Final Fantasy XII – im Klassik-Test (PS2)

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Wenn sich Eure bis zu drei Mann bzw. Mädels starke Truppe ­gegen hungrige Hyänen, Mega-­Monstren und geifernde Glibberwesen in die Schlacht wirft, drängt sich der ­Vergleich zu US-Entwicklungen à la Knights of the Old Republic geradezu auf, denn auch hier wird in Echtzeit gekeilt. Zum ersten Mal in der Final Fantasy-Historie beobachtet Ihr Eure Avatare dabei, wie sie bereits vor dem Kampf zwischen dem (mehr oder ­weniger) aggressiven Feindgetier herumstromern, um sich dann vor demselben Hintergrund in die Schlacht zu werfen. Will heißen: Diesmal reißt Euch kein Umgebungswechsel aus dem Spielgeschehen – der altbekannte Kampfbildschirm gehört endgültig der Vergangenheit an. An seine Stelle tritt eine Reihe übersichtlicher Miniatur-Menüs, die Ihr nur dann (auf Button-Druck) einblendet, wenn Ihr aktiv ins Gerangel eingreifen wollt.

Wer allerdings das geniale System zur KI-Programmierung ausschöpft, der wird seinen Charakteren nur selten solch manuelle Anleitung geben: Über eine Verkettung von unterschiedlichen ­Bedingungen und Aktions-Parametern programmiert Ihr jeden Helden so präzise, dass er auf beinahe jede Situation angemessen reagiert – und das völlig ohne Euer Zutun. Voraussetzung ist allerdings, dass Ihr zuvor fleißig passende Programm-Bestandteile gesammelt habt. Diese ’Gambits‘ liegen wie Heiltränke, Waffen und andere Gegenstände über die Spielwelt verteilt, sind aber auch in Spezialgeschäften erhältlich. Je spezieller und siegesverheißender das Gambit, desto seltener bzw. kostspieliger ist es. Auf diese Weise erzieht Square seine neuen Helden zu regelrechten Rollenspiel-Panzern und liefert das bislang kampflastigste Final Fantasy ab. Wer den Entwicklern ihre Neubesinnung nicht krumm nimmt und mit einer etwas wirr erzählten Geschichte leben kann, der genießt den besten Serienteil überhaupt: komfortabel, flott, innovationsreich – und ganz einfach in jeder Beziehung riesig.

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Nipponichi
26. April 2024 20:22

Bis heute werde ich mit diesem Spiel nicht warm. Es ist nicht das Spiel, bzw. die Welt ansich, denn die kommt sehr genial rüber, aber die Charaktere haben mir irgendwie nicht sonderlich gefallen und die Geschichte fand ich ebenfalls nicht sonderlich toll, weshalb ich es irgendwann abgebrochen habe.

Vor einiger Zeit hatte ich mir dann nochmal die Stahlbox-Version auf der PS4 gegönnt, um dem Spiel nochmal eine Chance zu geben. Aber es zündet nicht.

Final Fantasy hat mir ab Teil X-2 bis zu Teil XV nicht mehr gefallen. Lustigerweise hat bei mir erst wieder das Remake von Teil VII und der vermutlich umstrittene Teil XVI wieder richtig gefallen.

Rudi Ratlos
25. April 2024 20:29

Hatte mir zum Glück direkt das Lösungsbuch dazu gegönnt und konnte daher diese – etwas fragwürdige – Designentscheidung umschiffen. Warnung war FF X, nachdem wir uns da aufgrund der Dungeon-Rätsel auch (für die 100%) in eine Sackgasse gespielt haben 🙈 zum Glück verzichten die Designer inzwischen zumeist auf solchen Käse…

SonicFanNerd
25. April 2024 13:56


Achja, das mit den Kisten. Stimmt, danke.
Gut wenn das im Remaster (Zodiac Age) rausgepatcht wurde.
Klar, alles nicht spielentscheidend, aber früher war ich bei so Sachen wie nem FF manchmal ein kleiner “completionist” und da war sowas echt fies. Ohne Lösung kommt da doch niemand drauf.

sei-men
25. April 2024 12:03


Wahrscheinlich meinst du die Doxá-Lanze und/oder die Genji-Ausrüstung. Die Lanze war extrem fies weil man die verpassen konnte wenn man zuvor bestimmte Truhen geöffnet hatte. Das wurde aber in FFXII Zodiac Age geändert wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Die Genji-Ausrüstung musste man bei einem einmaligen Kampf stehlen.

