Luigi’s Mansion 2 HD – im Test (Switch)

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Vor allem die Figuren sind detaillierter als im Original und profitieren enorm von der erhöhten Polygonmenge; Umgebungen behalten dagegen meist die Geometrie der Vorlage bei. Auch die Texturen sind fast durchgehend neu und bedeutend höher aufgelöst. Feinere wie stimmungsvollere Nebel- und Lichteffekte verfehlen ihre Wirkung ebenso nicht wie die stark verbesserten Schatten. Kurzum: eine rundum saubere und vorbildliche Überarbeitung, die dem 3DS-Original gerecht wird.

Diese Aussage lässt sich nahezu exakt auf das eigentliche Spielprinzip übertragen. Das Original setzte 2013 auf eine sehr handheldfreundliche Missionsstruktur und bot fünf thematisch unterschiedliche Geisterhäuser, die Ihr Stück für Stück erkundet. Immer wenn Ihr Teile des Finstermonds entdeckt, zieht sich der Nebel im Tal etwas zurück und neue Orte werden zugänglich. Die erkundet Ihr dann vorsichtig mit der Taschenlampe. Ihr sucht nach Schlüsseln, durchwühlt ­Schränke und Schubladen und löst ­dabei manch cleveres Rätsel.

Euer wichtigstes Werkzeug ist der bereits erwähnte Schreckweg-Sauger, mit dem Ihr ordentlich Chaos stiftet – vor allem wenn Eure übernatürlichen Antagonisten sich die Ehre geben. Denn natürlich verstecken sich überall freche Geister, die Ihr (halbwegs) furchtlos entsorgt. Per Schultertaste werft Ihr den Sauger an, Gespenster nehmt Ihr mit dem rechten Analogstick ins Visier und dann bleibt Ihr dran, bis Ihr die zappelnden Burschen eingesaugt habt – das fühlt sich heute noch richtig gut an und ist nach wie vor eins der charmantesten Elemente der Luigi’s Mansion-Reihe. Aber auch eine andere Eigenheit des 3DS-Vorbilds wurde beibehalten: Das Spiel ist in Missionen mit abschließender Bewertung aufgeteilt – geht Luigis Lebensenergie zur Neige, dann werdet Ihr zurück in Professor I. Gidds Labor versetzt und Ihr müsst den Einsatz von vorne beginnen. Das ­hätte man heutzutage großzügiger handhaben können.

Ganz generell hält sich das Remake bis auf die grafische und technische Überarbeitung sehr nahe an das Original – neue Szenarien, Bosse oder Mechaniken gibt es hier nicht. Schließlich ist auch der spaßige, kooperative Multi­player-Modus mit seinen zufällig generierten Arealen wieder mit von der Partie.

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JACK POINT
16. September 2024 15:30

Schon echt eine merkwürdige Veröffentlichungspolitik der Reihe. Teil 1 kommt dann als Remake für Switch 2? 😉

Edit:Zusatz 16.09.24: Also alle drei Teile jeweils erneut auf anderer Hardware veröffentlicht, aber keine (offizielle) Möglichkeit alle 3 auf einer einzigen Plattform zu spielen.

Whitebeard91
15. September 2024 21:37

Besten Dank für die schnelle Antwort! 😁

15. September 2024 20:10

Lohnen sich alle beide, wenn du den Erstling mochtest. Teil 3 ist das umfangreichere und grafisch schönere/aufwändigere Spiel, bei Teil 2 schätze ich aber das Missionsdesign und das alles ne Nummer kleiner und entschlackter ist. Stammt halt von einem Handheld und das merkt man auch. Ich persönlich fand das aber sehr erfrischend, zumal das Remaster trotzdem richtig schick und charmant aussieht, für ein ehemaliges 3DS Spiel.

Edit: Würde dir aber definitiv empfehlen, erst mit Teil 2 zu beginnen, da ansonsten der Downgrade vielleicht etwas zu offensichtlich ist.

Whitebeard91
15. September 2024 19:14

Bisher habe ich weder Teil zwei noch Teil drei gespielt. Weiß nicht warum, aber irgendwie haben die mich nicht angesprochen
Mit dem Erstling auf dem Game Cube hatte ich schon meinen Spaß.
Gibt es hier eventuell eine Empfehlung für 2 und/oder 3?