Guardians of the Galaxy – im Test (PS5)

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Am besten entfaltet ”Guardians of the Galaxy seinen Charme, wenn man die gelungene ­Story ohne viel Vorwissen auf sich zukommen lässt. Deshalb sei sie hier nur kurz angerissen: Neben ein paar Flashbacks besucht Ihr alte und neue Schauplätze, nehmt es mit einer mächtigen Organisation auf und trefft nicht zuletzt vertraute Gesichter, die während ihrer Gastauftritte dem Rest auch mal die Schau stehlen. Manche Passagen könnten etwas gerafft werden, aber grundsätzlich bleibt die Handlung über ihre ordentliche Dauer hinweg interessant und erlaubt gelegentlich Entscheidungen, die zu (etwas) unterschiedlichen Ereignissen führen. Das macht auch ein ­erneutes Durchspielen des ansonsten linearen Geschehens interessanter.

Spielerisch erwartet Euch eher ein konventionelles Third-Person-­Abenteuer: Zwar wird reichlich geplaudert und auch mal geklettert und gerätselt, im Mittelpunkt steht aber (vor allem in den späteren Kapiteln) die Action. Ihr habt stets nur Star-Lord unter direkter Kontrolle, dürft aber fast jederzeit Euer Team zu Aktionen animieren: In ruhigen Passagen kommt das etwa zur Lösung von Rätseln zum Einsatz, wenn ­Rocket durch eine enge Passage kriechen soll, Groot eine Brücke aus Holz wachsen lässt, Gamora Ranken weg­schnetzelt oder Drax schwere ­Objekte schleppt.

Richtig wichtig wird es während der Gefechte: Dort agiert das Team zwar auch bedingt selbstständig, aber seine starken Attacken setzt es nur ein, wenn Ihr den Befehl dazu gebt. Das geht prinzipiell gut von der Hand, ­allerdings buhlt gerade in intensiveren Gefechten einiges um Eure Aufmerksamkeit: Die komplexe Koordination der Mitstreiter gehört ebenso dazu wie Eure eigenen Angriffe, hinzu gesellen sich verschiedene Cooldown-Timer, Elementar-Effekte Eurer Wumme oder auch das schon mal ­versehentlich ­ausgelöste ”Huddle” (ein ­temporärer Super-Buff für alle) – das lässt einen schon mal die Übersicht verlieren, etwas weniger wäre hier und da mehr gewesen. Allzu nervig ist das allerdings zum Glück nicht, zumal auch die Checkpoints fair verteilt wurden.

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dunklertempler
11. Januar 2022 10:07

Story und Dialoge find ich auch top, auch Grafik und Sound sind gut.
Spielerisch hätt es mal so Richtung Mass Effect 2 gehen sollen dann wäre es nen Tophit.

Likewyse
10. Januar 2022 16:13

Ich persönlich fand das Spiel recht gut, Grafik, Sound und Story passen. Hab s im Fidelity und im rt Modus gespielt, da die geringe Auflösung im Performancemodus bei geringem sitzabstand zu verwaschen war. Ein gelungenes Soloabenteuer, welches es nicht ganz an Spiele wie Uncharted heranschafft.

Bort1978
10. Januar 2022 14:56

Es war zwar von der Story toll gemacht, aber die Kämpfe waren mir zum Ende hin dann doch etwas zu eintönig. Zudem haben die schlauchigen Abschnitte dazwischen irgendwann gelangweilt, weil es nicht wirklich was zu tun gab. Aus meiner Sicht passt die Wertung.

Walldorf
10. Januar 2022 14:49

Tolles Spiel. Hätte man ruhig einen Award zücken können.