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Per Druck auf die L1-Taste schaltet Ihr ein Zielkreuz ein und visiert damit Gegner an. Den Standard-Stromschlag könnt Ihr beliebig oft loslassen, alle anderen Attacken wie Druckwellen, Elektrogranaten und mehr zehren an Eurer inneren Batterie. Die lässt sich zum Glück einfach nachfüllen: Stellt Euch einfach neben ein geladenes Objekt und saugt ihm den Strom aus – das tut gleichzeitig Eurer Gesundheit gut, wenn Ihr Treffer eingefangen habt. Im Lauf des Abenteuers lernt Cole immer mehr Fähigkeiten, die nicht alle mit Angriffen zu tun haben: So könnt Ihr z.B. über Stromleitungen grinden, eine Weile schweben oder verletzte Passanten wie ein Defibrillator wieder aufpäppeln.
Letzteres spielt eine Rolle für Euer Ansehen, denn bei inFamous hängt viel davon ab, ob Ihr Euch für ein gutes oder böses Auftreten entscheidet. Immer wieder erwarten Euch speziell markierte ’Karma-Momente’, die Euch vor die Wahl stellen, in bestimmten Situationen uneigennützig oder egoistisch zu agieren. Je nachdem, welches Vorgehen Ihr wählt, bemerkt Ihr schnell Änderungen: Seid Ihr heldenhaft, reagieren die Bürger positiv. Als Schurke fürchten sie Euch, Coles Erscheinungsbild wird düsterer und seine Stromschläge leuchten in unheilvollem Rot – dafür bekommt Ihr bestimmte Fähigkeiten, die einem Gutmenschen vorenthalten bleiben. Gegen Ende der Story erwarten Euch zudem zwei entscheidende Schlüsselmomente, die gravierende Folgen nach sich ziehen.
Selbst wenn Ihr alle Varianten ausgelotet und die ca. 20 Stunden lange Story beendet habt, gibt es in Empire City eine Menge zu tun: Über 80 Viertel wollen von den Gangs gesäubert werden, indem Ihr kleine Alternativaufgaben erfüllt, außerdem spürt Ihr tonnenweise versteckte Audioaufnahmen und Batterien auf.
Originell macht das inFamous nicht, doch die routiniert bei GTA & Co. geklauten Elemente ergeben ein reizvolles Gesamtbild, das auch von der gelungenen Inszenierung lebt: Die ruinierte Umgebung ist mit detaillierten Texturen ansehnlich in Szene gesetzt, herumeilende Passanten vervollständigen das Bild einer kaputten, aber doch belebten Stadt. Die Lichteffekte glänzen immer dann, wenn Stromschläge blitzen und zucken, was angesichts von Coles Kräften häufig vorkommt. Eine Genre-Revolution ist Sucker Punch nicht gelungen, ein überzeugender PS3-Exklusivtitel aber sehr wohl.











Tolle Spieleserie, von der es gern einmal bald mal wieder einen neuen Teil geben könnte. Ich würde mich da sehr freuen.