Harold Halibut – im Test (PS5)

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Eine lange Reise geht zu Ende, und das in mehrfacher Hinsicht: einerseits die von Harold Halibut, Hauptfigur im nach ihm benannten Adventure. Andererseits die vom Debütwerk des in Köln ansässigen Entwicklerstudios Slow Bros, das über eine Dekade daran gewerkelt hat. Dass dabei jede Menge Aufwand sowie Herzblut ins Projekt gesteckt wurde, erkennt man auf dem Bildschirm sofort: Harold Halibut fasziniert optisch mit einem geschmeidigen Stop-Motion-Look (der 60-fps-Modus ist klar empfohlen), für den alle Umgebungen, Objekte und Charaktere erst in Handarbeit modelliert und gebaut wurden, um sie dann per 3D-Scanner einzulesen und ihnen mit Motion Capture & Co. Leben einzuhauchen.

Harold lebt an Bord eines großen Raumschiffs, das vor langer Zeit die vor dem Ende stehende Erde verlassen und auf einem Planeten eine Bruchlandung unter Wasser hingelegt hat. Mit der Situation haben sich die Insassen seit Langem arrangiert und verbringen ihren Alltag wie in einer zwar ungewöhnlichen, aber kleinen Stadt. Doch im Hintergrund tun sich Probleme auf und Harold macht unerwartet eine Bekanntschaft, die nicht nur für ihn Veränderungen einleiten wird.

Diese Umschreibung ist bewusst vage gehalten, um Spoiler möglichst zu vermeiden. Es sei nur noch gesagt, dass Ihr hier kein bombastisches Epos und weltbewegende Geschehnisse erwarten solltet – Harold Halibut ist besser als Beinahe-Alltagsstory mit einigen fantasievollen Anklängen beschrieben.

Entsprechend lässt sich die Erzählung viel Zeit und lädt dazu ein, sich auf eine Reihe Nebenaufgaben einzulassen, die primär dem besseren Kennenlernen der anderen Bewohner dienen. Interaktion mit der Umgebung und Objekten ist nur begrenzt vorgesehen, auch auf komplexe Grübeleien oder Tätigkeiten wird verzichtet. Vereinzelt bekommt Ihr mal etwas anderes als Botengänge vorgesetzt, aber dann stets in einer Form, dass es wirklich jeder ohne Probleme schaffen kann. Meist seid Ihr also ohne großen Stress unterwegs, und das passt genau zum Gesamtwerk.

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Rudi Ratlos
I, MANIAC
Rudi Ratlos

Werde es mir – Gamepass sei Dank – demnächst auch mal anschauen, aber was ich mich hier frage: Wie kann so ein Spiel am Ende wirtschaftlich sein?

Eydrian
I, MANIAC
Eydrian

Ich denke auch, dass bei der Wertung ein gewisser „Solidaritätsbonus“ gegenüber den Entwicklern enthalten ist…

Lincoln_Hawk
I, MANIAC
Lincoln_Hawk

Gefällt mir auch
Es muss nicht perfekt sein.

Steffen Heller
Redakteur

Harold ist schon ein sehr spezieller Fall. Habe es für das Making-of im Heft durchgespielt und man kann tatsächlich einiges kritisieren. Ist in meinen Augen einer dieser Titel, die entweder bei einem voll funktionieren aufgrund der Präsentation, dem Amateur-Charme und Entschleunigung oder voll durchfallen.^^

Durandal
I, MANIAC
Durandal

Bin mit dieser Wertung ausnahmsweise überhaupt nicht einverstanden.
Ich lasse mich gerne von Walking Sims und ruhigen Games faszinieren, aber hier ist alles was nicht mit Story und Charakteren zu tun hat einfach sehr schlecht gemacht.
Hätte 65% gegeben.

donkiekung
I, MANIAC
donkiekung

Na ja, das ist eher ein interaktiver Roman Walking-Simulator in ungewöhnlicher Verpackung, denn ein Spiel. Mir hat’s aber gefallen, mal nicht jedem ins Gesicht zu schießen oder Sammelsurium-Crafting Rouge Like Dingsbumms zu betreiben. Ist was zum Entspannen und Seele baumeln.

JonnyRocket77
I, MANIAC
JonnyRocket77

Sehe ich wie Max. Die Macken nehme ich in Kauf, weil mir das Gesamtpaket wahrscheinlich überaus zusagt. Die Hintergrundstory mit dem Raumschiff im Wasser finde ich auch sehr interessant.

Max Snake
I, MANIAC
Max Snake

Einer der Adventure, dass trotz paar Macken mir eine Chance geben.