FIFA 2001 – im Klassik-Test (PS)

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Poschi und Dahlmann wetteifern um den Hohle-Sprü­che-Pokal, hunderte ‘ran‘-bekannte Sportler traben über den Bildschirm, drei Tasten genügen zum Gewinn der Meisterschaft und wer den Schiedsrichter fault, der sieht die rote Karte. Braucht es mehr, um einen halbwegs sportinteressierten Zocker den Titel eines Spiels erraten zu lassen (“FIFA Jahres­zahl+1”), bzw. um über das Dilemma der Inno­vationslosigkeit von EA-Produkt-Updates zu lamentieren?
Zumindest was Optionalität und Han­habung angeht, stimmt das oben genannte.

Sowohl auf der PSone wie auf der PS2 bekommt Ihr eine unglaubliche Masse an originalen Kickern und Teams spendiert: Spielt eine Saison in einer von 15 bzw. 16 weltweiten Ligen (auf der PS2 gibt’s als Extra koreanischen Fußball), kämpft in Champions League, Euro­cup und WM um den Pokal oder bastelt Euch individuelle Wettbewerbe zusammen. Natür­lich könnt Ihr auch die Finessen der Steuerung in Freundschafts- oder Trai­ningsspielen erlernen. Wer schon mit den Vorgängern gekickt hat, wird die Übungseinheiten aber kaum benötigen: Eure grundlegenden Aktio­nen sind Pass, Flanke, Sprinten und Schuss; in der De­fensive schaltet Ihr den aktiven Spieler durch, tackelt vorsichtig oder grätscht mit aller Macht in den gegnerischen Lauf. Über die Schultertasten weicht Ihr den Verteidigern mittels Hüp­fer, Dre­hung oder Seitbewegung aus, schirmt den Ball ab oder spielt einen langen Pass. Ebenfalls wieder mit von der Partie ist das ‘In Game Management’: Via Select könnt Ihr durch drei vor dem Match erstellte Strategien schalten.

Der einzige echte Unterschied zwischen der PSone- und der PS2-Version ist augenscheinlich: Bei der Grafik haben sich die EA-Sportexperten auf Sonys 128-Bit-System mächtig ins Zeug gelegt. Schon beim Einmarsch der Teams in das brodelnde Stadion dürft Ihr Euch die Augen reiben: Kameraschwenks zeigen Euch den Torwart beim Aufwärmen, einzelne Spieler halten ihre mächtigen Wadenmuskeln ins Bild, die Sonne verursacht dezente Lichteffekte und wirft feine Schatten auf das Grün.

Die Begegnung selbst läuft erheblich dynamischer ab, als von bisherigen FIFA-Titeln gewohnt. Dank ruckelfreier Gra­fik und flüssiger Animationen der Sport­ler zieht Ihr ein munteres Pass-Spiel auf, grätscht und flankt, was das Zeug hält und bolzt das Leder mittels Direkt­schuss, Kopfball oder Fallrückzieher in den gegnerischen Kasten. Dabei tobt auf der PS2 nicht nur die Menge – könnt Ihr Euch einen Augenblick vom Geschehen lösen, beobachtet Ihr Ersatzspieler beim Auf­wärmen und Fernsehkameras, die die Begegnung verfolgen.

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