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| Spiel: | Let's Tap |
| Publisher: | Sega |
| Developer: | Prope |
| Genre: | Geschicklichkeit |
| Getestet für: | Wii |
| Erhältlich für: | Wii |
| USK: | 8 / 2009 |
| Erschienen in: | 8 / 2009 |
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Innovation als neue Idee oder Erfindung angesehen, wörtlich ist damit aber ’Neuerung’ gemeint. Wenn Yuji Naka, Erfinder von Sonic the Hedgehog, eine gewöhnliche Remote auf eine Pappschachtel stellt, auf dieser trommelt und der Bewegungssensor des Wii-Controllers die hervorgerufenen Schwingungen in Spielbewegungen umsetzt, dann darf man von Innovation sprechen. In Let’s Tap tut Ihr nichts anderes, als auf einen Pappkarton zu trommeln – das geht nicht nur erstaunlich flüssig von der Hand, sondern ist ebenso neuartig.
Alle fünf Minispiele (mit mehreren Levels) werden durch Klopfen bzw. Tappen auf eine Pappbox gespielt. Das kann eine Let’s Tap-gebrandete Schachtel sein oder beispielsweise ein Pizzakarton. Den meisten Spaß machen die simplen Spielchen im Multiplayer-Modus, so wie im ’Trommelrennen’. Hier führt Ihr 16 Hindernisrennen in stilvoll-reduzierter Optik aus. Bis zu vier Neon-Strichmännchen rennen um die Wette, balancieren über schmale Stege und pumpen Ballons auf. Leichtes, stetes Klopfen lässt Eure Figur joggen, ein harter Schlag führt einen Sprung aus. Der Bewegungssensor der Remote erkennt selbst leichte Vibrationen, so dass Siege oder Niederlagen keine Glückssache sind, sondern auf ein abweichendes Rhythmusgefühl schließen lassen. Weniger Spiel als kreatives Ausprobieren ist der ’Illustrator’, der kein Spielziel verfolgt. Löst ein Feuerwerk über japanischen Städten aus, malt Schriftzeichen oder lockt durch Kringel auf einer Seeoberfläche Fische an – geschickte Naturen ködern gar einen Wal. Je nach Takt Eurer Trommeleinlage ändern sich die Ereignisse und Muster.
Den Rhythmus im Blut fordert ebenfalls der ’Immer im Takt’-Modus, ein Donkey Konga-inspiriertes Musikspiel. 16 japanische Popsongs tappt Ihr auf einer Notenspur nach, darunter der eingängige Titeltrack. Optisch schlicht und spielerisch simpel gehalten, für eine Runde zwischendurch aber erfrischend anders – denn bis auf einen Pappkarton benötigt Ihr schließlich keine raumgreifende Peripherie. Das vierte Minispiel ist eine Jenga-Version, bei der Ihr nacheinander Teile herausklopft. Bei zu heftiger Trommeleinlage bricht der Turm zusammen. Einstürze sollt Ihr hingegen im letzten Spiel ’Sphäriker’ provozieren, denn in diesem Sidescrolling-Shooter stellen sich Euch allerhand Felsbrocken und Gegner entgegen. Und nebenbei zaubert Raketenbeschuss tolle Explosionen auf den Schirm.





















