Grand Slam Tennis – im Klassik-Test (Wii)

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Wenn Electronic Arts sich ­einer Sportart annimmt, dann richtig: Von wegen Max Mustermann bei den Hinterndorfer Lokal-Open – Geldbeutel auf und her mit den Lizenzen. Originalspieler? Sind drin. Bekannte Sportmarken? Sind drin. Echte Turniere und Courts? Sind drin. Und damit nicht nur der jüngste Spross der Zockerfamilie mit den aktuellen Stars wie Nadal, Federer und Sharapova auf seine Kosten kommt, wurde das Who’s who der Tennislegenden auf die DVD gescheucht. Von McEnroe und Borg, über Navratilova und ­Becker bis hin zu Sampras und ­Edberg – die Stars des Filzballszene sind in Form drollig gestalteter Comic-­Alter-Egos mit dabei. Wir haben jedoch Größen wie Agassi, Graf, Courier oder Paradiesvogel Noah vermisst.

Bevor wir über Spielgefühl oder -modi sprechen, ein guter Rat an ­dieser Stelle: Zockt EAs Filzballhatz ruhig auf einer alten Glotze. Denn dort sehen die stilisierten Sportler und detailarmen, aber schicken Plätze schlicht besser aus. 55cm Bildschirmdiagonale reichen aus für maximalen Genuss. Habt Ihr keine Retro-Röhre mehr im Haus, dann schleppt Eure Grand Slam Tennis-Disc samt Wii zu einem befreundeten SD-Haushalt und feiert eine Tennisparty.

Und schon haben wir die Überleitung zu den enthaltenen Spielmodi – denn ”Grand Slam Tennis” protzt im Menü mit dem verheißungsvollen Programmpunkt ’Tennis Party’. Leider verbergen sich dahinter fast ausschließlich normale Ballduelle mit solch total verrückten Ideen wie ’Lobs zählen zweifach’. Mehr ­Partyspaßpotenzial bergen da normale Doppelmatches, die Ihr auf den insgesamt zwölf Courts der vier Grand-Slam-Turniere (Australian Open, French Open, Wimbledon, US-Open) abhaltet.

Solisten stürzen sich in den namensgebenden ’Grand Slam’-Part, den Karriere-Modus des Spiels. Beginnend in Australien sportelt Ihr Euch durchs Tennisjahr, spielt Trainingsmatches auf den kleineren Plätzen und greift schließlich nach den ­Turniersiegen. Genretypisch verkörpert Ihr einen im Editor erstellten No-Name-Athleten – praktischerweise stellt Ihr von den Tennissocken bis hin zur Matchlänge jederzeit alles nach Eurem Gusto ein. Pfiffig ist die Idee, von besiegten Starspielern die Fähigkeiten abzuschauen: Verstärkt Euch zum Beispiel mit Serenas Vorhand, ­Beckers Biss oder Nadals Topspin.

Spielerisch überrascht Euch Elec­tronic Arts mit recht langsamen, aber gehaltvollen Ballwechseln. Abseits der Remote-Schwünge braucht Ihr ­lediglich A-Knopf (Lobs) und B-Button (Stopps). Anfänger daddeln zunächst ohne Nunchuk – dann läuft Euer Crack wie in Wii Sports Tennis automatisch über den Platz. Wir wollen die direkte Laufsteuerung aber nicht missen – in puncto Spieltiefe steckt Grand Slam Tennis den Nintendo-Konkurrenten ­locker in die Tasche. Ohne den Wii-Motion-Plus-Zusatz hängt die Richtung Eurer Schläge stark vom Timing ab, stöpselt Ihr die zusätzlichen Bewegungssensoren an, gehorcht Euer Schläger Euren Handbewegungen plötzlich aufs Wort – super.

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Sanftmut
24. August 2025 6:46

Das hab ich damals richtig, richtig viel gespielt und Spaß damit gehabt.
Aus heutiger Sicht vermutlich aufgrund veralteter, träger Bewegungssteuerung kaum noch geniessbar. Aber ich glaube, man konnte es sogar mit klassischer Pad-Steuerung spielen.