Fight Night Champion – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Nachfolger mit Nummern sind out – deshalb heißt der neue EA-Klopper nicht Fight Night Round 5 sondern bekommt ein Champion angehängt. Das Spiel trägt seinen Namen zu Recht – EA Canada liefert sowohl in puncto Technik als auch Umfang und Steuerung die bisher beste Boxsimulation ab. Die ’Total Punch Control’ (Schlagen mit dem rechten Stick) der Vorgänger wurde durch die ’Full Spectrum Punch Control’ ersetzt. Klingt affig, erweist sich aber als kluger Zug: Nun müsst Ihr keine kreisenden Bewegungen mehr ausführen – ein simpler Stick-Druck in eine Richtung entscheidet, ob Ihr ­Uppercut, Jab oder Schwinger ausführt. Zudem könnt Ihr durch Schultertastendruck nun aus jeden Schlag eine Power-Version machen – das ersetzt die Haymaker der Vorgänger und geht nach wie vor zu Lasten Eurer Ausdauer.

Weil sich ihre Gesundheit stetig auflädt, stecken die Boxer wieder übernatürlich viel ein – werdet Ihr allerdings angeknockt, stoppt die Energie-Regeneration und der nächste Volltreffer schickt Euch auf die Bretter. Die von den Machern angepriesenen One-Punch-Knock-outs kommen zwar vor – wie im echten Sport gelingt ein Lucky Punch in der zwölften Runde aber nur ganz selten. Der gigantische, aber unübersichtliche Karriere-Modus des Vorgängers ist mit vielen Detailverbesserungen wieder dabei: Ihr verteilt Erfahrungspunkte auf irrsinnig viele Attribute und investiert verdiente Kohle in unterschiedlich effektive Trainingslager.

Die feinste Neuerung ist der Champion-Modus: Ihr erlebt eine filmreif inszenierte Geschichte, die jedem ”Rocky”-Streifen gut zu Gesicht stünde – Knastaufenhalt und Intrigen inklusive. Die Charaktere sind glaubhaft und die Fights abwechslungsreich. Fürs nächste Mal wünschen wir uns wählbare Dialog-Antworten und ein bisschen Entscheidungsfreiheit.

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