
Meinung
Philip Ulc meint: Als Anhänger der PES-Reihe habe ich mit Staunen die Entwicklung der FIFA-Serie beobachtet und mit Schrecken die Stagnation der einst konkurrenzlos guten Fußball-Simulation aus Japan festgestellt. FIFA 10 beeindruckt mit überragenden Animationen und toller Spieldynamik. Trotzdem hängt EAs Simulationskick nach wie vor ein leichter Arcade-Touch an, denn zu viele Tore entstehen durch Lobs und schicke Schlenzer, die leichtgängig von der Hand gehen. Dagegen fällt das Erstellen der Standards in die Kategorie ’Profi’, die den Durchschnittsspieler kaum tangieren – nicht umsonst versteckt sich dieser Modus in den Trainingsoptionen und wird nicht wie von EA-Spielen gewohnt mit ”Neu” markiert. Trotzdem wirkt FIFA 10 spielerisch rund – eben wie ein Fußball(-Spiel) sein sollte.
Matthias Schmid meint: Beim letzten FIFA lockten mich nur die Onlinematches ’10-gegen-10’ nach der Testsession vor die Konsole – in diesem Jahr überzeugt mich der EA-Kick auch spielerisch. Die Geschwindigkeit ist etwas höher als 2008, das Spielgefühl stimmig, die Kontrollen sind straff – dank Steuerfinessen wie Tricksen und Abschirmen habe ich viele Möglichkeiten, mein Offensivspiel zu variieren. Wer anfangs die teils verwirrenden Schultertasten-Kombinationen noch nicht drauf hat, verliert häufig den Ball – weil die Verteidiger den Spielfluss zu leicht stören können, müsst Ihr dann mit nervigem Mittelfeld-Geplänkel leben. Obwohl in FIFA 10 einige Schüsse weit am Kasten vorbeisausen und mir die lebensechten Animationen regelmäßig Rufe der Verzückung entlocken, finde ich, dass der Spielablauf beim Konkurrenten PES näher am echten Sport ist.










