Kingdom Come: Deliverance – im Test (PS4 / Xbox One)

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Seite 3

Das funktioniert gegen einzelne Feinde nach etwas Eingewöhnung gut. Jedoch stehen Euch oft mehrere Banditen gegenüber oder Ihr kämpft in größeren Schlachten mit. Dann werdet Ihr von allen Seiten gleichzeitig angegriffen, Heinrich taumelt ­unkontrolliert hin und her und die Zielaufschaltung wechselt von einem zum anderen Feind. Das nervt, und erschwerend kommt hinzu, dass Ihr Euch im Kampf nicht heilen dürft und einige Verletzungen Eure Lebens­leiste empfindlich kürzen.

Ein Highlight ist im Gegensatz dazu das Zusammenspiel von Waffen und Rüstungen. Klingenwaffen sind gegen Stoff- und ­Lederpanzerungen effektiv – trägt Euer Feind Platte, solltet Ihr stumpfe Schlagwaffen bevorzugen. Im Umkehrschluss schützt Euch eine strahlende Rüstung besser als weiche Textilien, wiegt jedoch auch mehr, benötigt wattierte Unterkleidung und Ihr seid leichter zu hören. Helme mit ­Visier schränken im Kampf Euer Sichtfeld ein.

Ob diese Designentscheidungen stören oder der Realitätsanspruch fasziniert, muss jeder für sich entscheiden. An den technischen Problemen gibt es jedoch nichts schönzureden: Immer wieder unterbrechen kurze und lange Ladezeiten den Spielfluss. Die ­CryEngine zaubert zwar eine malerische Landschaft mit dynamischem Wetterwechsel und Tag-Nacht-Zyklus auf den Bildschirm, jedoch auf Kosten der Performance. Auf allen Konsolen leidet die Fernsicht unter groben Texturen und mangelhaften Details, Objekte erscheinen in unmittelbarer Nähe, Texturen stellen sich spät scharf. Im Kampf fallen Feinde wie Marionetten um, Animationen in Gesprächen sind hölzern. Mit deutscher Sprachausgabe hapert es an Lippensynchronität, außerdem schwankt die Lautstärke in einigen Unterhaltungen extrem, aktiviert besser Untertitel! Immerhin überzeugt die Qualität der Sprecher und der mittelalterliche Soundtrack passt sich an die Situation an.

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NikeX
10. August 2018 20:28

Mir reicht das Video “Henry the Kind” von Robbaz auf Youtube.

Maverick
6. April 2018 12:13

Naja mein Ding war der pc nie gewesen, Maus und Tastatur, ständig zickten irgendwelche Treiber am System oder spielen rum, dazu dieser Käse wie Steam, uplay, Origin,und co.

Mein letztes Spiel war Diablo 3 gewesen, auf dieses dauer aufrüsten, RAM, neue Graka da hatte ich ebenfalls irgendwann keine Lust mehr drauf.

Mittlerweile gibts für mich nur die Konsole, außer für online banking nutze ich den Rechner für nichts mehr.

Sollte auch kein Flame sein, meinetwegen können die Leute auch gerne auf dem Smartphone spielen mir ehrlich gesagt Wurscht. Wenn du ihn zur Bildbearbeitung nutzt ist doch ok.

AkiraTheMessiah
6. April 2018 4:46

Die Bildbearbeitung meiner geschossenen Fotos ist ja keine Arbeit für mich, da es ja mein Hobby ist. Aber das Hobby und das Zocken ist ja per Monitor „strikt“ getrennt. 🙂 Zur Bildbearbeitung ein Eizo Monitor und zum zocken ein 4K Monitor von Asus.

Anscheinend hast du noch auf keinen gemütlichen „Stuhl“ gesessen. Musst du mal bei Gelegenheiten in einem Geschäft nachholen. 🙂

8BitLegend
5. April 2018 23:00


Arbeiten und zocken am gleichen Gerät ist für mich ein No-Go. So gemütlich kann kein Stuhl sein, dass ich mir das antue – Worst-Life-Balance.

Max Snake
5. April 2018 21:29

Ein sehr interessante Konzept, nur das Kampfsystem macht mir eher sorgen, weil ich hätte ehe mehr griffig gewünscht. Klar in Skyrim kann ich auf die Tasten hämmern, aber es spielt besser halt. Hoffe wird die Patches hier und das ausbügeln. Sehr dankbar für das Infokasten (steht nur im Heft drin und nicht im Website) über Kontroverse Thema um das Spiel und Daniel Vävra.

AkiraTheMessiah
5. April 2018 20:24

Willkommen in Jahre 2018 … 😉

Da ich am PC noch Bildbearbeitung mache, habe ich schon dafür gesorgt das ich da gemütlich und entspannt arbeiten und zocken kann.

Das sah bei mir vor 33-34 Jahren anders aus … der gute alte Küchenstuhl war für lange Zeit mein bester Freund beim zocken. 🙂

P.S.: Hab ich nach deinen Triggern richtig reagiert oder war es zu lasch? 😀

Maverick
5. April 2018 19:46

PC und gemütlich ?

AkiraTheMessiah
5. April 2018 19:21

Da warte ich schön auf die goty Edition. Um sie dann gemütlich am PC zu zocken.

Croc
5. April 2018 19:03

Hm, einige Eigenarten des Spiels wurden leider nur kurz angerissen und als nervig oder frustrierend beschrieben. Wer z. B. eine Art permanente Schnellspeicherfunktion will, der kann sich im weiteren Spielverlauf geradezu unendlich viel Retterschnaps an Alchemietischen brauen. Das Schlösserknacken verliert ebenfalls schnell an Schrecken. Es wird mit zunehmender Übung sogar lächerlich einfach. ZU einfach (wahrscheinlich haben die Entwickler deshalb mit nem Patch ne neue Art “sehr schweres Schloss” eingebaut, zumindest hab ich diese Art vor dem 1.3er Patch noch nicht gesehen).

Apropos Alchemietisch. Zum Brauen von Tränken wird leider kein Wort verloren. Das is richtig schön komplex und macht Laune. Nicht bloß simples Knopfgedrücke. Die informative und wunderschön handgezeichnete Umgebungskarte wird auch nicht erwähnt.

Ansonsten bin ich mit dem Geschriebenen einverstanden, und mir is auch klar, dass so ein Spiel nicht komplett bei so einem Test durchleuchtet werden kann.

belborn
5. April 2018 17:30

Hat sich trotz der Mängel gut verkauft.Denke da wird noch ein richtig gutes spiel draus.

Maverick
5. April 2018 7:50

Beta Test zum Vollpreis, so nenne ich es. Lust hätte ich schon, evtl als goty Version.

Lincoln_Hawk
4. April 2018 23:29

Ja wenn die die goty
So die denn kommt die ganzen Macken nicht gefixt haben lsss ich das aus
Mit allen Eigenarten komm ich aus geschmacksfrage
Aber so technische Probleme damit komm ich nicht klar nicht heute mit dem ganzen grpatche usw..Frechheit eigentlich dann den vollpreis verlangen