolg einen Nachfolger, der noch ein Schippchen drauf packt. Steht zumindest bei mir noch auf der “Will-haben-Liste”. Im letzten Xbox-Sale hab ichs leider verpasst, um wohl ca. ein paar Minuten. Als ichs in den Wagen gepackt habe, wars noch drin, beim bezahlen sollte es dann Vollpreis sein.