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Verlaßt Ihr eine Stadt, stürzen sich sofort zahlreiche Monster auf Euch und wollen Euch an die Wäsche. Sobald Ihr mit einem Feind zusammenstoßt, wird der Kampf-Schirm eingeblendet, auf dem Ihr Euch nach alter RPG-Tradition gegenübersteht. Erst jetzt seht Ihr, mit wem Ihr es zu tun habt – beim Marsch durch den Wald sehen nämlich alle Gegner gleich aus. Nun haut Ihr über ein Kampfmenü mit dem Schwert zu oder setzt Euren Gegner mit schadhaften Kräutern und Mittelchen Schachmatt. Unter Zeitdruck seid Ihr nicht, die Kämpfe laufen rundenbasiert ab. Seid Ihr selbst am Ende Eurer Kräfte, stopft Ihr zur Energieauffrischung Schokoriegel und fettige Cheeseburger in Euch rein.
Magie setzt Ihr nicht durch Zaubersprüche, sondern durch ungewöhnliches Spielzeug, sogenannte “Helferlein”, ein: So saust Eurem bedauernswerten Widersacher ein verwunschenes Spielzeugauto in die Kombüse, eine Plastikbombe explodiert vor seinen Augen, oder er wird durch Giftpfeile einer Gummi-Viper gelähmt. Helferlein bekommt Ihr als Geschenk für bestimmte Dienste; oder Ihr schnappt sie Euch aus Schatztruhen, die oftmals in gut versteckten Geheimräumen stehen. Diese offenbaren auch andere nützliche Utensilien wie stärkere Waffen, dickere Rüstungen und hilfreiche Extras. Wollt Ihr nicht auf Gevatter Schicksal vertrauen, könnt Ihr Euch die meisten Gegenstände auch im Einkaufsviertel einer Stadt besorgen. Das nötige Kleingeld knöpft Ihr Euren Gegnern nach gewonnenem Kampf ab. Da Euer Tragevolumen begrenzt ist, solltet Ihr ausrangierte Gegenstände wieder verkaufen. Im örtlichen Gasthaus macht Ihr ein Nickerchen, frischt dabei Eure Treffer- und Psi-Punkte auf und speichert den Spielstand.
Nach kurzer Spielzeit ist auch das Baby-Monster bereit, Euch im Kampf zu helfen. Mit zunehmender Erfahrung lernt der Kleine, sich zu verwandeln und Angriffe der Gegnerschar nachzuahmen. So rammt er plötzlich als überdimensionaler Vorschlaghammer Euren Widersacher in den Boden, wird zu Mike Tysons rechter Faust oder baut sich als rosaroter Godzilla vor den verängstigten Feinden auf.
Ähnlich wie in Konamis Azure Dreams nehmt Ihr durch Euer Verhalten Einfluß auf die weitere Entwicklung des Zöglings: Spielt Ihr häufig mit ihm und spart nicht mit Lob, oder laßt Ihr ihn hungern und schreit ihn an? Greift Euch Euer Freund während des Kampfes an, habt Ihr ihn mit Sicherheit vernachlässigt!
Die Musikuntermalung in Guardian’s Crusade ist typisch japanisch, besonders abwechslungsreich sind die Stücke leider nicht.









Ich habe es aufgrund der Empfehlung des Maniacredakteurs(für jüngere Semester) und der Bonbongrafik ausfallen lassen.
Absolut „underrated“, dieses Spiel. Gehört definitiv zu meinen persönlichen „Hidden Gems“ der PS1-Ära.