Gab glaub ich noch ein paar andere Dinge wo ein Fehler schnell die Belohnung versauen konnte. Ohne Lösungsbuch hätte ich das glaube ich damals auch nicht hinbekommen.

Trotzdem hat mir FFXII damals sehr gut gefallen. Hatte mir sogar die US version besorgt um früher spielen zu können. Das Kampfsystem empfinde ich bis heute als eines der besten der Serie. Wenn man die Gambits richtig eingestellt hatte, konnte man sich recht gemütlich zurück lehnen und die Charaktere machten zur richtigen Zeit genau das was sie sollten. Hatte etwas von einem General der von einem Hügel aus eine Schlacht überblickt. Wenn dann der Kampf ohne Probleme überstanden war konnte man sich selbst auf die Schulter klopfen und sagen: “Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert” 🙂

Was ich noch als sehr positiv in Erinnerung habe war das einem das Spiel recht früh die Freiheit gab Gebiete zu erkunden die eigentlich sehr viel später von Belang wurden. So konnte man sich schon relativ früh bis in die Totenstadt Nabudis vorkämpfen um sich die oben genannte Doxá-Lanze zu sichern. War halt nicht ungefährlich weil man da an einigen starken Gegnern vorbei musste.

SonicFanNerd
25. April 2024 11:12

Ich mochte FFXII. Es war jetzt kein FFVII oder FFX für mich, aber die audiovisuelle Präsentation war damals fantastisch. Das Gambit-System war auch ganz nett und die Story zumindest unterhaltend, aber nicht episch. Sympathisch würde ich aber schon sagen.
Was mir damals das Spiel etwas vergällte, waren missables. Ich meine mich erinnern zu können, dass man teilweise spezielle Ausrüstung nur in einer Mission, die nicht wiederholt werden konnte, erhalten konnte. Habe ich nachdem ich es gespielt hatte, dann erst erfahren. Kann mich aber auch jetzt irren.
Ein weiterer Pluspunkt hingegen war das Artdesign damals noch für mich. Die Figuren wurden glaube ich vom selben Zeichner geschaffen, der sich auch für Vagrant Story (PS1) verantwortlich zeichnete. Und Vagrant Story fand ich damals einfach nur klasse. Das dürfte gerne mal ein zeitgemäßes Remake erhalten….
Das Remaster von FFXII hab ich jedenfalls auch noch in der Sammlung.

Rudi Ratlos
25. April 2024 10:21

Auf der PS2 hab ich für die 100% 164h gebraucht, reine Hauptstory schätze ich mal auf 60 – 80h?!

oc1d
25. April 2024 8:56

Ich liebe es, habe 90 stunden auf der Uhr aber es noch nicht durch, den PS2 spielstand habe ich noch. Das letzte Kapitel ist JRPG typisch extrem hart! Trotzdem in meiner Top5/Top10!

Kratos
25. April 2024 7:23

Frag mich wie das der beste Teil sein soll wenn die Story platt ist? Gerade bei einem JRPG find ich die wichtig. FF7 ist auch nicht wegen der Spielmechanik zum Kulttitel der Reihe geworden sondern wegen der Story und Charaktere nehm ich mal an. Andernfalls hätte SE das Gameplay im Remake nicht komplett geändert. Kann ich natürlich nicht beurteilen weil FF12 nie gespielt… Ist aber gerade günstig im Store was mich ein wenig gribbelig macht das nach FF7rebirth anzugehen… Wie umfangreich/zeitaufwendig ist denn 12?

Rudi Ratlos
24. April 2024 10:44

Das Spiel war absolut fantastisch – gerade in der HD-Fassung auch im Angebot, der Kauffinger juckt bereits 😀
Finde aber den SW-Vergleich immer etwas bemüht, der olle Schosch hat ja auch nur munter zusammengeklaut 🤷‍♂️

Max Snake
23. April 2024 23:51

Dem muss ich Robert Bannert zu stimmen. Die Geschichte von Final Fantasy XII mag platt sein, doch das Kampfsystem hat in meine Herzen getroffen. Vorbei mit Zufall Kämpfe, das intelligent Gambit – System, die Inspiration aus der KOTOR. So muss ein moderners Rollenspiel sein.
Besten Teil der Reihe.

captain carot
23. April 2024 22:26

Teil X finde ich gar nicht mal so geil. VI, IX und VII finde ich da deutlich besser

Eydrian
23. April 2024 19:40

Oh ja! Das und der 10. Teil waren (m.M.n.) die besten Teile bislang.

23. April 2024 19:08

Das letzte Main FF, welches mich nochmal so richtig abgeholt hatte. Danach hatte mich die Reihe verloren.