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Das zu dieser Zeit noch ländlich angehauchte Kyo (heute: Kyoto) entpuppt sich als unterhaltsamer Tummelplatz, ist allerdings spürbar verwinkelter und fühlt sich weitläufiger an, was aber auch ein gutes Stück an der Euch oft von einem Ende zum anderen schickenden Missionsstruktur liegt. Wenn Ihr nicht gerade Zeitvertreibe wie Tanz- und Gesangseinlagen absolviert, bei Hühnerrennen wettet, im Bordell Eure Herzdame bezirzt oder Euch nach ein paar Kapiteln etwa als ”Landleben”-Genießer mit Gemüseanbau und Kochen beschäftigt, stehen meistens Auseinandersetzungen im Mittelpunkt.
Ryoma beherrscht dafür vier Kampfstile, neben der Faust kommen Schwerter und Pistolen (oder als ”Windtänzer”“ beides zusammen) zum Einsatz, später noch unterstützt von als Perks fungierenden ”Soldatenkarten”. Wie üblich könnt und sollt Ihr die Stilarten unabhängig voneinander aufleveln, um neue Moves oder Vorteile freizuschalten, und während eines Gefechts wechselt Ihr jederzeit zwischen bevorzugten Varianten. Das spielt sich weitgehend locker-flockig, neigt aber zu Schwierigkeitsspitzen bei Bossen, was durch optionales Herabsetzen des Anspruchs nach mehreren Fehlversuchen den Frust jedoch in Grenzen hält.
Während inhaltlich und bei den Spielsystemen kaum etwas zum Original verändert wurde, bekam das mit der Unreal Engine 4 angefertigte Ishin! optisch eine kräftige Aufwertung verpasst: Mit stabilen 60 Bildern pro Sekunde läuft das Geschehen angenehm geschmeidig, Umgebungstexturen und die Szenarien kommen durchaus zeitgemäß rüber. Insbesondere die Gesichtszüge von Ryoma und den relevanten Nebenfiguren überzeugen, was allerdings den Kontrast zu den meisten NPCs wie Zivilisten oder Soldaten-Fußvolk doch ordentlich spürbar macht. Nichts zu beanstanden gibt es bei der gelungenen Soundkulisse inklusive gewohnt dramatischer japanischer Sprecher, des Englischen nicht so kundige Samurais freuen sich über kompetent übersetzte deutsche Texte.






















Irgendwie ist mir völlig entgangen, daß das Spiel schon draußen ist. Muß unbedingt nachgeholt werden und natürlich auf PS5. Jetzt kommt aber erst einmal noch Jedi Survivor ins Haus und vielleicht das neue Zelda.
Wobei letzteres nicht gleich sein muß bei mir, weil das für mich ohnehin kein richtiges Zelda mehr ist. Mal schauen, vielleicht gegen Ende Mai mit dem Yakuza.
Ein super Spiel, das sich frischer als bspw. Yakuza 5 anfühlt, obwohl die Technik irgendwo zwischen 0 und 5 zu liegen scheint. Das Setting macht einfach viel aus. Zudem gefällt mir die Ruhe, die das Spiel im Vergleich zu einigen Yakuza Games an manchen Stellen anbietet. Ich habe unnormal viel Zeit mit Ackerbau und kochen verbracht 😉 Bin allerdings auch dazu inspiriert worden mehr im Real Life zu kochen – netter Nebeneffekt. Ein Spiel mit Ecken und Kanten aber noch mehr Charme.
Ich bin etwas hin und her gerissen. Ich habe noch so viel zum Gamen. Interessieren würde es mich schon.