Injustice: Götter unter uns – im Test (PS3)

14
354
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Zwei Dutzend Helden und Schurken aus dem DC-Universum vermöbeln sich in 15 Stages voller Fallen, in denen allerhand zu Bruch geht, und die aus mehreren Abschnitten bestehen. Klingt das verlockend? Für Liebhaber des US-Comicverlags unbedingt. Für Beat’em-Up-Fans im Allgemeinen? Durchaus.

Injustice ist unverkennbar das DC-Pendant zum letzten Mortal Kombat, und beide gehen auf das 2008 erschienene Crossover Mortal Kombat vs. DC Universe zurück. So ist es nicht verwunderlich, dass viele der etwas steifen Animationen vertraut wirken und Spezialattacken simpel mit zwei Richtungseingaben sowie einer Aktionstaste auszuführen sind. Auch der allgemeine Spielaufbau ähnelt Mortal Kombat, bietet aber mehr Umfang.

Ein mehrstündiger Story-Modus unterhält mit trashigem Charme und führt in die Charaktere ein, 240 freischaltbare Bonusmissionen erfordern die Beherrschung aller Kämpfer und selbstverständlich gibt es auch in Injustice einen Übungsraum mit vielfältigen Optionen sowie einen Arcade- und Zweispieler-Modus.

Zwar kommt Injustice ohne Fatality-Moves aus, dafür beherrscht jeder Recke neben einem leichten, mittleren und starken Angriff eine Spezialkraft, die je nach Charakter Schadenswerte, Robustheit oder Geschwindigkeit erhöht. Wonder Woman greift so sogar zum Schwert, Hawkgirl kann kurzzeitig fliegen – es mangelt nicht an Variation. Geblockt wird hier nicht per Tastendruck, sondern Wegdrücken vom Gegner. Eingesteckte Treffer und verursachter Schaden füllen eine mehrstufige Energieleiste, die Ihr in Konter, stärkere Varianten der Special Moves oder in ein Wettsystem investiert. Dabei setzt Ihr in der zweiten Spielrunde einen Teil dieser Energie, dann rennen die Kontrahenten aufeinander zu – der Gewinner erhält einen Teil der Lebensenergie zurück. Wie der Sieger ermittelt wird, verrät das Tutorial im Spiel leider nicht.

Dafür signalisiert eine Einblendung, ob eine Interaktion mit dem Hintergrund möglich ist: Schleudert Objekte oder kickt den Feind in den Hintergrund – nur eine von vielen Möglichkeiten, um vernichtende Juggle-Combos auszulösen, auf die das Spiel seinen Fokus setzt. Für etliche Aktionen gibt es Erfahrungspunkte, mit denen sich Goodies wie Kostüme, Musik und Grafiken freischalten lassen.

Michael Herde meint: Grafisch ist mir Injustice zu blass, manche Hintergründe sind zu trist und Animationen zu steif. Dafür sind die Ladezeiten kurz! Die Musik blubbert dahin und das Spiel ist so konsequent eingedeutscht, dass ich manche Prügel-Fachbegriffe nicht verstehe. Sensationell jedoch die durchdachte Benutzerführung: Will ich Special Moves nachschlagen, sehe ich sie beim Pausieren sofort. Will ich Buttons umbelegen, kann ich das schon im Charakter-Screen – daran können sich alle Prügler ein Beispiel nehmen. Spielerisch wird durch die Vielfalt der Kämpfer und etliche Match-Modifikatoren einiges geboten, die Komplexität eines Street Fighter IV oder BlazBlue verfehlt Injustice. Dafür ist es zugänglich und dank Erfahrungspunkten und Freischaltlogik auch für Solisten spielenswert.

  • 24 Kämpfer des DC-Comic-Universums
  • mehrstündige Story + 240 Missionen für Solisten
  • 15 interaktive, mehrstufige Stages
  • Kleidung der Kämpfer geht kaputt

Blutarmer ”Mortal Kombat”-Klon mit großartiger Benutzerführung, interaktiven Stages voller Comicflair und combolastigem Kampfsystem.

Singleplayer81
Multiplayer
Grafik
Sound
14 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Wichtgestalt
16. Mai 2013 22:30

Das Spiel reizt mich ungemein. Trotzdem warte ich auf einen Preissturz oder eine Ultimate-Edition, da mein Backlog langsam beängstigende Ausmaße annimmt.

rusoko
16. Mai 2013 21:45

Ok, das Spiel ist sowas von gekauft 🙂

Max Snake
16. Mai 2013 21:12

Ja.

rusoko
16. Mai 2013 21:10

Ha ha, danke Max Snake :)Ich sollte mir mal auch die Bilder, und nicht nur den Text anschauen…Aber Joker ist kein DLC, sondern direkt dabei?

Max Snake
16. Mai 2013 20:39

[quote=rusoko]

Das Spiel werde ich mir auf jeden Fall noch kaufen! Ist auch der Joker dabei??

[/quote]Direkt vor deine Nase.

rusoko
16. Mai 2013 20:09

Das Spiel werde ich mir auf jeden Fall noch kaufen! Ist auch der Joker dabei??

Relax
16. Mai 2013 19:25

Als alter SF-Haudegen habe ich es mir nicht nehmen lassen, zumindest die Demo von Injustice auszuprobieren. Dabei blieb es dann aber auch schon. Die cheesy Story gab ich mir dann via YouTube. Aber eines muss ich sagen: Egal wie dümmlich die Story auch ist, die Präsentation im Single Player Mode mit div. Kämpfern etc. ist äußerst gut gelungen. So solls sein. Da kann sich SF wirklich eine dicke Scheibe von abschneiden. Die Japaner hinken einfach hinterher heutzutage …(Was für Injustice gilt, kann man – mit Stärken und Schwächen – praktisch 1:1 auf den “”Vorgänger””-Klon MK9 übertragen.)P. S.: Ohne zu spielen dauert die Story an die knapp 2 Stunden.

Ullus
16. Mai 2013 17:41

Gefällt mir, ich mag aber ja auch Comic verfilmungen.Wieviele stunden dauert denn der Story modus? Kann jemand mal posten !

Max Snake
16. Mai 2013 16:20

Vielleicht fehlt es an Spieltiefe.

ChrisKong
16. Mai 2013 16:11

Wenn nur nicht kurze Zeit später wieder X Kämpfer als DLC nachgereicht würden. Punktabzug.

Asaziel
16. Mai 2013 15:27

@EnigmaWie kann man denn bei MK die Lust verlieren? Ich spiele das immer noch so gern wie am ersten Tag.

stneo
16. Mai 2013 15:24

ich fand sogar den Storymodus ziemlich gut und kurzweilig!ist bei Beat’em-Ups’s doch eher unüblich… 😉

ChondrinEnigma
16. Mai 2013 14:18

Für mich wahrscheinlich schon die Überraschung des Jahres!Dachte eigentlich ich verliere hier so schnell die Lust wie bei dem Letzten Mortal Kombat,aber weit gefehlt!Das Teil macht wirklich enorm Spaß und das auch im Single Player.

Asaziel
16. Mai 2013 12:28

Ich hab es jetzt schon viele Stunden im alleine und mit Freunden gespielt und hatte bisher großen Spaß damit.